Großdeutsches Reich


Was den deutschen Kaisers verwehrt blieb, vom großen Karl abgesehen, Adolf das Genick brach, schaffen im neuen Jahrtausend unsere Bundesregierungen - durch die Hintertür im politischen Schongang.
Im alten Jugoslawien haben’s sich noch arg geziert, als da irgendwer ankam und meinte, könnten wir nicht unsere Soldaten hinschicken… Sind dann andere Länder erst hin, dann kam doch mit vielen Wortmeldungen der Befehl:

Deutsche an die Front.

Sehr viel konnten’s ja nicht ausrichten, durften ja nicht. Einzig mit der Zahnbürste die Gewehrläufe durften sie putzen. Ganz schlecht verhandelt war der Einsatz.
Dann hat Amerika seine neuen Waffen getestet, für den zweiten Golfkrieg. Haben sie sich Afghanistan ausgeschaut, weil da nur Mohnfelder herumstehen. Die haben ja noch den Kampf gegen die Drogenkartelle da drüben. Da in Südamerika stehen zu viele Bäume herum, sehen sie nix, weil mit der Entlaubungsaktion in Vietnam das nicht so geklappt hat, wie sie dachten. Die waren dann unter der Erde. Kann man entlauben wie man will, man sieht sie dennoch nicht. Deswegen Afghanistan. Kann man vorher schon gucken, bevor überhaupt wer das Wort Taliban bei der CIA erklärt hat, nicht das was falsch läuft und man Mohnfelder als Grund nennt. Und als die Amerikaner da ihre Waffen ausprobiert haben, kam von deutscher Seite gleich: “Unsere Verteidigung fängt am Hindukusch an.” Da haben wir uns erstmal alle angeschaut, aha… Hindukusch. Hat wer einen Globus zur Hand? Und dank Google haben wir das dann gefunden, wo das ist. Die in Berlin würden heute noch den Globus drehen. Mit Licht natürlich für die Nacht und das Ambiente im Verteidigungsministerium.


Deutsche an die Front.
Kaum waren unsrere Soldaten dort, hieß es: “Wir sind doch gar nicht dafür ausgerüstet…” So als Bürger fragt man sich ja, mit was sind die dann dort? Wollten wir nicht mal den Ostblock besiegen? Naja, irgendwann kam die Meldung, Verteidigungsministerium hat kein Geld mehr… sie müssen sparen, aber dennoch schicken sie unsere Soldaten dahin. Der Afghane ist ja auch nicht doof, der sieht ja so ne Luschitruppe. Und schon schmeißen’s Bomben auf unsere Jungs. Weil das keine guten Nachrichten sind, darf niemand mehr verbreiten, wie viele Bomben auf unsere Jungs gefallen sind, wer drauf ging dabei. Nachrichtensperre von ganz oben. Und obwohl Bomben fallen, unsere Truppe ja gar nicht für den Einsatz ausgerüstet ist, selbst die Geheimkommandos nicht, müssen sie dort bleiben. Sind schon übel dran unsere Jungs. Jetzt überlegen Tschibo und andere zu expandieren und dort paar Büdchen aufzustellen. Tschibo hat ja auch Ferngläser im Angebot, nicht nur Handys und Unterwäsche. Ferngläser und Nachtsichtgeräte von Tschibo für die kämpfende Truppe. Billiger als es das Amt in Berlin besorgen kann. Kann der Soldat sich vom Sold kaufen. Das mit dem Versorgungsengpaß wird dann schon noch. Also, auf dieser Grundlage ist das alles ausbaufähig.
Deswegen war die Truppe auch im Kongo. Deutsche Fahne wieder im Kongo.


Deutsche an die Front.
Und als die dort waren, haben die Schwarzen sich bald umgebracht. Die sind mit Panzer aufgefahren, so nem alten Zeug. Aber nicht mal einen Leopard hatte Berlin unserer Truppe mitgegeben. Wenn sie den gehabt hätten, wäre das Gelumpe schon bei Sichtung freiwillig auseinander gefallen. Unser Leopard schießt noch mit 60km/h im Sprint einen Apfel vom Kopf des Kongolesen. Wie beim Tell in der Schweiz. Da wird doch unsere Truppe noch mit so altem Geschirr aus der DDR fertig werden, was die Kongolesen als Errungenschaft feiern. Aber nein, Kongolese schießt mit Panzer alles klein, und dabei war unsere Truppe dort, um das gerade zu verhindern. Aber die Flagge steht zumindest am Strand vom Kongoland, abgesichert durch drei Schiffe weit draußen auf dem Meer vor Afrika.
Und deswegen dürfen wir nun vor Israel mit unseren Schiffen herumfahren. Kongo hat sich bewährt, war ein voller Erfolg. Sind’s gleich auf den Zug gesprungen in Berlin, als der Chef der UNO fragte, wer will. Wir haben noch Soldaten, nix wie hin mit ihnen…


Deutsche an die Front.
Haben’s erst Scheindebatten geführt, getarnt als nationaler Grübeltag, ob oder ob nicht, aber die Schiffe waren schon aufgetankt. Und unser Wehrchef hat gesagt, die Raketen fliegen nicht sooo weit, die die abschießen. Damit hat ja unsere Flotte keine Erfahrung. Seit die DDR nicht mehr ist, dümpeln die Schiffe in der Ostesee rauf und runter. Nix mehr los dort. Kein Flüchtling im Wasser. Nix. Vielleicht mal ein verirrter Finnwal. Aber sonst ist dort alles tote Hose. Und weil die Marine das erst mit den fliegenden Raketen üben müssen, sind ja keine Sternschnuppen, stehen sie so vor der Küste, daß sie nicht getroffen werden. Offiziell war das ein diplomatischer Schachzug vom Außenministerium, daß die Mullahs einlenken. Hat er so getan, als ob ihm das Kopfweh verursacht, wenn er nicht ganz ans Ufer darf, sondern nur mit Sondergenehmigung der Mullahs, aber im Hinterkopf hatte er das ja nicht anders im Sinn gehabt. Und schon war unsere Truppe vor Ort im Einsatz. Im Libanon die deutsche Fahne, das hat was. Selbst unser Kaiser hat das damals nicht geschafft, was eine ostdeutsche Pfarrerstochter nach knapp einem Jahr bewerkstelligte.

Das ist doch was.

Gibt es nicht noch irgendwo Krieg, wo unsere Jungs hinkönnen? Nicht noch irgendwie etwas vorhanden, wo man bißchen nachhelfen kann? Da in Georgien sieht’s doch gut aus. Die kappeln sich doch mit den Russen. Gehen wir hin, sind wir dann vor und hinter Rußland, haben die in der Zange dann. Schröder als Bittsteller von Putin und Gasprom in Berlin bei der Pfarrerstochter. Das ist doch was. Und da kriegen die Zwillinge in Polen dann aber richtig Schluckauf. Danzig und das Riesengebirge ist dann wieder uns und die können zu den Letten ziehen, bis wir dann dort auch unser Fähnchen hinstellen.

So kleine deutsche Fähnchen auf dem Globus verteilt machen sich doch einfach gut, oder nicht?

Tags: Amerika, Berlin, DDR, Geo, Land

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