Keith Emerson von Emerson, Lake & Palmer

Keith Emerson von Emerson, Lake & Palmer

Die Rechtsanwälte Bindhardt, Fiedler, Rixen und Zerbe sind zur Zeit schwer beschäftigt. Der Rapper Bushido (Anis Mohamed Youssef Ferchichi), bekannt durch seine nicht gerade einfallsreichen Texte, hat sie beauftragt Abmahnungen aufgrund der Veröffentlichung von urheberrechtlichen geschützten Musikwerken in peer-to-peer Netzwerken aussprechen. Darüber hinaus wird auch dem Verdacht nachgegangen, ob nicht auch eine Verletzung des Markennamens Bushido vorliegt. Nun muß aber Bushido viele seiner Werke einstampfen, dürfen nicht mehr verkauft werden, da er selber nicht ein Song, nicht zwei, sondern mehr als Finger an beiden Händen von der französischen Gothic-Band Dark Sanctuary abgekupfert, die Urheberrechte mit den Füßen getreten hat. Dürfte einmalig sein in der Branche. Alles nur geklaut… eine beliebt Reihe der Kulturzeit von 3sat. Wechseln wir die Fronten, begeben uns zu Dem Wahren Schoenen Guten, zu Keith Emerson und der Band Emerson, Lake & Palmer.

Heute ist in Frankfurt der Auftakt der Musikmesse 2010 (24. bis 27. März). Das Motto: mission for music!
Und kein geringer als Keith Emerson hat den mit 15.000 Euro dotierten Preis gestern Abend im Frankfurter Römer (Rathaus) überreicht bekommen. Unter diesem Motto hätten sie sich keinen besseren ausschauen können und vielleicht fangen nun die Unbelehrbaren doch mal an nachzudenken, die immer noch herumrennen und erzählen: Ein Keyboard hat im Rock nichts zu suchen.
Alan Parson (Alan Parsons Project/Pink Floyd), Richard Wright (Pink Floyd) und Keith Emerson (Emerson, Lake & Palmer) sind die markanten Eckpfeiler in der Musikgeschichte die den Synthesizer in den Rock als festen Bestandteil, als markantes, aussagekräftiges Musikinstrument, einbauten.

In der Begründung heißt es:

Keith Emerson habe als innovativer Künstler Grenzen der musikalischen Genres durchbrochen und durch sein Keyboardspiel die Technik elektronischer Tasteninstrumente entscheidend mitbeeinflußt.

Ich hätte da ja noch das Wörtchen “wesentlich” eingebaut, denn man hat nicht nur hingehört, sondern vor allem auch hingeschaut. Das mag mag man sich heute kaum noch vorstellen können, vor allem junge Leute dürfte dies kaum möglich sein, aber damals:

“He guck mal, was macht dann der da?”

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