Zufällig den “Aufschrei” im Internet verfolgt, als die ganz schlauen Experten bemerkten, daß ihnen iTunes passend zum gespielten Song einen Interpreten-Vorschlag mit Bildchen reichte? Spionage! Ein Aufschrei Mitte Januar, obwohl sich iTunes mit diesem Feature schon Ende 2005 präsentierte und sogar auf ihrer iTunes-Homepage veröffentlichte. Es gab und gibt sogar Bildchen dazu, wie man das abschalten konnte/kann. Ohjeee… eiderDaus. Und im Firefox-Ländle ging es dann auch gleich zur Sache. Habe mich dort nicht gerade mit Ruhm bekleckert, aber mich erfolgreich gegen die trollsche Sippenhaft gewehrt.

Andertags kamen die Updates der einschlägigen News-Seiten, worauf man sich so gerne stürtzt. Aber kein Wort davon in den Foren. Von den erhobenen Spionagevorwürfen war nicht mehr viel übrig geblieben. Einzig gegen de-Recht Apple verstoßen hat, weil sie nicht extra bei der Installation darauf hingewiesen haben. Das ist de-Recht, gilt zu achten und da hat Apple.de einfach gepennt. Aber von einer böswilligen Attake auf des Users Daten, die so einen Aufschrei rechtfertigen, war und ist Apple weit entfernt.

Interessanterweise sind jene Trolle, die solche paranoiden Anwandlungen gerne von Haustüre zu Haustüre im Internet herumtragen und sich damit als “Experten” ausgeben – Thema Google -, recht schweigsam, wenn es um ihr liebstes Stück, den Firefox-Browser geht. Schweigen, als wieder Heise posaunend einen “Ping” verkündetet, den Firefox in der neusten Nightly-Version von sich gibt (nein, das bedeutet nicht, daß in der aktuellen Fx-Version es vorhanden ist und bedeutet auch nicht, daß es kommen wird. Und ob und wie… warten wir einfach bis 1.61 Beta1 zu haben ist). Schweigen auch darüber, daß auch Firefox ungefragt Daten verschickt, wie jeder andere Browser auch, der eine Internetseite ansteuert. Will ich, daß Google weiß, mit was und wie ich ihr liebstes Kind betreibe, woher ich komme und ob ich vorher schon woanders war? Das ist nämlich die erste Seite die sich nach der Installation öffnet – Thema Referer. Aber wie schon im Firefox-Ländle geschrieben – 1 Meter ist nicht immer 1 Meter. Aus iTunes wird ein Dialer und alle in der Musikbranche sind nur darauf aus, den Internetreisenden zu fesseln, auszuhorchen, zu knebeln und überhaupt sind es die schlimmsten Verbrecher, denn die Großen setzen die Kleinen so unter Druck, daß diese ja auch nur spionieren, lauschen, alles und jeden hintergehen etc.pp.
Von paranoiden Internet-Benutzern kann man eben nicht viel verlangen – weder das sie ihnen nicht bekannte Seiten trotz Link-Reichung lesen, noch daß sie Meldungen überprüfen, noch daß sie ihr Hirn benutzen. Und bei so viel Engagement für die Rechte des Einzelnen, fragt sich S.i.T. natürlich, warum halten sie die Finger still, wenn es um das CDU-Papier für die hier lebenden Muslime geht oder um das nette scrobbler-plugin?

Muslime sind eben keine Software, die man sowieso nicht benutzt und last.fm liefert schließlich für einen selber eine schicke Statistik incl. “Amazon-Deep-Links”. So sind nun mal die Forenbewohner, sei’s drum. S.i.T.

[update: heute gab Apple bekannt, daß der User nun vor der Installation darauf hingewiesen wird, daß es diese Funktion gibt, und wie er sie abschalten kann. Also, nichts neues an der Apple-Front]

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