Angepaßt für das Smartphone – Mobile Friendly

Mobile Friendy
Google bescheinigt dem Blog für mobile Geräte optimiert zu sein

Hat wer den großen Glockenschlag Anfang der Woche, genau genommen am 21.04., vernommen? Da hat Google den Schalter umgelegt und Welt wissen lassen: Wer seine Webseite für Mobilgeräte nicht optimiert hat, wird in der Suche auf dem Smartphone abgestuft. Es gilt Mobile Friendly. Eine Geschichte die Auswirkungen hat.

Das betrifft natürlich hauptsächlich jene, die selbst Hand an ihrem Internetauftritt legen. Wer sein virtuelles Sein auf die sozialen Medien beschränkt, der kann sich entspannt zurücklehnen, denn da gelten andere Maßnahmen um nicht in der Masse zu verschwinden. Auch bei mir hat die Ankündigung von Google, nicht optimierte Webseiten im Ranking abzustufen, gewisse Aktivitäten ausgelöst, denn man muß nicht von dem 5000. Platz auf den 7000. Platz verwiesen werden. Außerdem zählt der sportliche Ehrgeiz.

Mobile Friendly – Optimiert für Mobilgeräte

Ich muß aber zugeben, so ganz habe ich es nicht verstanden, denn manche Seite feiert sich als „optimiert für Mobilgeräte“ und der Inhalt ging bei einem Besuch weit über die Bildschirmgröße von Mobilgeräten hinaus. Mobile Friendly sieht im Sinne von Google anders aus. Aber das soll nicht das heutige Thema sein. Erstaunlich ist, das anscheinend viele Nutzer mit dem Smartphone im Internet surfen, obwohl es noch gar nicht so lange her ist, daß vermeldet wurde, daß die Browser auf dem Smartphone nicht mehr die erste Geige spielen. Aber das war gestern. Mittlerweile sind die großen Browser ressourcenverschlingende Monster mit weit über 30 MByte download geworden, die sich im Speicher auf das Doppelte ausbreiten – mindestens. Mein James Bond-Smartphone von Sony holt erst einmal tief Luft, wenn Firefox oder Chrome beendet wird. Es gibt eben Dinge, die dauern dann lange…

Bin ich dann unter diesen Begebenheiten darauf aus, im Internet zu surfen, die Pracht der Werbung mit den Trackingscripten im mobile Design mir anzuschauen? Bestimmt nicht. Mein CM Browser, nur knapp zwei MByte groß, nehme ich nur zum News lesen, wenn mich was interessiert und ich weiß, daß die Seite „mobile optimiert“ ist. Die Frankfurter Rundschau ist es bis dato nicht, weswegen ich dort mit dem Smartphone nicht vorstellig werde. Da bleibt es dann bei der kurzen Info in der Feed-App.

So gesehen macht die Aktion von Google durchaus Sinn, obwohl wieder vom Google-Diktat die Rede ist, da anscheinend jeder sich durch ein Schlüsselloch die Internetseiten anschaut. Es gibt aber nun mal selten etwas nervigeres als sich auf dem Smartphone den Text lesbar zusamemzuzupfen. Und deswegen stehe ich als kleiner unbedarfter WordPressler vor meinem Blog und stelle fest, daß der Text der Suchmaske (such & find) bei Chrome anders ausgerichtet wird als bei Firefox. Wiederum bei anderen Browser verschiebt sich der Abstand vom Slider zu den Inhalten… In diesem Fall zählt aber die Sichtweise von Google Chrome, denn Google erzählt auch etwas von „Touch-Elemente liegen zu dicht beieinander“:

Mobile Friendly
Google deutet auf die Stelle wo es denn klemmt und gibt Tips zur Beseitigung

Dieser Bericht enthält URLs für Websites, auf denen Touch-Elemente wie Schaltflächen und Navigationslinks so dicht nebeneinander angeordnet sind, dass ein mobiler Nutzer nicht problemlos auf das gewünschte Element tippen kann, ohne dabei auch das benachbarte Element zu berühren.

Halte Abstand

Generell ist das Kriterium „Abstand“ für Mobile Friendly wichtig und richtig, denn es gibt ja auch versteckte Klicks und Links. Die sieht der Google-Bot aber nicht das menschliche Auge, schon gar nicht auf dem Smartphone. Man kennt das bestimmt aus eigener Betrachtung: Ein Touch, irgendwas geht auf, macht sich selbständig, nur nicht das was man wollte. Im obigen Fall hat in der robot.txt aus der S.i.T.-Blogzeit, der nicht mehr auf dem Schirm war, die Fehler hervorgerufen. Dort hatte ich Google die Anweisung gegeben, nicht alles aufzunehmen, bestimmte Orte wegzulassen, woran Google sich hält, und dann haben ein paar Scripte für den Google-Bot gefehlt. Und das hat mir Google dann erzählt. Es interessiert aber dann nicht, was der Besucher des Blogs vorfindet und sieht, sondern was der Bot von Google aufnimmt und zu besten gibt. Blind wie Paul, und der war ein Maulwurf.

Man muß schauen und hoffen, daß morgen nicht andere Schrauben von Google noch mehr angezogen werden. Denn eines weiß ich schon heute: Ich schlage mir keine Nächte mehr um die Ohren, nur damit irgendwo ein grünes Lichtlein leuchtet, das morgen wieder rot zu sehen ist. Man kennt das ja von anderer Stelle: Ein Update, schon ist wieder alles kaputt und hinfällig. Dennoch lasse ich den Google-Blog nicht aus den Augen.

Guten Start in die Woche ;-)