My house is mine
“Das Internet ist fantastisch - man hat keine Lagerkosten, man braucht nicht teuer Platten zu verschiffen. Das macht doch den kleinen Verlust wett, den man hat, wenn ein paar Leute Platten kopieren. Hauptsache, die Musik wird bekannt.”
Jetzt fallen wieder welche aus den Betten, greifen zitternd zum Telefonhörer um sofort Himmel und Hölle in Bewegung zu setzen, damit sowas ja nicht irgendwie groß die Runde macht, 80 GByte am Ohr, nur damit es bekannt wird… Herzattacke³.
Welcher Idiot hat denn das zum Besten gegeben?
Och, nur der Herr Finkenstein.
Wer ist dann das?
Och, naja, also das ist der, wo die Schwulen aufhörten Taschenbilliard zu spielen und anfingen zu tanzen. Mr. Strictly Rhythm aus New York.
Hilft dem hiesigen Musikmanagement, welches da aus dem Bett gefallen ist wahrscheinlich auch nicht dolle weiter, aber immerhin dürfte New York als Anängsel reichen - was wichtiges. Ob sie musikalische Ergüsse aus dem Hause Strictly Rhythm New York vorliegen haben, um diese Aussage einzusortieren, weiß man nicht. Vielleicht haben sie inoffziell, ganz hinten in der Ecke im Plattenschrank, etwas von George Morel oder DJ Pierre versteckt. Wie dem auch sei - Strictly Rhythm ist wieder da.
Sie waren dick im Geschäft, bis Mr. Finkenstein Strictly Rhythm an einen Major verkaufte (Warner). Vorbei, aus die Maus. Das ging nicht nur ihnen so. Hier in Frankfurt sind auch einige Leutchen die Lehrgeld bezahlt haben. Wenn etwas zu bekannt wird, Mainstream, hört es auf Spaß zu machen - alte hessische Lebensweisheit. Und Majors haben es noch nie verstanden, eine pulsierende Basis am Leben zu halten. So war das auch bei Strictly Rhythm. Man konnte das Gesäusel nicht mehr hören, einfach nur zum in die Tonne hauen. Welten liegen zw. den Releases Anfang der 90er und Ende der 90er letzten Jahrhunderts. Für das Cafe an der Hauptwache vielleicht noch gut, aber nicht um eine Houseparty in die Gänge zu bekommen. Die Musik aus dem Hause Strictly Rhythm war leblos geworden - nicht ein Bass hat die Lende erreicht (siehe Ausführungen hier im Text).
Jedenfalls soll nun alles wieder gut werden, Mr. Finkenstein will mit Strictly Rhythm wieder da anfangen, wo die gute alte Zeit aufhörte. Louie Vega ist auch am Start, the Best of Strictly Rhythm … mit Louie Vega, in the Mix. Muß man ihm ja lassen, dem Mr. Finkenstein, da fährt er richtige Geschütze auf. Und jetzt kommt der Hammer, der hierzulande Ohrensaußen verursachen dürfte:
Jede Veröffentlichung ist in den ersten zwei Wochen kostenlos, bis die Strictly Rhythm-Server in die Knie gehen. Danach gibt es alles über iTunes in höherer Qualität. Und hierzulande hat sich Mr. Finkenstein als Partner Tim Renner (Motor Music) angelacht. Besser können die Vorraussetzungen für Strictly Rhythm nicht sein. Jetzt müssen nur noch die Artists nachziehen.
Aber so unter uns, wißt ihr wer noch aufgetaucht ist? Felix da Housecat. Und das hat mich gestern ja total umgehauen. Felix ist wieder da.
Das ist Chicago House und wenn Chicago anfängt, steht New York wieder an der Tanzfläche und spielt Taschenbilliard
(früher zumindest).
Ach, nehmt es einfach mal so. New York ist House für Warmduscher, Chicago was für gestandene Mannsbilder, die im Wald auf die Nase fallen.
So, noch der Link zu Strictly Rhythm
Lust zu stöbern?







Mittwoch, 19.September 2007 15:49Daran kann ich mich auch erinnern, Soft Cell’s Eintagsfliege “Tainted Love” war schon längst aus allen Charts verschwunden, während nicht nur schwule Teens und Twens weiter in überhitzten Tanztempeln halbnackt ihre Nieren zur Scheibe (!) schwangen …
Mein Gott, Marc Almond ist auch schon 50