Nachgedacht
Heute ist Heute, und was Gestern war ist Vergangenheit. Nicht nur weil Amerika heute wählt, auch weil seine Durchlaucht auf einmal wieder anfängt herumzuschwulen. Anders kann man diese Art des nachdenkens nicht bezeichnen. “Was schert mich mein Geschwätz von gestern” (Konrad Adenauer CDU). Und ich als schwuler Uzer und Schenner darf diesen Begriff verwenden, dies wurde mir hochamtlich von einem Journalist des führenden Presseorgan in Frankfurt bestätigt. Nur für den Fall, falls jetzt einer seine Handtasche holen und damit herumwedeln will.
“Als verantwortungsvolle Politiker haben wir die Pflicht uns nun über politische Konstellationen Gedanken zu machen, nicht über Neuwahlen zu reden.” (04.11.2008)
Das war heute nachmittag. Und da schaut der Fürst mit seinen Untergebenen Richtung Wald, sieht so ein paar Sonnenblumen herumwelken, dazwischen den Sohn der Wüste stehen, lächelt und breitet die Arme aus. Nur, der Sohn der Wüste hat nicht vergessen… Nicht umsonst hat er Roland Koch nicht die Hand gereicht - nach dem Wahlkampf. Die Maul- & Klauenseuche ist nämlich übertragbar und wenn es nach dem Fürst gegangen wäre, würde heute Tarek Al-Wazir in der Wüste Sand sieben - mit all denen, die hier nicht hingehören. Und nun denkt sich seine Durchlaucht so ein Wüstensohn ist ein hessisches Landei, man könnte es ja mal probieren. Die hessischen Landeier, so spekuliert er, würden ihn auch wählen. Zu mehr hat es an politischen Verantwortungsbewußtsein nicht gereicht. Warum auch? Bis zum Jahre 2013 kann Fürst Roland nun auf der Jamaika-Fahne, die den hessischen Thron ziert, herumsitzen und angestrengt nachdenken, somit seine politische Verantwortung gegenüber dem Land Hessen zeigen.
Jamaika würde funktionieren wenn:
1. Roland Koch in den Ruhestand geht, bestenfalls noch sein Mandat als Abgeordneter auslaufen läßt. … oder …
2. Al-Wazir ebenso den Rückzug antritt, in die Bundespolitik überwechselt. Aber das wäre dann der Todesstoß für die Sonnenblumenkinder, falls dann der Nachfolger von Al-Wazir mit Fürst Roland ins Bett steigt.
Die große Koalition … tja… noch ein Wortbruch? Müßte Roland Koch ebenso zuhause bleiben. Und wer soll die SPD nun führen? So ein Dorfei, was auf einmal ein Gewissen nach 8 Monaten Sendepause entdeckt?
Und der Rest ist ja nun Geschichte. In der FAZ reiben sie sich genüßlich die Hände, die Triumpffahrt des Kapitals wird da seitenweise ausgebreitet, die Auflage dermaßen hochgeschraubt, daß in Oberrad ein Papiercontainer mit der heutigen FAZ-Ausgabe aufgefüllt wurde. Wer da wohl vorsorglich eine Maßnahme betrieben hat? In der FR die Enttäuschung überwog und die Bild titelte: Lügen habe kurze Beine. Stimmt auch nicht, denn der BILDblog belegt: Ist der Ruf erst ruiniert, schreibt es sich ganz ungeniert. Die Wahrheit man sich dann vor Gericht erstreiten muß.
Der Tenor aber dahingehend, daß der Wortburch von Andrea Ypsilanti “Nicht mit den Linken” für das Desaster verantwortlich zu machen ist. Die nun aufkommende “Ehrlichkeit” in der Politklasse, die kostet nun, vor allen der Jugend viele Jahre ihres Lebens, weil ein paar Landeier auf die Show von Walter reingefallen sind. Das Gewissen lassen wir mal weg, wer 8 Monate schweigt, zig Abstimmungen mitmacht, an den Verhandungen teilnimmt, alles absegnet, und dann “Ätschibätschi” ruft, hat kein Gewissen mehr. Für das eigene Befinden werden Dritte, unbeteiligte Demokraten mit über die Klippe geschubst. Das ist eben der inzwischen salonfähige Kollateralschaden. Wie bei der Finanzkrise: Hauptache ich habe die Hängematte…
… so wie ein Bundeskanzler noch heute unter Gedächnisschwund leidet, nicht mehr weiß woher er alles Geld hatte, ein Graf mit schwarzen Köfferchen erwischt wurde, dennoch die Füße hochlegen kann, eine brutalstmöglichste Aufkläung das Schweigen der Lämmer nach sich zog (Teil 712) mit noch mehr Gedächnisschwund, aus “keine Mehrwertsteuererhöung” es dann sogar 3% wurden, ein Verkehstminister nun einen dreimonatigen Blackout vorzuweisen hat… ein Ba(h)nkrottmächer mit Millionen Euros belohnt wird, der nichts anderes tut, als Volkes Staatseigentum weit unter Wert zu verschwerbeln. Dafür verschweigt er sogar Achsenrisse dem zuständigen Amt. Hat nix, kann nix, läßt alles vermodern und kriegt 1,15 Millionen Euro für besonders gute Leistungen. (Möhrchen-Affäre)
Trotz des politischen Desasters allerorten werde ich zu den Neuwahlen schreiten, die irgendwann kommen, spätestens 2013. Mein Kreuzchen bekommt wieder der Sohn der Wüste, nicht nur aus Tradition zu den Sonnenblumenkindern. Der Mann ist Gold wert, mit zwei süffisanten Sätzen hat er die Regentschaft des Fürsten in der Luft zerfleddert. Dazu bräuchte der Fürst mindestens drei Ausaben plus den Sonntagsteil der FAZ, wollte er mit gleicher Münze zurückzahlen.
Das Wort zum Mittwoch von Roland Koch
Verfaßt unter…
Zeit: 50 min.
Getränke: Cola
Verzehr: —
Musik: Sinéad O’Connor - Sean-Nos Nua







Mittwoch, 5.November 2008 21:07Sollte da am Ende eine Koalition der CDU mit den Linken im Gespräch sein? Bei dem Rumgeeier würde mich selbst das nicht wundern
Mittwoch, 5.November 2008 22:26Interessanter ist doch nun, wer da alles die Finger angeblich im Spiel hatte und wieviele Silberlinge der Preis waren
Donnerstag, 6.November 2008 18:10Das ist doch in den wenigsten Fällen bekannt geworden. Aber bis zur Neuwahl im Januar ist ja noch etwas Zeit. Wenn das bis dahin an die Öffentlichkeit gelangt, könnte das interessante Auswirkungen haben.