Kaffee mal anders. Mal richtig gut.

Kaffee. Richtig. Gut.
Versorger Coffee Circle

Na, heute schon die Tasse Kaffee getrunken, um den Tag gebührend zu beginnen? Und, für das Pfund 50 € bezahlt oder gar Stöckchen und andere Pflanzenreste im gemahlenen Kaffee entdeckt? Nein, natürlich nicht, denn die sind ja nur unter Laborbedingungen zu entdecken. Aber es gibt sie. Fehlt nur noch der Kuhfladen als Geschmacksverstärker.

Das ist natürlich böse übertrieben. Aber unter uns gesagt, wenn der krönende Kaffeegenuß für 3,99 € im Regal zu finden ist, dann ist da nicht mehr viel zu wollen. Da kann auch das Pfund Pulverkaffee für 5,99 € mit kleinen Güte- und Fairsiegeln versehen werden, damit die Verbraucherseele ein kleines Glücksgefühl beim Einkauf bekommt, das rettet die Qualität des braunen Pulvers nicht wirklich. Denn es ist auch bekannt, es gibt eine Vorzeigeplantage, da werden alle Kontrollorgane hingeführt, und den Rest gibt es als Aufschlag beim Großhandel, da der Verbraucher gerne zwei Euro mehr bezahlt, wenn Frosch und Co. auf der Packung zu entdecken ist. Dumm nur, wenn irgendwer wieder anfängt Kaffee zu testen, gar vor Ort die Bedinungen auszuloten. In unserem Fall ist es ja gut, denn als Kaffeetrinker will man zum einen guten Kaffee in der Tasse vorfinden, zum anderen auch die Kaffeebauern unterstützen. Und wenn man nicht weiß, wie guter Kaffee wirklich schmeckt, bleibt alles beim krönendem Aufguß bzw. beim alten.


Wie gut ist unser Kaffee? Reicht es für das Siegel „Gourmet“?

Kaffee. Richtig. Gut.
Handgemahlene Qualität hat ihren Preis

Verschiedene Kaffeemarken wurden seit der letzten Kaffeerunde „Cafe Gourmet“ im Blog von verschiedenen Instituten auf Preis, Geschmack, Qualität und Inhaltsstoffe getestet. Und so stolpert man über folgendes Zitat der Kaffeeverkosterin Yumi Choi:

“In den Kaffeeländern ist das ein Running Gag. […] Dort machen sich die Leute lustig darüber, dass Deutschland den Ausschuss kauft und noch Kaffee nennt und diesen dann anscheinend auch noch benutzt.”

So lange wurde das ooooh von Onko (heute Jacobs Auslese klassisch) in der Werbung nicht in der Schlacht um die Gunst der Kaffeetrinker gedehnt, wie von mir nach diesem Satz. Was geht dann hier ab? Als ob noch nicht genug, taucht dann das Wörtchen Acrylamid-Wert auf. Acrylamid steht im Verdacht krebserregend zu sein und entsteht beim rösten des Kaffees. Je schneller und heißer die Röstung, desto höher der Acrylamid-Wert (sinngemäß). Zwar sind alle hierzulande anzutreffenden Kaffeepackungen unter der EU-Norm, aber manche knacken ja doch die DE-Norm. Liebe zum Kaffee findet man in den Großröstereien nicht.


Die Liebe zum Kaffee

Diese findet man aber bei den kleinen Kaffeeröster. In Frankfurt stehen für Kaffeegenuß die Firmen Wacker, Wiesmüller oder auch die Frankfurter Kaffeerösterei. Hier und da entdeckt man auch in kleinen Café’s, daß Kaffee ein Genußmittel ist, sie Kaffeesorten der genannten Kaffeefirmen im Angebot führen. Das ist natürlich eine andere Geschichte, als das was alle Bäckereien, einschließlich aller Backwerks, zusammen auffahren. Das ist dann kein Kaffee mehr, sondern bestenfalls eine undefinierbare Plörre für 1,00 Euro aufwärts. Aber was bleibt zu tun, wenn einem vom Bahnsteig zur Messe nur solche Kaffeestationen begegnen? Lösung:
Der austropfsichere Kaffeebecher mit Kaffee von zuhause.

Aber nicht jeder hat immer Zeit, gar Lust, sich nach Frankfurt auf den Weg zu machen. So kann man auch bei einigen Röstereien das Produkt auch über den Postweg beziehen. Ich bin derzeit bei Coffee Circle Kunde. Den Kaffee beziehe ich im Abo, zwischendurch wird Frankfurter Kaffee mitgenommen, somit ist die Kaffeeseele bestens versorgt. Da können sie Pflanzenreste und andere Streckmethoden im Supermarktregal noch und nöcher entdecken, tangiert mich persönlich wenig

„Es ist zulässig, dass pro Kilogramm Kaffee 50 Gramm Wasser, zwei Gramm an Fremdbestandteile wie Äste, Pflanzenfaser oder schwarze Bohnen der Packung beigeführt werden können


Der Kaffeeversorger Coffee Cirle

Ich mahle mein Kaffee selbst, bin sogar von der elektrischen Kaffeemühle zur handbetriebenen Kaffeemühle gewechselt. Nach alter Tradition, wie Oma es schon tat, die Kaffeemühle zwischen die Beine geklemmt und den Kaffee gemahlen. Natürlich schonend, nicht nur für die Umwelt. Allerdings weniger schonend für den Geldbeutel, denn für meine 350 Gramm Rocko Mountain würde ich mindestens zwei Pfund krönende Versuchung bekommen, sogar drei wenn wie jetzt bei REWE im Angebot. Aber, und jetzt komnmt’s, da ich nicht mehr rauche – bin im vierten Jahr Nichtraucher – lach ich mir doch locker als „Ausgleich“ so ’ne Kaffeegeschichte an. Was zahlt Welt inzwischen für ein Päckchen Zigaretten, demnächst mit Horrorbildern? Und ich lege noch etwas drauf, die Spende für die Kaffeebauern gibt es dazu. Coffee Circle bietet verschiedene Projekte an, an denen man sich beteiligen kann. Das ist doch eine runde, geschmacksverstärkende Sache. Da reibt sich weder der Großhandel die Hände, der sich mit fairplakatierten Produkten eine goldene Nase verdient, noch ist es für die Bauern vor Ort ein bitteres Minusgeschäft, das nach außen hin schöngeredet wird.

Kaffee mal anders. Mal richtig gut.