Es gibt ja Leute, die stehen am Bahnhof, halten ein Schild hoch und nach 8 Stunden gehen sie dann heim. Die Lok blieb im Lokschuppen, die Produktivität an diesem Arbeitstag auf dem 0-Punkt. In der gleichen Zeit wo jene das Schild hoch hielten, würden andere gerne Lok fahren, dürfen aber nicht. Die sitzen dann im Park auf Bänken, würfeln oder laufen zwischen Spielhölle (Lotto, Totto & Rennquintett) und Wasserhäuschen hin und her. Wiederum andere stecken Briefmarken in so ein kleines Büchlein nacheinander rein, die ganz Anderen lungern in der virtuellen Welt herum und meine Wenigkeit hat statt den Krimiabend auf Vox genossen, einen Rock-Sampler zusammengestellt.
Amtlich bedeutet – durchgestylt bis in die letzte Ritze des Ordners, wo Mufin sich die Daten holt und womit foobar das Schaufenster dekoriert (Alben). Ich hatte ja immer so zwei, drei Kruschelordner, wo ich alles reingeworfen habe, denn nicht immer will man ja das komplette Album hören, also dort hinein das Auserwählte. Das ging zwar, war ok, aber nicht sooo der Hit zum hören, weil ja auch Tracks dabei waren, wo der Folgetrack nicht vorhanden war. Bei Alan Parsons Project hört der Track 1 mit dem Rhythmus des Tracks 2 auf, Track 2 nicht da…. kommt was anderes… ja und das ist irgendwie nix. Gleiches bei Biosphere. Sowas kann man Mufin nicht vorlegen, den Gästen schon mal gar nicht. Also entmisten und neu zusammenstellen. Deswegen gibt es nun einen Vorhörraum auf der Festplatte. Da sortiere ich und mache und wenn alles fertig ist, kommt es ins Schaufenster, Mufin kann dann alles in die Datenbank aufnehmen. Bei dieser Arbeit habe ich auch festgestellt, daß Blu Mar Ten mit verschiedenen Tracks einige Male vertreten war. So im Album, auf den LTJ Bukem-Sampler mehrfach und im Kruschelordner auch. Gleiches bei einigen Rockstücken. Wie das so ist, Jäger und Sammler, Backup machen, Platz geht zuneige, auslagern, Platz nun wieder da und viele Backups-CD da herumliegen.
Ich weiß, der Überblick ist mir irgendwie mit der Zeit abhanden gekommen, und deswegen ist es so heute über mich gekommen, einen Electronic-Rocksampler für Groove Garden zusammenzustellen. Und zwar eine amtliche Geschichte.
Von Vorteil ist natürlich wenn man seine Musik kennt, weiß wie die Tracks verlaufen, damit die Geschichte rund wird, eben CD-Format bekommt. Und da Musik aus vielen Wellenformen besteht, sollte die Zusammenstellung eben auch eine solche Welle ergeben, oder mehrere. Und da der Klang eine Geschichte mit vielen Farben oder Grautönen ist, sollte der Sampler, die Zusammenstellung, auch so sein, daß er auch immer wieder gerne angeworfen wird. Future Trance #77 ist nicht das Ziel
Von denen haben wir uns schon 1995 verabschiedet, deswegen Individuellos, frei nach Klaus Dinger.

Bevor man anfängt mit Mp3tag sich alles zurechtzuschieben, sollte man die Tracknummern löschen. Das geht recht fix mit Mp3tag und dann fängt man an. Immer die Tracknummer im Tag (engl.) vergeben und wenn beim Probehören das so stimmt (manuell über Mp3tag Track anklicken), wie man sich denkt, dann über Mp3tag den Pfad amtlich festnageln: 02 Popol Vuh – Wanted Maya.mp3; 03 Ashra – Blackouts.mp3… usw. Teilt man das auf CDs auf, steht die erste Zahl für die CD mit der Nummer 1, die zweite Zahl für die Tracknummer – 01 02 Popol Vuh – Wanted Maya.mp3; 01 03 Ashra – Blackouts.mp3… . Soweit so gut. Jetzt das nächste Highlight.
100 Dateien gehen ungefähr auf eine CD, 20 Dateien ergeben eine Doppel-CD für die, die Gefühle von Gestern ausleben und das Ganze gerne als normale CD hätten, deswegen auch nicht so sparsam von CD rippen; 128er-Format ist was für das Uhrenradio an der Hand, da würde auch schon das 64er-Geschrubbe reichen. Hat man nun so „Monstertracks“ von 20 Minuten dabei – wobei das aber nur kleine Dinos sind, die Berliner machen ja unter 45 Minuten recht selten was… – dann sind das weniger als 10 Tracks auf einer CD. Gibt’s dann drei CDs für einen Sampler. Und die #10 sollte nicht eine Sache sein, die nach hinten raus offen ist. Spielzeiten werden angezeigt, wenn man z.B. 10 Tracks selektiert: 10 (1:05:35). Mit mp3Tag kann man das wunderschön ausknobeln. Eine CD ist rund, bedeutet, jeder einzelne Track sollte so eingefügt werden, daß er sowohl als solches gerne angeworfen wird, als auch den Vorgänger, den Nachfolgetrack miteinbezieht. So gibt es auf der CD auch keine Lückenfüller, es ist Wellenreiten auf einer musikalischen Ebene. Trocken gelesen, ohne das Ergebnis zu hören, liest es sich hier und da recht seltsam, aber es paßt schon. Mehr als 30 Jahre Musikgeschichte sitzen beinander und ergänzen sich wunderbar – The Old and the Young, Krishan und rü, frei nach Roedelius, der mit dieser Komposition hier auch anzutreffen ist. Monokulturen sind Gift für den Geist und der Hit von Heute, ist der Oldie von Morgen. Diese Weisheit kann auch auf die Zeit angewandt werden, denn die gute alte Zeit von morgen, ist immer das Jetzt.

Und ganz am Schluß sollte es auch im Zufallmodus, den man im Player anwählen kann, dann so sein, daß alles zu etwa 90% paßt. Das erfordert alles, wie schon eingangs erwähnt, seine Zeit, aber dafür hat man(n) einen schicken Rockzipfel um die uns Frau beneiden wird
Verfaßt unter…
Getränke: Tee (schwarz)
Verzehr: nix … nur Zigaretten
Musik: Groove Garden (Vault 13 2008.2 | (z.Zt. King Crimson – Lizzard)
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