Ein Grenzgang im Februar

Grenzgang Februar 2014
Die Boten des Frühlings – Begleiter beim Grenzgang im Februar 2014

Es wird wahrscheinlich so kommen, wenn nicht gerade uns der Himmel vorher auf den Kopf fällt, daß der Februar 2014 der wärmste Februar seit der Wetteraufzeichnung werden wird. Als ich letzte Woche meinen obligatorischen Grenzgang unternahm – Staatswald Vorderwald (Offenbach Rosenhöhe) nach Frankfurt Oberrad (über die Weiher) – war es in der Sonne richtig warm.

In den Vorgärten der Stadt sind die Leute schon fleißig zugange und jedes Schwätzchen am Gartenzaun hatte das Wetter im Mittelpunkt. Und überall ist herauszuhören, daß das freundliche Frühlingswetter die Seelen streichelt, somit ein ganz anderes Lebensgefühl sich ausbreitet. Ein Lächeln gibt es vielerorts gratis und der Gesang der Vögel bestätigt wieder einmal: Es ist schön noch auf der Welt zu sein.

Es gibt allerdings auch Ecken im Stadtwald, wo um diese Jahreszeit recht ungewohnte Tätigkeiten auszumachen sind. Knöcheltief der Schnee noch letztes Jahr, heute hört man schon von weitem die Motorsägen. Ich kann mich nicht daran erinnern, so früh die Arbeiten auf einem Grenzgang im Wald schon erlebt zu haben. Den Forstwirt sah ich schon im Februar die Lage im Wald sondieren, man kennt sich vom sehen, aber die Waldarbeiter wurden erst viel später gesichtet. ;-)

Grenzgang im Februar 2014
Aufforstung mit Schutz vor dem Wildbiß (großes Bild) und Baumfällarbeiten (kleine Bilder)

Unser Stadtwald/Staatswald in Frankfurt/Offenbach ist ein Nutzwald. Und der Frankfurter Stadtwald gehört normal den Bürgern aus Frankfurt, war ein Geschenk. Aber wie wir wissen, haben den sich mittlerweile eine Handvoll Politiker zu eigen gemacht und beglücken damit ihren Freundeskeis, die wiederum der Umwelt zuliebe wegen einer Handvoll Dollar an der Börse alles umholzen (Siehe u.a. Fürst Roland und Bilfinger).

Feine Unterschiede der Korruption
Die Anti-Korruptions-Organisation Transparency International kritisiert den geplanten Wechsel des Ex-Ministerpräsidenten Roland Koch zu Bilfinger Berger. Denn der Konzern verdankt dem Politiker einen Millionen-Auftrag. (Frankfurter Rundschau)

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Verwicklungen um Bau der Flughafen-Landebahn 9
Die hessischen Grünen haben den möglichen Wechsel von Ex-Ministerpräsident Roland Koch zum Baukonzern Bilfinger Berger scharf kritisiert. Ein solcher Wechsel hätte ein „Geschmäckle“, erklärte der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen im Landtag. (RP Online)

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Roland Koch und der Frankfurter Flughafen
„Dieses wird sicherlich die wichtigste Entscheidung meiner bislang zwei Regierungszeiten werden, denn es werden mit dem Bau der neuen Landebahn über 40 000 neue Arbeitsplätze entstehen.“ (Roland Koch)

Bilfinger Berger baut nach Focus-Informationen derzeit mit einem Auftrag von 80 Millionen Euro die neue Nordwest-Landebahn des Frankfurter Flughafens. Das Projekt war viele Jahre in Hessen heftig umstritten. Koch hatte sich immer für den Ausbau stark gemacht. (Lobbypedia)

Mir habbe ja net mehr viel… und deswegen wehre ich mich, wenn wer kommt und meint, da noch was weg, da noch… und es nutzt uns hier im Frankfurter Eck nix, wenn als Ausgleich im Hunsrück 50 Bäume gepflanzt, 500 dagegen hier abgeholzt werden. Und deswegen verstehe ich auch nicht, wenn nächtens wer seinen Müll im Wald ablädt. Die Stadt Offenbach (ESO) holt aber den Müll im Staatswald Alter Hegewald nicht ab, obwohl die das wissen (siehe Bild im Twitter Log).

So gibt es auch die unschönen Momente im Stadtwald von Frankfurt/Offenbach. Aber die schönen Momentaufnahmen überwiegen, wozu auch die Forstwirtschaft zählt. Unten was weg, oben etwas dazu (siehe Bild). Ein schöner Kreislauf, zumal alle davon profitieren – wir Bürger, das „Kleinvieh“, später die größeren Bewohner des Waldes und letztendlich der Wald als solches selbst.