Bayerische Verhältnisse


Irgendwer hat ganz laut gefragt, ob wir hier in Frankfurt bayerische Verhältnisse haben. Huch, was ist denn nun los? Ach soo, da arbeitet wer die Oberbürgermeisterwahl auf. Und aus der Frankfurter “Grün’ Stub’ (Oberrad) kam die ernüchternde Feststellung, daß seit den 70ern es nur noch bergab geht, schon dreiviertel der Mitglieder der Partei den Rücken gekehrt haben. Schuld sind die, die kein christliches Gelöbnis bei der Geburt abgegeben haben und die Auflösung des Arbeitermilieus.

Seit 1970 ist der Anteil der Protestanten in der Stadtbevölkerung stark gesunken. Im gleichen Zeitraum sei die Zahl von Muslimen und Angehörigen anderer Religionen auf 50 Prozent gestiegen.

Aha. Und aus der anderen Ecke des Frankfurter Rundum kommt der trostspendende Einwand, daß ja die Oberbürgermeisterwahl personenbezogen war, die Grünen niemanden aufgestellt haben. Dann wäre das ganz anders ausgegangen.

Aber meine Herren, daß ist doch noch immer besser als wie in Wiesbaden. Immerhin hat der Frankfurter SPD-Kandidat paar Prozente auf sich verbuchen können. In Wiesbaden gibt es 0 Prozent. Das steht heute schon fest, obwohl sie dort erst noch wählen. Die haben nämlich vergessen ihren Kanditaten anzumelden. Das Gezeter war am Tax X danach groß. Das hat man bis Fankfurt vernommen. Aber hier in Frankfurt alles auf den Verlust der protestantischen Bevölkerungsschicht zu schieben… Ich weiß ja nicht. Dabei ist die Frankfurter SPD selber schuld, daß sie in Frankfurt kein Bein mehr hochbekommen. Jahrelanges Postengeschacher und Frankfurt war für die SPD-Kandidaten das Sprungbrett für irgendwohin. Die Frankfurter SPDler durften ja nie, außer als niemand mehr da war. Und da war es zu spät, Petra Roth schon fest in den Frankfurter Köpfen verankert. Da erinnere ich mal die SPD an Dynamit-Rudi (Rudi Arndt), der alles kaputt gemacht hat, an Volker Hauff und von Schöler… die Lachnummern schlechthin. Dann kam Petra Roth, von Wallmann angelernt, jo, und da ist sie nun. Mit der Frau kann man wenigstens was anfangen. Die kann man gerne haben und auf die kann man schimpfen. Da ist wenigstens was vorzeigbares vorhanden. Und das was die SPD da immer ins Rennen schickt… die sind viel zu still. Aber man könnte ja irgendwo anecken, also sind sie leise und keiner kennt sie. Das ist wie mit der ganz linken Partei. Wenn Gysi und sein wesdeutscher Begleiter nicht hin und wieder in Talkshows zu hören wären, oder der “Spiegel” sie anschleppt, würde man denken, die gibt es gar nicht mehr. Und die Petra die ist überall. Kehrt sogar mit den Offenbachern die Gass’ mitten in der Woche, nicht mal samstags, wo normal die Gass’ gekehrt wird. Mit der Frau kann man doch was anfangen. Die war sogar Chefin vom Deutschen Städtetag. Da sind so Städe wie Berlin, München.. und unser Oberbürgermeisterin war Chefin davon.

Also lieber SPDler, unterndrunter geht’s nicht mehr. Kommt mal in die Gänge oder bleibt einfach wo ihr seid. Aber hört auf, solche Klagelieder anzustimmen, sonst sind die restlichen Protestanten auch noch weg. Luther hat nämlich mal was an die Tür genagelt, nicht irgendwo im Hinterhof eines Theaters gesessen und gejammert.

Tags: CDU, Oberrad, Petra Roth, SPD

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