Herbststürme


Die Blätter fallen. Nun nicht mehr vereinzelt, sondern schon körbeweise. Heute weggekehrt, morgen das dreifache wieder vorgefunden. Und deswegen warten ja die befehlsgebenden Stellen, bevor sie den Kehrbefehl geben, damit es sich auch richtig lohnt.

HerbststurmLetztens stand ganz groß in der Frankfurter “Bild”-Ausgabe: “Herr Sikorski, hier kehren lassen.” Es gab eine Reihe von Bildern, wo die Straßen mit reichlich viel Laub zu sehen waren. Und wir wissen ja, daß die städtischen Bediensteten, bzw. die vorrübergehend Eingestellten, dieses Blättchen fleißig lesen. Reicht gerade um die Pausen zu überbrücken. Und wahrscheinlich muß ihnen diese Überschrift ins Hirn gesprungen sein. Sie kehrten…

… nur bei uns nicht. Bei uns ist alles voller Laub. Bin ich vorhin zur Verwaltung, wollt mir einen Rechen geben lassen, bekomme ich gesagt: “Sie brauchen das Laub nicht wegzumachen. Dafür bezahlen wir. Das ist Sache der Stadt.” Aha. Soll Oma nun auf ihrem Weg ausrutschen? Ich habe keinen Rechen bekommen. Nun liegt das Laub bei uns, ziemlich hoch und viel. Und nun beschleicht mich das Gefühl, der Herr Sikorski hat zum Rückzug geblasen. Hat er ja Recht. Wo kämen wir denn dahin, wenn ein Boulevardblatt noch die Einsatzzeiten mit samten Örtlichkeiten bestimmt. Vielleicht kommen die Laubkehrer ja morgen, kehren bei uns auch oder weiter. Vielleicht fangen sie auch ganz woanders an, da wo Herr Sikorski den Einsatzplan festgeschrieben hat.

Und dem Herrn Dotzler von Firefox erging es gestern/heute nicht anders, als dem Herrn Sikorski.

Herbstürme treiben nicht nur Laub vor einem her. Ein “vergessenes” Blatt von Herrn Sikorski als Cover, eine nicht genehmigte V2Fx-Einheit, die mit dem Morgennebel verschwand, zieren nun meine PC-Ecke. Diese beiden Dinge werden an diesen stürmischen Herbsttag erinnern.

Tags: Herbst, Laub, Sturm, Wetter

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