Die FR zeigt jeden Tag auf ihrer Online-Seite das dpa-Bild des Tages. Unter der Überschrift “Diskussion in Schwarz” stehen sich heute ein Polizist und ein Demonstrant Auge in Auge gegenüber – ohne Helm, ohne Halstuch im Gesicht.
Ich weiß nicht, über was die Beiden sich austauschen, ob die Worte der netteren Art waren. Es zeigt mir, daß sowohl hüben, als auch drüben Menschen anzutreffen sind. Menschen mit Ängsten, mit Sorgen, Menschen die sich für das Miteinander einsetzen.
Ich glaube auch nicht, daß Polizisten gefühlslose Befehlsempfänger sind. Es sind ebenso Familienväter unter ihnen, und ebenso sind sie ein Teil unserer Gesellschaft. Sie haben den Beruf des Polizisten gewählt, nicht um uns bei Demonstrationen einzukesseln, sondern um für diese Gesellschaft Sicherheit zu bieten. Ob sie das Ampelmännchen auf der Kreuzung ersetzen, weil die Elektronik versagte, oder wie auf dem Bild der Auftrag ist, das Treffen der Regierungschefs zu schützen. Darauf haben sie einen Eid abgeleistet. 24 Std. am Tag Polizist zu sein, denn mit Dienstschluß hört es nicht auf. Und ich weiß, daß viele von ihnen ebenso ihre Gedanken zu diesem Thema haben.
Wir sind auch nicht mehr in den 60ern, als Vater Staat hoffnungslos überfordert war, wie er denn mit demonstrierenden Bundesbürgern umzugehen hat und deswegen Blut geflossen ist.
Und ein Polizist weiß auch, daß jene die an einer Demonstration teilnehmen, nicht demonstrieren, damit Steine fliegen und Autos brennen. Aber Polizisten lesen auch Zeitung, hören die Stimmen im Volk und wenn sie lesen/hören, wie in Frankfurt, wo aus der Asta heraus aufgerufen wird „kommt, laßt uns Paris aufleben“, dann wissen sie auch, daß da andere kommen, die nicht der Demonstration wegen kommen.
Und wenn jene dann kommen, Autos abfackeln und Gemeingut zerstören, dann sagt mir das, daß jene nicht nur in der sozialen Studentenschmarotzerhängematte jahrelang rumgammeln, für die Gemeinschaft noch keinen Cent erwirtschaftet haben, sondern auch, daß mit jenen in den Schaltstellen der Macht, kleine Hitlers an der Tagesordnung wären.
Insofern bin ich der Polizei dankbar, daß sie auf jene ein Auge wirft und an den angesinnten Tatausübungen hindert. Und ich hoffe auch, daß sie alle gesund zu ihren Familien heimkehren.
Demonstration ja – aber ohne Steine und Gewalt im Rucksack.
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