Erektile Dysfunktion


Jetzt pressiert’s. Ich habe ja erzählt, daß das Derby ansteht, das Ereignis sogar den Faschingsumzug mit seinen Widrigkeiten in den Schatten stellt… weit gefehlt. Heckenschützen sind aufgetaucht und zwar der übelsten Art. Hinterfurzig ihr Vorgehen und nun ermittelt die Staatsanwaltschaft Frankfurt.

Das mit dem Frankfurter Faschingsumzug, wo die aus Offenbach ausgeladen worden sind, weil der Zug angeblich zu lang dadurch wurde, wissen eifrige Blogleser. Es paßt nun alles ins Bild, weil die vom hessischen Fernsehen ja Blindgänger sind. Im Dunkeln sehen die ja nix, außer die Wurscht auf dem Teller, wenn Michelle auf’s Land einlädt.
Nun kam der Tag, wo bei Arbeitsbeginn in den diversen Schaltzentralen der Stadt, die das Leben in der Stadt bestimmen, Mitteilungen verteilt wurden, die verlauteten, daß der diesjährige Fastnachtsumzug aufgrund der nun erfolgten vielen Absagen, einer Umstrukturierung bedarf. Ein Aufruf an alle Frankfurter Vereine, alte Wagen, die mal in den 90ern des letzten Jahrhunderts durch Frankfurt fuhren, für den diesjährigen Fastnachtsumzug bereitzustellen. Der Hessische Rundfunk hat sogar seine beiden Moderatoren angewiesen, Büttenreden zwischen den Lücken, die nun viel größer sind, der einzelnen Wagen und Vereinspräsentationen abzuhalten. Und wenn man das liest, bleibt einem doch das Frühstück im Halse stecken.

Gut, wenn der Herr Lehmann das ja noch machen würde, also der Berliner, der so schee hessisch babbelt und nun Börsianer der ARD ist, also wenn der da noch sitzen würde, würde man sagen: Schee, die sind ja lustiger im Ü-Wagen, wie mancher Narr auf der Straße. Aber der ist ja net mehr dabei. Statt dessen sitzt der aus der Lounge da nun im Ü-Wagen herum. Beim hr kann ja jeder was werden. Die nehmen alles, was irgendwie auf irgendeine Art am Pförtner vorbeikommt. Der Lehmannersatz weiß nix von de Frankforter, en Schneselfurz ist des. Für die Lounge ist der gut, die paar Leutchen die nachts hr schauen pennen eh halb, müssen ja morns früh raus. Da kann der sich da im hr-Keller selbst feiern - stundenlang, merkt keiner in Hessen. Und das ist ja die Krux dabei. Der und Büttenred’ halten? Und das ‘ne halbe Nachmittag, am hellischten Tag, von paar Wägelchen unterbrochen? Oh jee… Des geht sich net gut aus.

Ihr Leut’ seid schlau, geht uff de Bau..

Das war auch die einhellige Meinung im weiten Rund in Frankfurt. Paar Wägelchen weniger ist nicht schlimm, aber sowas, so ne Kerle, wo Eurovison im Spiel ist? Die in Mainz, die haben die nächsten fünf Jahre über uns was zu lachen. Frankfurt und Fastnacht.. Hellau…. wolle mer se neilasse? Narrhallamarsch…

Diese Visionen vor dem geistigen Auge hat die Frankfurter mobil gemacht. Jeder hat beim Komitee angerufen, gefragt, was der Mist soll, was sie aus Frankfurt machen wollen. Und jetzt kommt’s. Die sind aus allen Wolken gefallen. Das ist alles nicht wahr! Alles erstunken und erlogen!

“Da geht einem nix mehr ab…” hat der Präsident gesagt, “das ist Störfeuer aus Offenbach. Das sind fingierte Mitteilungen. Es läuft alles wie geplant, kein Wagen weniger.”

“Und die Büttenred’ von dem Loungeonkel zw. den Wagen?”

“Die Wagen komme discht uff discht…”

Gut.

Aber woher kommen diese fingierten Mitteilungen? Die Offenbacher haben es gleich dementiert. Sie waren es nicht, sagen sie. So richtig glauben will es keiner. Aber ich denke der Heckenschütze sitzt nicht weit vom Römer weg. Das ist der, weswegen da keine Musik sein darf. Spätestens in Sichtweite des techn. Rathauses müssen die Instrumente verstummen und dürfen frühestens hinter der Paulskirche unter’m Torbogen wieder erklingen. Jedes Karussell muß leise rattern, nur leise dudeln und ab 22′00h ist der Römer mit seinen Schießbuden zu schließen. Da ist der Kerle, 100pro. Vielleicht sind es aber doch die Offenbacher; mer weiß es net, mer munkelt’s nur. Wird vielleicht die Staatsanwaltschaft Frankfurt rausbekommen. Die haben ja auch Mörder eingebunkert, Wirtschaftsverbrecher eingelocht, den Römer mit seinen Häuslebauer ausgemistet, die Leute aus der Führerscheinvergabestelle in den einstweiligen Ruhestand geschickt, da werden die doch so ein Heckenschütze aus der Teleirgendwasleitung rausziehen können, der nur faxen im Kopp hat.

Jedenfalls ist die Fastnachtslaune auf dem Gefrierpunkt hier in Frankfurt. Nix geht mehr, geht einem nix mehr ab. Aber das haben sich die Frankfurter selber zuzuschreiben. Wäre so einfache gewesen. Die Offenbacher mitten in den Zug gesetzt, gut war und los geht’s dann am Fastnachtssonntag - mit Offenbach. Denn über eines müssen sich die Frankfurter auch im klaren sein - großer Feind, große Ehre. Mit Friedbergern sich Scharmützel liefern? He Leute.. Mit Offenbach das ist doch schon was anderes, oder nicht? Und viel Auswahl haben wir ja nicht. Man will sich nun Aschermittwoch versöhnen, also die Frankfurter mit den Offenbacher Narren.

Sag ja, Frankfurt ist ein Dorf - mit Straßenbahn. Und manche Frankfurter haben echt was am Kopp, net nur die geliebte, besungene Frau Rauscher.

Tags: Derby, Fastnacht, Römer, Straßenbahn, USB, Visionen, Wahl

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