
Robert Mapplethorpes, Meister der Schwarz-Weiß-Fotografie, Ausstellung in Düsseldorf
“Man muß nur einen Namen haben, dann kann man alles machen, alles verkaufen.” Das sagte jemand aus Paris vor ein paar Wochen auf arte, als es auch um Fotografie ging. Jener, dessen Name mir entfallen ist, läuft durch Paris, knipst hier, knipst da, hängt die Ergebnisse auf, und dann ist ein Bild schon mal 10.000 €uro und mehr wert. Ich als Kulturbeutel, von nix Ahnung, aber davon eine Menge, stehe dann davor und kann nur zu dem Ergebnis kommen: “Das kann ich auch mit meinem Knipser.” Mir fehlt eben der Blick für die Kunst im Bild, deswegen knipse ich auch nur, andere fotografieren. Obige Bilder hat die Rundschau mir zum Frühstück hochgehalten. Solche Bilder sind die Eintrittkarten für last-minutes-Sex-Angebote diverser Communitys, wobei linkes Bild als Pornografie gilt. Das Ganze allerdings als Stein in den Grüneburgpark gesetzt, abgelichtet, und schon ist es Kunst, somit keine Pornografie. Jetzt hat Robert Mapplethorpes noch andere Bilder gemacht, aber nur ein Männerhintern holt die Klicks. Deswegen hat die Rundschau den Männerhintern als Eyecatcher auf die Eingangsseite gesetzt. Ganz billiges Medienkino. Das kann ich auch. Nicht nur auf Seite 1 setzen, sondern mit eigenen Bildern meinen Teil zum Kulturbanausentum aus Frankfurt beitragen. Wer die anderen Bilder von Robert Mapplethorpes sehen will, sollte hier mal Station machen. Aber auch da bin ich irgendwie weit vom Feld abgekommen – mein Nachbar macht das auch…

Nicht in Düsseldorf zu sehen, könnt daheim bleiben
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