Die FAZ kriegt sich ja bald gar nicht mehr ein. Obwohl zu Beginn ihres Artikels steht:
Der Hohepriester (Anm.: Steve Jobs) zeigt das Kleinod vor mehr als 5000 Gläubigen. Man kann nur den Kopf schütteln angesichts des Hypes, der derzeit um Apple-Produkte gemacht wird. Und man fragt sich: Wie soll das weitergehen, wo führt das hin?
sind sie wohlgesonnen gerechnet, der 5001 Jünger von dem iGuru aus Cupertino. Um die Frage der FAZ zu beantworten:
Nun, das führt dahin, daß in dem Artikel von Absatz zu Absatz immer mehr ausgeblendet wird, am Ende am Rande der goldene Apple-Käfig erwähnt wird, der aber im iPhone-Fetischismus der FAZ total untergeht. Dabei ist das richtig aufschlußreich, was da als Meisterstück (das iPhone 4 ist eine Wucht) dem Besitzer untergeschoben wird.
Vorletzte Woche schrieb die FAZ im Zusammenhang mit dem Datenschutzgehabe hierzulande über facebook und Goggle: Man möge doch die Kirche im Dorf lassen. Niemand muß sich in facebook anmelden. Das liest sich gut, ist auch logisch nachvollziehbar. Anderswo nennt man das: Sich dem Herdentrieb widersetzen. Letzte Woche gab es die Überschrift: Verleger fordern Pressefreiheit für das iPad (FAZ). Als ehemaliger FR-Leser denke ich nun: Man muß sich das iPad kaufen, das nun auch hierzulande zu haben ist. Wahrscheinlich weil Mathias Döpfner (Springer Verlag) sinngemäß vor Steve Jobs auf die Knie gefallen ist und das iPad von Apple als die Rettung des deutschen Journalismus ausgerufen hat (SZ). Das nennt man wiederum anderswo: Der Tanz der Lemminge (Teil 3). Das dieses Anderswo der Bunker ist, dürft nach ausgiebiger Lektüre des Blogs klar sein.
Daß es schwule Welt nicht leicht hat, wenn sie denn mehr rumdruckst als lebt, dürfte bekannt sein. Nun ist aber auch der Fall eingetreten, daß selbst wenn, sie es auch nicht leicht hat, wenn sie denn dem Hype auf Schritt und Tritt folgt. So stehen sie vielleicht heute morgen auf und ihr iPhone hält nur schnöde Schlagzeilen der Bild-Zeitung parat. Kein “I love you” und schon gar keine “Lust auf Sex?”-Anfrage, denn das dazugehörige App hat Steve mit seinen Mannen einfach entsorgt – zu anrüchig. Das kann man verstehen, denn Benutzer haben sich beschwert, daß sie unaufgefordert nicht jugendfreie Bilder bekommen. Die hat nicht das App einfach so verschickt, sondern die User. Um sich das vorzustellen, braucht es keinen Schnaps, Männer sind so Banane im Kopf. Die Kritik an Apple richtet sich nun dahingehend, daß sie die Entwickler nicht kontaktiert haben, sondern ihr Produkt einfach aus dem Apple-Store rausgenommen haben.
Ein verlockendes, aber aus meiner Sicht ein höchst unmoralisches Angebot von Google (Bild, klick = big). Daß Google mir zum erfolgreichen Einsatz von Google Analytics gratuliert, ehrt mich. Nur, Google Analytics ist in der vault-13-Domain schon lange nicht mehr im Einsatz. Und erfolgreich war das damals nun auch nicht, denn mein Eroberungsfeldzug in die große weite Welt hinaus, ist kläglich gescheitert. Wie im echtem Strategie- und Aufbauspiel auch, kaum einen Fuß irgendwo hingesetzt, kommt Gegner, ist mein Späher tot. Computer schummeln und cheaten auf Teufel komm raus, weswegen ich solche Spiele nicht mehr zocke. Wie bei Anno damals… Computer baut eine Megastadt, hat aber nur eine Insel mit fünf Rüben auf einem Kartoffelacker. Meine Stadt war eine Stufe tiefer und ich mußte schon drei Inseln bewirtschaften, um die Mäuler zu stopfen. Dann macht man eine Seeblockade beim Konkurrenten, fahren die computergesteuerten Schiffe einfach durch meine Schiffe hindurch, beliefern den Kontor des Gegners… bin ich umgestiegen auf Krieg, war er kaputt. Habe dann auch gecheatet.
Endlich, endlich kommt langsam hierzulande Licht in das, was man hierzulande gerne als Sport betreibt um das Internet in seinen Grundfunktionen zu beschneiden. Egal ob Bilder, Texte, überall stehen welche bereit, um zu klagen, zu jammern und auf das Urheberrecht verweisen. Nun hat der Bundesgerichtshof entschieden…
Zum Artikel: Keine Urheberrechtsverletzung durch Bildersuche bei Google




Anmerkungen