Blopps – Narrenhände beschmieren Tisch und Wände

Das höchste Gut des Menschen ist mittlerweile seine über Grenzen hinaus ausschweifende Mitteilungsbedürftigkeit, die nicht eingeschränkt werden darf. Irgendwann steht dies so ähnlich an erster Stelle in jeder Verfassung. Warum nicht gleich eine Couch aus der Ecke des Internets in die Mitte des virtuellen Raumes aufstellen und iUser soll mal einen Seelenstriptease hinlegen. Da käme bestimmt hochinteressantes zu tage. Dürfte auch aufregender sein als jedes Twitterfleckchen mit Blopps.


Narrenhände…

Anderseits, Welt braucht ja auch für das Dasein im virtuellen Raum Spielzeug. Ein Spielzeug was noch einfacher funktioniert als alles bisher bekannte in der Mitteilungsbranche. Und das ist eben Blopps verteilen. Ein Rechtsklick irgendwo auf der Seite seines “Vertrauen” und schon kann man seinen Senf hinterlassen – ohne Captcha. Das Gute an diesen Geschichten ist – was ich nicht weiß, macht mich auch nicht heiß, was ich nicht sehe noch weniger. Und so 30 Blopps wollen auf einer Seite auch gelesen werden… klick… klick… klick… klick… *grummelt* Schnauze voll. Welt hat eben zu viel Zeit, nichts zu treiben. Ich setz’ mich ja lieber ins baldige grüne Idyll, laß es mir gut gehen. Und wer über 140 Zeichen hinaus nichts von sich geben kann, dessen bloppiges Gestammel dann auch nicht zur erlesenen Morgenlektüre gehört.

Gibt es nicht so einen (anti-) DAGEGEN Twiiterbloppbutton?

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