Nur Mut, Andrea
“Keine Atmepause, Geschichte wird gemacht, es geht voran…”
In Hessen ist es mit der beschaulichen Ruhe vorbei. Andrea Ypsilanti (SPD) und der Sohn der Wüste Tarek Al-Wazir (Bündnis 90/Die Grünen) sind sich einig geworden, wollen zusammen eine Minderheitsregierung unter Duldung der “Linken” wagen.
Am 4. November ist der Tag der Wahrheit. An diesem Tag wird in Hessen vom Hessischen Landtag die neue Führungskraft gewählt - oder auch nicht. Andrea Ypsilanti wagt den Schritt - eine mutige Frau - mit einer plus-Stimme im Sinn, sofern das Unbekannte in dieser Rechenaufgabe nicht doch noch einen dicken Strich durch die angedachte Endsumme macht. Und das mit der Endsumme ist so eine Sache…
Nach des Bürgers Wahl wurde der Landtag neu zusammengesetzt, alle zählten zusammen, es reichte vorne und hinten nicht. Seine Durchlaucht Fürst Roland lehnte sich mit einem Grinsen und der Gewissheit zurück: “Das gett und werd nix da unten.” Die Tage kamen, die Tage gingen, die Nächte kamen und eines Tages rumorte es ein wenig vor seiner Durchlaucht und eine neue Variante eines Bündnis machte die Runde: Rot/Grün durch die Duldung der Linken. Seine Durchlaucht fiel aus dem Bett, hatte er doch dem Volke viele Jahre Aufrichtigkeit und vor allem Ehrlichkeit beigebracht. Und nun das: Eine Frau bricht das von ihr gegeben Wort. Dabei weiß doch ein jedes Kind: Ein Mann ein Wort, eine Frau ein Wörterbuch.
Und das Wörterbuch von Frau Ypsilanti beinhaltet u.a.: Roland Koch muß weg, egal wie und keine gemeinsame Sache mit den Linken.
Und nun?
Es ist doch ganz einfach, es gilt das hehere Ziel: Roland Koch seinen Ruhestandsthron wegnehmen. Eben rational denken, zum Wohle des Volkes. Und das hat einiges an Wirbel verursacht.
Dagmar Metzger aus Darmstadt - auch eine mutige Frau - wählt Andrea Ypsilanti am 4. November nicht. Mit den Linken kann sie nicht, hat sie nie gewollt, was ja auch Ypsilantis Aussage vor der Wahl war. Das ist schon eine Stimme weniger, bleibt noch eine Stimme im Plus. Und das wird wahrscheinlich die Stunde der Heckenschützen werden, denn Männer sind feige, obwohl der Volksmund vom starken Geschlecht immer erzählt. Piffedeckel. Männer sind von Grundauf viel viel feiger als die Damen der Welt, haben kein Rückgrat und sind die größten Sprechblasenträger/-vermehrer auf diesem Globus. Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Jürgen Walter wird nicht dem angedachten Kabinett angehören, sichert aber Andrea Ypsilantis seine Stimme zu. Hermann Scheer bekommt nun doch nicht das Superministerium und das Umweltministerium geht an die Grünen, an den Sohn der Wüste - logisch. Und so ist so manches Traumgebilde beim zimmern der angedachten Stategie Roland Koch abzulösen, schon im Vorfeld zerbröselt. Ein Grund für Heckenschützen um auf Andrea Ypsilanti anzulegen. Der Heckenschütze wird, wenn er denn seinen Auftritt hat, eher aus den Reihen Ypsilantis kommen, als denn woanders her. Denn noch haben die Linken in Hessen den Luxus ihre Haut erhlich zum Markt zu tragen. Noch… das ändert sich aber im Laufe der Jahre und wird ihnen nicht anders ergehen, wie den anderen Parteien vor ihnen auch.
Nichtdestotrotz spricht nun seine Durchlaucht und die um ihn herum Ergebenen vom größten Wortbruch aller Zeiten - trotz Barschel. Die hessischen Christdemokraten pilgerten sogar nach Berlin, spannten die Bundeskanzlerin ein: “Du Angela, sach doch aach mal was…” Und Angela ging zum Kurt… Nun ist Kurt nicht mehr, ist wieder heim in die Pfalz, hat die Schnüss von Berlin voll gehabt… Alles vergebens und dann besitzen noch einige Hessen die Frechheit zu fragen: “Wo liegt denn Berlin? Sitzt da wer wichtiges für Hessen?”
Wie Rumpelstilzchen führen sich deswegen nun einige in den Reihen seiner Durchlaucht auf, dabei stammt doch auch der Spruch “Was schert mich mein Geschwätz von Gestern” von ihrem Übervater Konrad Adenauer. Und auch seine Durchlaucht glänzte nicht gerade duch Standhaftigkeit eines gegebenen Wortes, sein schmierenkomödiantes Verhalten im Bundesrat ist auch nicht vergessen. Und dann dieses rechtslastige Herumgehampel, vom seinem hessischen Allgemeinswissen mal ganz abgesehen. Und weil nun die Pfründe schwinden, geht es jetzt los: Zwei Wochen christlich demokratisches hauen und stechen auf Links, SPD und die Grünen.
Der Todeskampf des Roland Kochs.
“Mit Rot-Rot-Grün werden alle verlieren”
“Ein katastrophales Signal” meint die CDU, von “historischem Wortbruch” spricht die FDP. Auch Fraport-Chef Wilhelm Bender kritisiert die rot-grüne Koalitionsvereinbarung. Link
Und natürlich darf Fraport-Chef, seine Durchlauchts Busenfreund Wilhelm Bender, nicht fehlen. War doch ihr gemeinsames Wirtschaftssignal für die Region so schön von ihnen zum Wohl des Unternehmens geschnürt worden… und nun das da…
Scheiß Weiber, gelle?
Das werden nun unterhaltsame zwei Wochen. Ich persönlich denke ja, daß die Stunde des Heckenschützen kommt; Mann ist nicht manns genug, um Frau gewähren zu lassen. Davon kann Heidi Simonis ein Lied singen. Ihr Stichtag war der 17. März 2005 in Schleswig-Holstein. Aber der Norden nicht Hessen ist…
Deswegen… nur Mut Andrea: “Keine Atmepause, Geschichte wird gemacht, es geht voran…” It’s a long Road
Links:
Koalitionsvertrag in Hessen: Die Gewinner und Verlierer (FR)
Rot Grün steht (FAZ)
Verfaßt unter…
Zeit: 90 min.
Getränke: Kaffee
Verzehr: Stollen
Musik: Popol Vuh - Seligpreisung
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Montag, 3.November 2008 20:45Sagens mal, Herr rü, was ist denn da bei Ihnen in Hessen los?
Nun sind die Grünen und die Linken so weit, daß alles klappen könnte, und da kommen so ein paar SPD-Hansels daher und spielen nicht mit.
Montag, 3.November 2008 21:56*abwinkt* ich sag ja,seine Durchlaucht wird uralt da auf dem Thron. Mit der SPD kannst nix mehr anstelle, net mal mehr in Wald geh’n Kinner und alte Leut’ erschrecke kannst mit dene, geschweige dann den Fürst von seinem Thron verscheuchen…
wird Zeit das die unter 5% kommen.