DDR
Letzte Woche am Freitag (3. Oktober) war ja Feiertag, ein gesetzlicher Feiertag - Tag der deutschen Einheit. Man mag ja in illusteren Runden darüber diskutieren, ob wir nun eine Einheit sind oder nicht. Und sicher wird das Ergebnis als Fazit ein andereres sein, wenn als Vorlage der Ostskinnhead mit den Worten: “Der Osten ist geil, der Westen scheiße” dient. Aber solange die Medien von “die neuen Bundesländer” erzählen, solange ist da noch nix zusammengewachsen. Neu ist da ja gar nix, nur altes wieder beinander gerückt - ohne Stacheldraht, Schießanlagen und Mauer. Und so ganz nüchtern betrachtet - hab noch nix gefrühstückt - die Bratwurst aus Thüringen ist mir näher als die schlabbrige Weißwurst aus dem tiefsten Süden - aus Bayern. Also… wir Hessen sind dem thüringischen Volk näher als dem bayerischen. Und Thüringen war mal eine kleine Zeitspanne ein Teil der DDR.
DDR steht in diesem Fall NICHT für “Double Data Rate” obwohl… vielleicht ja doch, denn was die Stasi alles so gesammelt hat…
Nein, also liebe Grashüpfer, DDR steht für Deutsche Demokratische Republik. Und liebe ältere Leser, nicht wundern, das wissen die wenigsten Grashüpfer.
Man soll es ja nicht glauben, aber da rennt wer vom hr (Hessicher Rundfunk) durch die Straßen, fragt die 16-20jährigen Deutschen was die Kürzel DDR so bedeuten… und die coolness Generation glänzt durch betretene Gesichter - Wikipedia nicht online. Große Fragezeichen über ihren Köpfen. Was will der denn? Kann mer des essen? Die Gegenfrage des hr: “Was bedeutet DSDS” und die Antwort kam wie aus der Pistole geschossen incl. triumphalen Gesichtsausdruck: “Deutschland sucht den Superstar.”
Da ist mir das rechte Ei aus der Hose gefallen. Das will man ja nicht glauben.
Und dann will DE von Ausländern deutsche Dinge wissen, wo selbst nicht mal DDR in der DE-Jugend ein Eckchen im Gehirnskasten bekommt. Nun hat ein Junge erzählt, wie das so ist, in der hessischen Schule, warum sie nichts darüber wissen. “Das dritte Reich” gelernt, dann war das Schuljahr zu Ende…”
Traurig, traurig, traurig… (frei nach Theo Lingen)
Das ist ja nicht anders, als in meiner Schulzeit. Drei Jahre Karl der Große, zwei Wochen “Das dritte Reich” und mit keiner Silbe die Nachbarn erwähnt. Nur so am Rande.
Mein Vorteil war vielleicht der, daß ich in einer Zeit aufwuchs, wo es weder Internet, 50 Fernsehprogramme und sonstiges Gedöns gab. Die Mundorgel dagegen mein ständiger Begleiter war. Und da gibt es ein Verslein das geht wie fogt:
Und weil Frankfurt so groß ist, ja da teil man es ein,
in Frankfurt an der Oder und in Frankfurt am Main.
(die Jodlerei erspare ich Euch… hat noch nie funktioniert, die Hessen können net jodeln)
Wo ist denn hier die Oder?
Noch ein Frankfurt? Das war der Beginn, das Wissen um die DDR - Eigeninitiative. In der Eltern Tageszeitung dann immer verfolgt, wie Franfurt (Oder) im Fußball gespielt hat. Denen habe ich natürlich die Daumen gedrückt, sind ja Frankfurter. Frankfurt (Oder) und Frankfurt/Main verbindet einiges im Fußball, soll man ja nicht glauben. Gemeinsames Leid, gemeinsamme Freud nie weit auseinander waren. Und viele Jahre später saß mein Chefredaktuer in Frankfurt an der Oder. Mit ihm bin ich über die Brücke nach Polen gegangen, nur mal gucken. Wir sind aber gleich wieder zurück, heim nach Frankfurt gegangen. Das Ausland da drüben…
Daheim ist eben daheim, ob in Frankfurt an der Oder oder in Frankfurt am Main.
Verfaßt unter…
Zeit: knapp 1 Std.
Getränke: Kaffee
Verzehr: —
Musik: Pop 80’s (Rätselbastelmodus)
Lust zu stöbern?







Dienstag, 7.Oktober 2008 16:06Ja, Frankfurt/Oder, da hab ich mal zwei Jahre zugebracht. Im Fußball hat der FCV nie den ganz großen Durchbruch geschafft, eine Spieler-Legende gabe es da aber. Lutz Otto, im DDR-Fußball bekannt und berühmt für seinen Übersetztrick.
Einmal war ich in meiner Frankfurter Zeit sogar im Stadion bei einem Oberliga-Spiel. Wir hatten da als Nachrichtenkompanie bestimmte Aufgaben zu erfüllen. Ich war Sprechstelle 5 direkt am Spielertunnel. Da liefen die Fußballstars direkt an mir vorbei. Dynamo Dresden gewann damals 2:0.
Dienstag, 7.Oktober 2008 20:31Ich kenne nur den Jürgen Sparwasser… der hat uns ja angeblich die schlimmste Niederlage beschert. Die Niederlage war nicht ohne

Ich persönlich fand ja die Geschichte mit Maradonna viel schlimmer… nach dem Spruch mit der Hand Gottes hätte ihn der Blitz auf’m Klo treffen sollen.