In meiner Ecke gibt es noch keine Bilder der Straßenzüge die per Google Earth zu erspähen sind. Für jene die das nicht kennen: Google Earth zeigt die Welt von oben, es fäht ein Auto unten, macht Bilder, die werden dann mit Google Earth verknüpft, dann sieht man was die Klappergasse in Sachsenhausen wirklich ist, kann sich das anschauen… sich um 180° drehen. Fehlt doch nur noch der Klick, um in der Egoperspektive da herumzulaufen.
Das gefällt vielen nicht, weil sie befürchten ausgespäht zu werden, was nicht von der Hand zu weisen ist. Halunke surft über Google Earth herum, schaut sich lohnenswerte Objekte aus… Google hingegen sagt, das dauert ewig bis die Bilder aktualisiert sind und außerdem kann jeder sein Haus sperren lassen, aber erst nachdem er es auf Google Earth entdeckt hat. In England hat ein Dorf das Google-Auto verjagt. Das Auto wollte Bilder machen, nix gab es. Die Leute wehrten sich, weil die Einbruchsrate angestiegen ist. Ebenfalls wurde man in England auf einen Dieb aufmerksam, der per Google Earth die Dächer von Süd-London nach Blei absuchte.
Anderseits kann man z.B., wenn man auf Wohnungssuche ist, mit Google Earth die Gegend vorher durchleuchten. Ist ein Markt da, Apotheke, wie weit ist die Schule weg, ist viel Grün dort, ein Spielplatz, eine Kneipe, eben all solche Dinge. Aber ob es dazu Street View braucht? Türschilder/Klingelschilder kann man damit jedenfalls nicht erkennen, falls man danach gehen will, was manche ja bevorzugen. Bei touristischen Attraktionen ist Street View vielleicht angebracht, einmal um den Römerberg in Frankfurt eine nette Geschichte. Aber muß man jeden Straßenzug in Kronberg sehen?
Die Frau Müller im Amselweg in Kelkheim-Hornau wohnt, gute Gegend, obere Schicht. Der Herr Schneider in Frankfurt, in der Lahnstraße anzutreffen ist, übelste Gegend (fiktive Beispiele). Mit den dazugehörigen Bildern kann jeder sich sein Ding stricken, ob Versicherung, ob Arbeitgeber, ob Bank, wer auch immer – alles vom Wohnzimmer aus. Ob das eine gute Sache letztendlich ist, sei mal dahingestellt.
Aber da in London wollte ich nicht wohnen, ist nicht anders wie in Frankfurt auch.
Link: Britisches Dorf zwingt Google zur Umkehr
Verfaßt unter…
Zeit: knapp 40 min.
Getränke: Kaffee
Verzehr: Aprikosenkuchen
Musik: Vangelis
See you later
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Tags: Google, Street View

















Nur knapp dem Tod entronnen (kommt davon, wenn man trotz Rot noch schnell vor dem Google-Auto über die Straße huschen will): klick (lange Ladezeit)