Die Rundschau hat Opera, den Browser aus Norwegen, mit ein paar Zeilen bedacht. Nichts aufwendiges an Text, wer will das da auch machen, sondern eine Art Übernahme. In dem Textblock gibt es zu lesen:
“Was mich zu Opera gebracht hat, ist die Integration: dass man eben nicht nur einen Browser hat, sondern auch einen Mail-Client und einen Feedreader – und Mausgesten als feste Funktion”, sagt Lars Kleinschmidt aus Karlsruhe, Betreiber von opera-fansite.de. Wer zum Beispiel bei gedrückter rechter Taste die Maus nach unten zieht, öffnet einen neuen Tab. “Damit spart man einiges an Zeit.”
Schickes Statement, ne? Lars Kleinschmidt – er gehört schon zum lebenden Inventar von Opera – hat demnach nicht Netscape gekannt, und einen Feedreader hatte damals Opera noch nicht, Mausgesten auch nicht, als Lars Kleinschmidt schon zwischen Norwegen und DE vermittelte, weil ein paar User Opera ohne Werbung haben wollten. Dafür gab es ein ICQ-Quatschtool, das selten bis gar nicht funktionierte. Die Geschichte mit dem IRC lief schon besser, für eingefleischte IRC-Benutzer allerdings nicht das wahre Glück, weil keine Scripte nachträglich eingespielt werden konnten. Und dann vergessen wir mal nicht, daß Opera erst ab Version 5 praxistauglich wurde. Und als die Werbung in Opera verschwand, war Firefox Opera längst enteilt. Und wie war das, als Opera sich einen “Pokal” angelte, der ihnen gar nicht zustand? Die Piraten aus Norwegen hatten’s schon immer faustdick hinter den Ohren. Siehe auch die Marketingstrategie zum werbefreien Browser (Stichwort Geburtstag, kostenlose Freischaltnummer zum werbefreien browsen).
Das Produkt ist ja nicht verkehrt, aber in Sachen Marketing sind die Norweger absolute 00. Als Entwickler dort hätte ich keine Haare mehr, die hätte ich mir bestimmt alle schon rausgerupft. Da hat man was und keiner hat’s. Das ist schon frustrierend. Aber anderseits gehört man einer kleinen Elite an, was ja so verkehrt nun auch nicht ist. Ich gehöre (noch) nicht zu dieser Elite… wegen dieser Scrapbook-Geschichte. Die DE-Community um Lars Kleinschmidt schickte mich ins Ausland, irgendwohin, soll dort lesen, dem Entwickler erzählen, daß Opera dauernd abschmiert. Vermißt habe ich damals den Hinweis auf eine chinesische Seite oder den Fingerzeig auf eine Base nach Rußland, wo die Lösung zu finden ist. Und auf so eine Geschichte wie Scrapbook kann ich nicht verzichten. Ich kann heute noch alle gelöschten Threads aus dem FR-Blog hervorzaubern, wo linkes Klientel inkl. Abraham (jüd. Mitbürger) Welt zeigten, was sie unter bürgerlichen Rechten verstehen. Das war später alles nicht wahr, aber Scrapbook erzählt was anderes. Und jedes mal wenn meine Nase juckt, rechter Mausklick und die Geschichte ist gespeichert – für alle Gerichte der Welt, inkl Screen… für den Fall. Heute, im Dezember 2009, wird Scrapbook hauptsächlich für andere Dinge eingesetzt, man weiß ja nicht, was den Regierungen in diesem Land so alles einfällt. Nachher geht Wissen verloren, weil wer unbequemes einfach für bekloppt erklärt wird.
Erfreulich ist aber, daß Europa sich mit dem Softwaregigant aus Amerika, Mircrosoft, geeinigt hat (Kommentar von der FAZ). Nun kann der Benutzer zwischen vielen Browsern wählen. Traurig ist, daß erst ein gigantisches überbezahltes Gremium in Brüssel dem Bürger die Entscheidung scheinbar ermöglicht. Die Wahl hatte der Bürger schon immer gehabt und das spricht eben nicht gerade für den Bürger in Europa. Irgendwas funktioniert, was da in einem Abstand von 40-50 cm vor dem Monitor sich befindet, nicht mehr.
Ob das Opera hilft, die den Prozess ins Rollen brachten, den Marktanteil zu ihren Gunsten zu erhöhen, darf bezweifelt werden. Da muß schon mehr passieren, z.B. ein Totalaussetzer bei Mozilla (Update Firefox 3.5.6). Die Wideget-Geschichte hat Opera auch nicht vorangebracht. Chrome, der Browser von Google, auf den Sprung zur Version 4.0, dümpelt ebenfalls weit abgeschlagen in der Browserstatistik auf den letzten Plätzen herum, trotz Adblock und Co. (Add-on).
Vielleicht würde es Opera helfen, wenn herauskäme, daß Amerika durch die Browserdominanz Europa ausknocken will, denn so ganz klar sind die ja auch nicht im Kopf, die Amis. Erst so tun…. aber dann. Von daher sollte man auch immer einen Stuhl in Norwegen stehen haben, nur für den Fall, falls…

















Ach hör mir auf mit den Browsern. Hab ich doch im Zuge des letzten Firefox-Updates gedacht, guck ich gleich mal nach aktualisierten Versionen meiner Add-Ons. Gab es auch einige, habe ich mutig auf “Alle aktualisieren” gedrückt und was ist?
Der DOM-Inspector zeigt mir einen XML-Verarbeitungsfehler an, wenn ich mir die CSS-Rules ansehen will. Leider gibt es da auch kein zurück mehr, alte Versionen findet man nicht
Ach Herr Putzlowitsch, du sollst nicht den Ingenieur vom Bauamt spielen, das ist überhaupt nicht angesagt. Tapezieren ist das was Volk soll, 40.000 Tapeten stehen bereit…, net gucken wie das Gebälk aussieht
Was suchst dann für nen alten Nagel? Vielleicht habe ich ja so ebbes in der Kiste. Ich kann mich auch mal rumhörn…