
Verdächtige Gesellen
Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble weiß das. Deswegen rüstert er auf, will den Verfassungsschutz mit den gleichen Kompetenzen versehen, wie sie das BKA hat. Laut der sueddeutschen sollen Computer online durchsucht werden dürfen, die Daten der Vorratsdatenspeicherung stehen ebenfalls zur Verfügung und da versteht es sich von selbst, daß der Verfassungsschutz auch Lausch- und Spähangriffe in Privatwohnungen durchführen darf. Nicht zu vergessen ist der genetische Fingerabdruck, den dann jeder Bürger abliefern muß, ob begründet oder nicht, das ist dann eine Standardmaßnahme. Und angeblich liegt dieser Entwurf dem Bundesverfassungsgericht zur Prüfung vor. Im Gegensatz zum BKA, der Polizei, hört der Verfassungsschutz ja Flöhe husten. Schon ein verdächtiges Autokennzeichen ruft die Hüter der Verfassung auf den Plan und die Bekundung ein Fan der Gruppe a-ha zu sein, wird nicht ohne weiteres einem abgenommen. Und weil man selbst ja auch nicht dumm ist, dürfen dann die Ermittler auch Straftaten ohne belangt zu werden begehen, um Verdächtige zu überführen – einschließlich der Unterschiebung von Beweismittel. Bruno Kahl, Büroleiter von Minister Schäuble, erklärte auf Anfrage der sueddeutschen, es handele sich um eine Art Wunschzettel des Ministeriums. Das Papier sei ein “Ministeriums-Internum”. Es sei nur im Auftrag von Referatsleitern geschrieben worden, ist quasi ein Arbeitspapier, was man für die nächste Legislaturperiode abarbeiten will.
Am Sonntag haben wir die Wahl. Wir sollten davon Gebrauch machen! Trau schau wem. Abwehrmaßnahmen gibt es dann ab Montag im Internet.
Verfaßt unter…
Zeit: 50 min
Getränke: Kaffee
Verzehr: Haferflocken mit Milch und Kakao
Musik: Würfelmodus foobar2000
Genre: Drum ‘n’ Bass
Tags: Datensicherung, Schäuble, Sicherheit
















