Fallgrube Web 2.0
Die Menschheit wird dumm geboren und verblödet mit zunehmenden Alter - ein gewisser Teil jedenfalls. Nicht nur das sie wie die kleinen Kinder vor dem Hause Mozilla rumhängen, dann legt wer aus dem Hause Mozilla die neuste Version des Browsers Firefox hin, und schon geht es los, das Hauen und Stechen wer denn es zuerst vermeldet. Und dann, dann hauen sie sich einen Tag darum, ob das nun die offizielle Version ist oder doch noch RC1. Und am anderen Tag sitzt die andere Welt ganz gelassen zu hause, Mozilla reicht eine Meldung “Update vorhanden” und Welt sagt: “Jo, schieb mal rüber.” Man fragt sich schon so als unbedarfter Firefox-User, ob die alle was am Kopf haben. Erst “Juchhu, Mozilla hat automatische Updates eingebaut”, viele Monde später rennen sie doch los und holen sich alles persönlich ab. Und dann liest man: “Leider haben sie nichts Neues eingebaut”, obwohl es ja hieß, es wird eine Lücke geschlossen. Und nun ist es so, die einen loben die Schnelligkeit mit der diese Lücke gefixt wurde, die anderen lästern über die Flickschusterei bei Firefox. Sind alle irgendwie “Gaga” im Kopf.
Beim Web 2.0 ähnlich, wahrscheinlich gleiches Klientel - ab einem gewissen Pixelbreitengrad setzt es aus.
Die fiesen Tricks der MySpace-Nachahmer [Spiegel online]
Dem Silicon-Valley-Veteran Tom Foremski haben sie sein Adreßbuch als Entwicklungshilfestation mißbraucht. Ganz dumm gefragt: “Willst schauen, ob wer aus deinem Adreßbuch schon da ist”, hat er [ja] angekreuzt, mit dem Ergebnis, daß alle seine Leutchen in seinem Namen Werbung aus dem Web 2.0 bekamen. Selber schuld, kann ich da nur sagen. Wie doof oder naiv sind eigentlich die Reisenden des Internets?
Das ist aber dieser Drang alles wissen zu wollen, sogar noch an welchem Baum wer strullert. Muß sich auch niemand wundern, wenn anderntags wer vor der Tür steht und einen hellblauen Nachttopf mit rosa Duppe anbietet. Unter 10 Web 2.0-Wohnungsbaugesellschaften läuft ja nichts, aber Anti-Schäuble-Buttons überall hinkleben.
Davon abgesehen, glaubt dann wer, daß wo Datenschmutz zu sehen ist, daß ein augenscheinlicher Persilschein ein solcher ist? Was heute rein, ist morgen schmutzig.
Ich mache ja den Kram nicht mit und wenn, dann nur mit angezogener Handbremse - Bookmarks, Adressen und anders werden schon mal gar nicht irgendwo hingebeamt. Das bleibt alles unter der Decke hier. Und alle die da die Herrlichkeit des Internets verkünden, haben nur eines im Sinn, die Sammelstelle dann für gutes Geld zu verkaufen. Funktioniert nur, wenn sie gut ist und einen Nutzen bringt. Keiner kauft für 500 Millionen Dollar ein Portal, damit er gut schlafen kann, weil er dann 10 Millionen glückliche Schäfchen dort weiß. Und wenn keiner das Portal kauft, im dunkeln ist auch gut munkeln. Selbst die schwarzen Sheriffs der Nation sind schon mit Geldköfferchen erwischt worden, aber wegen Gedächtnisschwund nur milde “bestraft” worden, durften somit weiter Sheriff spielen. Trau schau wem.
Das fängt alles schon im “kleinen “an, bei kleinen Weblogs. Kein Content und dann geht es los, das krampfhafte Sammeln und Verlinken, garniert mit AdsBanner und anderem buntem Schnickschnack. Dann lassen sie jeden rein, dann fällt Blog um, dann jammern sie. Selber schuld, kann ich da nur sagen.
Vielleicht sind die Portale der ersten Stunde des Web 2.0 noch anständig und sauber, aber bei Nachfolgern… trau schau wem. Da hat schon viel zu viel Geld die Seiten gewechselt, als das man glauben will: “Mein Beitrag soll das Internet weiterentwickeln”. Na ja, wer es braucht, Butterbrote einpacken und zu dieser Sammelstelle pilgern.
Mir reicht mein kleines Forenleben, da habe ich genug Community. Vor allem ist das viel persönlicher - auf die eine oder andere Weise.
Lust zu stöbern?







Samstag, 22.September 2007 13:41Diesmal haben sich die Kinder, die Päcksken immer schon einen Tag vor Weihnachten auspacken wollen, die Finger verbrannt: Version 2.0.0.7 war “firewalled”

Und einer hat erklärt, warum…
Sonntag, 23.September 2007 22:45Gibt es in der Ära Firefox ein Release ohne komische Begleiterscheinungen? Bald jährt sich auch A.T.s Sonderausgabe
(Fx 2.0 / 24.10.06)
Noch schneller als Clint Eastwood das Flugzeug Firefox geklaut und von Rußland nach Amerika entführt hat.
Wußte ich auch noch nicht, daß man so etwas “firedrill” nennt. Jahrholz, nach alter Väter Wort Übersetzung hierzulande
Montag, 24.September 2007 18:29NeeNee
“Brandloch”, das war eine “Brandloch-Veröffentlichung”.
Ein Hoch auf die Anglizismen
Erfunden hat aber den Ausdruck jemand anders.
Dienstag, 25.September 2007 03:05“Brandloch”…
jo, das paßt viel besser