Ein Tag wie jeder andere, wie fast jeder andere. Ys saß wie jeden Morgen auf der kleinen Lichtung auf einem Baumstamm vor dem elterlichen Haus, um die Sonne zu begrüßen. Wie jeden Morgen genoß sie den Duft des Waldes, die ersten Gesänge der Vögel und das Knacken im Unterholz, das ihr sagt, daß der König des Waldes in ihrer Nähe ist. Wie jeden Morgen wollte sie danach aufbrechen um Kräuter zu suchen, ihre Studien vorantreiben und Zeichen eine gewisse Macht verleihen. Es galt auch wieder im Dorf Heilpasten und Säfte, gegen andere Dinge, wie Mehl, Kerzen und anderes das sie brauchte, einzutauschen. Auch wollte sie bei Frau Weidenbach vorbeischauen, um im Nähen wieder ein wenig besser zu werden. „Kind, du kannst nicht so zerrissen herumlaufen“ sprach Frau Semmelpflug, als sie sie einmal wegen eines kaputten Kleides aufsuchte und vorsichtig fragte, ob sie es nähen könnte. „Das wäre nicht im Sinne deiner Mutter und schon gar nicht deines Vaters.“ Ys konnte längst nicht so schöne Kleider nähen, wie Frau WSemmelpflug. Aber es reichte um einen Flicken kunstvoll aufzunähen, einen Riß zu heilen oder nur einen Knopf wieder an die richtige Stelle anzubringen.