Archiv für die 'Seelentanz' Kategorie

Bei den Waldelfen (2)

Sonntag, 06.04.08

Schweigend gingen Elf und Halbelf durch den Wald. Auf einmal blieb Fanuifin stehen und lauschte. Aufmerksam musterte er seine Umgebung. Er legte den Zeigefinger auf die Lippen und Ys wußte, daß ein Laut, ein Knacksen des Holzes unter ihren Füßen, ihr Tod sein könnte. Sie schlichen einen kleinen Hügel hinauf und sahen wie Orks den […]

II. Bei den Waldelfen (1)

Sonntag, 24.02.08

Ein Tag wie jeder andere, wie fast jeder andere. Ys saß wie jeden Morgen auf der kleinen Lichtung auf einem Baumstamm vor dem elterlichen Haus, um die Sonne zu begrüßen. Wie jeden Morgen genoß sie den Duft des Waldes, die ersten Gesänge der Vögel und das Knacken im Unterholz, das ihr sagt, daß der König des Waldes in ihrer Nähe ist. Wie jeden Morgen wollte sie danach aufbrechen um Kräuter zu suchen, ihre Studien vorantreiben und Zeichen eine gewisse Macht verleihen. Es galt auch wieder im Dorf Heilpasten und Säfte, gegen andere Dinge, wie Mehl, Kerzen und anderes das sie brauchte, einzutauschen. Auch wollte sie bei Frau Weidenbach vorbeischauen, um im Nähen wieder ein wenig besser zu werden. „Kind, du kannst nicht so zerrissen herumlaufen“ sprach Frau Semmelpflug, als sie sie einmal wegen eines kaputten Kleides aufsuchte und vorsichtig fragte, ob sie es nähen könnte. „Das wäre nicht im Sinne deiner Mutter und schon gar nicht deines Vaters.“ Ys konnte längst nicht so schöne Kleider nähen, wie Frau WSemmelpflug. Aber es reichte um einen Flicken kunstvoll aufzunähen, einen Riß zu heilen oder nur einen Knopf wieder an die richtige Stelle anzubringen.

I. Ys Tlachtga (3)

Sonntag, 20.01.08

Für mich war der schönste Tag immer, wenn Vater kam und mich auf seine Streifzüge durch den “alten Wald“, das Moor mitnahm, wo wir die Pflanzen suchten, er mir Zeichen zeigte, die ein normal Sterblicher nie entdecken würde. Viel über das Leben der Götter er mir vermittelte, die hier im „alten Wald“ ihren Sitz haben.

Es kam der Tag, wo wir wieder in den „alten Wald“ wollten. An diesem Tage war aber alles anders.

I. Ys Tlachtga (2)

Sonntag, 13.01.08

Ich lernte sehr viel über die Kräuter, wo sie im Wald wuchsen und welche man aufziehen konnte. Jede Sorte bedarf einer eigenen Fürsorge. Jede Sorte hat ihren eigenen Raum. Nicht alle mögen die grelle Mittagssonne und schon die Aufzucht, das Einpflanzen von Trieben erforderte größtmögliche Achtsamkeit. Manche Pflanzen mögen es überhaupt nicht, wenn ihre Wurzen zu tief ins Erdreich gesteckt werden, wo die Feuchtigkeit länger anhält, als direkt unter der Erdkruste. Die Wurzeln verfaulen dann. Umgekehrt gibt es auch Pflanzen, die gerade dies mögen…

I. Ys Tlachtga (1)

Samstag, 05.01.08

Jenseits der Wälder erklingt der Ruf der Alten. Ich muß fort, mein Heim den Winden und dem Wald übergeben. Fremder, der Ihr diese Zeilen lest, ich hoffe für Euch, daß Ihr nicht das Horn der Wiederkehr hört, denn nichts ist so, wie es scheint…

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