Schon mal bei einen Ameisenhaufen gesessen und das muntere Treiben beobachtet? Wenn nicht, sollte man das mal tun, vor allen die Zubringer unter Augenschein nehmen. Auch wenn man vielleicht nicht den Drang verspüren sollte, ein fleißiges Völkchen bei der Arbeit zusehen zu wollen, so kann man daraus einiges an Schlüsse ziehen. So gibt es Käfer, die haben verloren, wenn sie nur in die Nähe eines Ameisenbaus kommen. Andere Käfer hingegen marschieren da durch wie Panzer. Die juckt das herzlich wenig, was so eine Armee an Ameisen am Wegesrand auffährt und veranstaltet. Weichtiere wie Würmer haben keine Chance. Entdeckt eine Ameise so einen Wurm, muß er sich sputen, denn viele Ameisen sind dann des Wurms Tod.
Gleiches System aus der Natur wollen Forscher für die Würmerbekämpfung am PC einsetzen. Mein Vater hat das nie verstanden, Würmer unterwegs, in seinem PC… und nun noch Ameisen. Das große Krabbeln kann beginnen. Nun lebt mein Vater nicht mehr, muß auch nicht viele Bücher wälzen um die nun alles entscheidende Schlacht auf dem PC nachvollziehen zu können. Ich weiß nun auch nicht, inwieweit in der Natur Würmer gegen Ameisen bestehen können. Hierzulande ist der Regenwurm ja nicht gerade etwas um Ameisen beeindrucken zu können. Auch ein Fuchsbandwurm beeindruckt nicht das krabbelnde Völkchen. Aber so ein Fuchsbandwurm ist für den Menschen nicht ohne. Deswegen geht auch die Mär um, daß man Wildbeeren nur von den obersten Zweigen eines Strauches essen soll, nie soll man sich von unten bedienen, auch wenn sie noch so lecker aussehen, denn da schleicht der Fuchs herum. Das ist natürlich Blödsinn. Vorteil im Rhein-Main-Gebiet dieser Versuchung zu widerstehen ist die Tatsache, daß zu viel luftiger Müll auf den Beeren anzutreffen ist. Eine Beere nasche ich mal, dann ist gut.
Wie dem nun auch alles sei, eine Ameise ist ziemlich wehrhaft und sehr mitteilungsfreudig. Das wollen sich die Forscher zunutze machen, die Ameisen ins Netz setzen und diese Würmer aufspüren lassen. Hat eine Ameise so einen Wurm entdeckt, hinterläßt sie eine Duftmarke, die wiederum andere Ameisen anlockt. Man kennt das Verhalten vielleicht von der Wiese her, man sitzt da gemütlich auf seiner Decke, kommt eine Ameise. Man schubst sie weg, kommt sie heimlich wieder und zwickt einen. Dabei zwickt sie nicht nur, sondern teilt ihrer Umwelt gleich mit, hier ist ein böser Bube, nieder mit ihm. Dann kommt noch eine Ameise… und dann packt man genervt seine Decke zusammen, zieht auf einen anderen Fleck der Wiese um, bis man wieder entdeckt wird. So ähnlich soll das auf dem PC ablaufen. Diese Variante ist effektiver, zudem ressourcenschonender als eine Abwehrmaßnahme (Virenscanner) mit vielen tausend speziellen Signaturen, die Würmer bekämpfen. Ein erster Test in einem Netzwerk, wo keine Abwehrmaßnahme installiert war, verlief erfolgreich. Ameisen sind aber ziemlich intelligent und von deren Effizienz kann Mensch noch etwas lernen. Deswegen müssen Wachposten auf dem PC aufgestellt werden, nicht das der eigene PC von den Ameisen übernommen wird, somit zu einem Ameisenhaufen wird. Denn was Feind ist, daß vermitteln sich die Ameisen in einem Lernprozess. Es braucht auch nur eine Duftnote falsch gesetzt zu werden… siehe Stichwort “Wiese”.
link: The H-Security (heise)
Verfaßt unter…
Zeit: 30 min
Getränke: —
Verzehr: Milch mit Haferflocken und Kakao
Musik: Loop Guru
Loop Bites Dog (Riley’s Ants)
(Video = Ersatz)
















