Ich weiß nicht mehr, war es gestern oder vorgestern, da lief im Hintergrund eine Geschichte im Fernsehen, was die Vorzüge der Geo-Datensammelstelle “Google” betrifft. Die Kombination Handy, Geotagging, die Live-Verortung, scheint nicht nur für Handyhersteller die Hoffnung der nahen Zukunft zu sein. Ich habe da nur mit halben Ohr hingehört, denn eine Live-Verortung werde ich mir gewiss nicht antun. Die Idee ist ja, alles zu verknüpfen. Der Dienst Plazes von Nokia experimentiert bereits mit diesem Ansatz herum; der Ortungsdienst Latitude von Google ist fertig und soll bald für das G1 verfügbar sein. So lassen sich die angemeldeten Handys der Mitglieder auf Stadtplänen lokalisieren und die eingetragene “Freunde” können den Weg eines Individuums verfolgen. Das ganze ist dann ausbaubar, von der Kinderüberwachung (welche Rechte haben eigentlich Kinder?) bis zur Sprechblasen-Einladung auf der Karte in den Kanonesteppel – die ersten fünf Schoppe sind frei.

Man kann natürlich dem ein “Schnippchen” schlagen und kurzerhand den eigenen Standort einfach in die Nachbarstadt oder noch weiter weg verlegen – Urlaub auf Hawaii im Hinterhof in Offenbach. Das wird bestimmt aber nur von kurzer Dauer sein, denn Handy piepsen ungehört herum, irgendwann kommt die automatische Korrektur – User sitzt im Nachtleben, nicht auf Hawaii.
Nachtleben… wie? Auch hier kann Google Hilfestellung geben, denn Google weiß inzwischen auch, durch fleißiges Sammeln, was die Vorzüge in Sachen Musik desjenigen sind. Vielleicht geht Google bis dahin eine Cooperation mit CBS ein, die den Dienst last.fm ihr Eigen nennen und dann hat man das Nachtleben noch nicht richtig verlassen, bekommt man schon den nächsten Wegweiser, wo man andocken kann.


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EmpfohlenWer die Wahl hat, hat die Qual. Noch gestern ziellos um die Häuserblocks geschlichen, heute fehlt das nötige Kleingeld. Man würde ja gerne… Lockangebote allerorten, irgendwo wird sich sicher auch ein Schnäppchen finden. Das Ganze funktioniert aber auch nur für einen selbst, wenn man sich am nächsten ist, nicht wahllos alles anklickt was dann die Ergebnisse in die falsche Richtung beeinflußt. Die gutgemeinten Empfehlungen sind dann Rohrkrepierer aus dem großen Universum des Kekseherstellers.

Von Google zum Frühstück empfohlen:
Falcor
Eurovision 1962 – Conny Froboess…
Brian Eno – And Then So Clear
If Today Was Your Last Day – Nic…
Paul Anka – Diana
Making of “Neverending Story
Peter Kraus Sugar Baby 1959
Eurythmics – When tomorrow comes

Stammleser können sich nun an den fünf Fingern abzählen warum diese Art der Empfehlung zustande kommt. Google weiß das in diesem Fall nicht, woher auch. Cookies sind dumm, lassen nichts aus und die Zählwerkstationen zählen erbarmungslos alles mit. Einzig Eurythmics nun als Wegweiser funktionieren würde, aber von Eurythmics kommen wir doch gerade aus dem Nachtleben. Und so kommt es, daß man, wie früher auch, ziellos um die Häuserblocks schleicht. Nix los an der Front. Selber schuld. Anders betrachtet: Mehr als Annie Lennox ist so und so nicht drin.

Guten Start in die Woche.

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