Wolf im Schafspelz


MySpace entfernt Profile 29 000 vorbestrafter Sextäter; so eine Meldung der Rundschau. Und weiter:

Der rapide Zuwachs von Triebtätern auf MySpace “schreit nach Taten”, sagte der Generalstaatsanwalt des US-Staates Connecticut, Richard Blumenthal, laut BBC.

:head: Vielleicht deswegen die Aufstockung von 50 Cybercops im Hessenland, die nicht nur der Kinderpornographie Einhalt gebieten sollen, obwohl man auch weiß, daß ein Zugriff erschwert wird, weil sich alles im Ausland abspielt, obwohl man dann doch im eigenen Hause fündig wird. So recht verstehe ich das ja alles nicht.

:head: Einerseits ist ja gerade diese Generation die es betrifft, aufgeklärt bis zum abwinken, zumindest sollte man dies annehmen. Das Sexualleben fängt mit 15 Jahren spätestens an, wie die Diskussion um das Tächtelmächtel in der Türkei aufgezeigt hat. Nicht umsonst auch der nun endlich zu habende Nacktcheat für Lara Croft. Frau Croft nackt als Cliffhanger – das belebt doch das angestaubte Jump & Run-Genre in der Antike. War sogar einer Zeitschrift eine Bildreihe wert – wo es eben hinfällt. Darüber hinaus hat dieser Porno-Videokanal regen Zulauf, gibt es nicht nur Webcam-Events aus dem Jugendzimmer zu sehen. Vielleicht deswegen hierzulande Stirnrunzeln, weil Google den Link rausnahm, obwohl doch schon Ersatz sich abzeichnet. Anderseits stehen Warnmeldungen dem gegenüber, die Jugendliche darauf hinweisen, daß in Chats oder Foren nicht alles und jedem zu glauben ist. Die gute Freundin ist nicht immer eine Freundin… Ich dachte ja bisher, dies sei hinlänglich bekannt. Dennoch scheint es noch genügend “naive” Kids zu geben, die dann eine anderwärtige Erfahrung machen (müssen). Vielleicht ist in Amerika wieder alles anders und ob man das 1:1 auf diese Region der Welt umsetzen kann, weiß ich nicht.

Ich kenne einige Beispiele wo dann enge Freundschaften aus flüchtigen Chatbekanntschaften wurden, sogar die Liebe für das Leben gefunden wurde - zumindest für das Jetzt. Peter fand ich über das “inside” (lange vor dem Internet, aber “ähnliches” System), Krishan und Kathy spielend über UO, genannte im RL (reales Leben) getroffen. Mit dabei war aber auch keine Erwartungshaltung, wie sie vielleicht heute miteinhergeht, vielleicht in dem Sinne, die Liebe für irgendwas oder eine Nacht zu finden. Es wäre jedenfalls schade, wenn man nur noch mißtrauisch den anderen Nick beäugen müßte, denn das Internet bietet schon eine Möglichkeit interessante Menschen kennen zu lernen.

Ich hoffe jedenfalls für die Kids, daß sie ein Näschen haben, wenn wer sich im Schafspelz an sie ranmachen will. Ein Patentrezept habe ich aber nicht, um so ein Ungemach beikommen zu können. Eben nur meine Nase, die riecht schon, wenn ‘ne Lumbeseckel krummen Ganges zur Tür reinkommt.

Tags: Faker, Internet, Sex, Türkei, Web 2.0

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