Den Bunker besuchen etwas mehr als 20% mit dem Internet Explorer. Jene 20% sollten sich nun wirklich mal Gedanken über das eine oder andere machen. heise erzählt nun, daß der Exploit-Code, der für die nun bekannte Lücle im IE verantwortlich ist, in mehreren Ecken des Internets aufgetaucht ist – zwecks Weiterverarbeitung. Daß Microsoft nach Bekanntgabe eines kritischen Lecks binnen drei Tagen einen Flicken bereitstellt, ist noch nicht vorgekommen. Das dauert immer in Redmond…. Einziger Trost bleibt vielleicht, morgen trifft es Opera, übermorgen Firefox. Bei letzten genannten “Alternativ”-Browser ist aber zumindest die Rede von drei bzw. 10 Tagen bis ein Pflaster gereicht wird. Irreführend ist der Begriff “Alternativ” in diesem Zusammenhang, der nun überall gereicht wird, auch von der 20-Uhr-Tagesschau, ohne dabei auf die Hintergründe des Lecks einzugehen. Eine schlechte Alternative wäre, wenn ich den Internet Explorer benutzen muß, dieser als Vorgabe gereicht wird. Ich brauche ihn nicht mal für den Download des Firefox, wie es oft noch als “Fußnote” in Foren gereicht wird. Ich habe den IE auch früher nicht gebraucht, denn auf einer Diskette paßte Opera. Heute habe ich meinen Stick für den Neubeginn, für unterwegs, den Download anderswo. Aber es gilt auch, weswegen ich es nun dabei belasse: Jeder ist seines Glückes Schmied.
Und momentan schmieden die DE-Verleger in einer Allianz gegen Google so allerlei zusammen. Eine Kartellklage gegen Google macht den Anfang und Goethe murmelt an der Ruh‘: Walle walle, manche Strecke, daß zum Zwecke Wasser fließe…
Jaja, das liebe gute Geld, eine Geschichte mit vielen fragwürdigen Machenschaften im Internet. Daß so manche Zeitung überhaupt Erwähnung findet, überhaupt im Gedächtnis des Internets vorkommt, hat sie Google zu verdanken. Sonst müßten sie unter jedem Artikel zu einem Bannertausch einladen: Bitte baue uns in deine Seite ein. Warum und wieso das eine oder andere in Google vorne steht, anderes nicht, das kann besser die PZ mit Schnurpsel erklären.
Bei den Stadtmenschen, eine Community-Geschichte des M. DuMont Schauberg-Verlages, habe ich mal die Frage in den Raum gestellt: Warum bezahlt der Verlag die User für den massig geschaffenen Content nicht? Das gilt für viele Dinge im Internet, auch für die Blogs der Verlage. Das ist ganz gezielt durch eine mittlerweile fragwürdige Leserbindung, Content anschaffen, Klicks erzeugen, im Rangking aufsteigen… Nebenbei werden Scripte zu seltsamen Unternehmen in den Seiten eingebaut, die nichts anderes im Sinn haben als des Lesers Weg aufzuzeichnen, ihm noch nebenbei Werbung im Großformat, den dazugehörigen Ads-Geschichten, unterzujubeln.
So gibt es z.B. über INFOline zu lesen, ein Dienst der sowohl bei der FAZ als auch der FR zum Einsatz kommt:
INFOnline ist der Anbieter von Internet Audience Measurement Services in Deutschland. Als Service-Dienstleister von AGOF und IVW stellen wir dem Online-Werbemarkt die Leistungswerte zur Nutzung des Mediums Internet zur Verfügung. Mit den auf dieser Basis ermittelten Web-Reichweiten können Online-Angebote erfolgreich effizient vermarktet werden.
Der Dienst könnte nicht viel messen, auswerten, wäre Google und andere nicht vor ihnen so fleißig.
Diese Dinge machen nur Sinn, rechnen sich zudem auch erst, wenn man bekannt ist, nicht nur bei Googles Suchmaschine vorne dabei ist. Ich kann nicht mit den jetzigen Besucherzahlen meines Blogs das von Werbepartnern einfordern, was vielleicht die Frankfurter Rundschau oder die Frankfurter Allgemeine Zeitung könnte. Mein Link, die Blogadresse, ist auch viel weniger wert, als die der genannten Zeitschriften. Und zwischen den genannten Zeitschriften ist auch ein Unterschied auszumachen. Die FAZ taucht in den News viel häufiger auf, als die FR, die nur ganz selten auf der ersten Seite als Aufhänger auftaucht. Die FAZ hat gegenüber der FR einen höheren Wert, ein gewichtigeres Wort, aus der etwas anderen Sicht. Beide Zeitschriften bekommen aber Zulauf durch Google mit Artikel die man entweder bezahlen muß, wie bei der FAZ, oder die gar nicht mehr vorhanden sind, wie bei der FR. Mit nur einem Überschriften-Content durch Google die Leute herbeirufen. Die Aktualität der Beiträge in gewissen Bereichen lassen wir mal außen vor, denn noch muß man bei Google einstellen “Nur den letzten Monat” oder so ähnlich.
Die Frage in der Kartellklage stellt sich wiederholt: Warum schließen die Verlage den Google-Bot nicht aus? Das ist eine Zeile in der robot.txt, die in das Verzeichnis auf den Server geladen werden muß,
# Alle Robots ausschließen
User-agent: *
Disallow: /
und jede Zeitschrift verschwindet nach und nach nicht nur aus dem Google-Universum. Google hält sich an den robot.txt, andere seltsame Robots machen das allerdings nicht.
Nicht klagen, sondern sich mit der Materie Web und Google auseinandersetzen. Die Putzlowitscher Zeitung hilft gerne weiter. Man muß dort allerdings lesen, und nicht nur mit past© dpa-Artikel vervielfältigen können, diese dann als Qualitätsjournalismus aus eigener Hand Google reichen.
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