Soundcheck (2)


Ich habe heute mir mein Tapedeck (DCC) aus der Kiste geholt, zwecks baldiger Digitalisierung einiger Bänder.

Das ist ja auch so was, was ich schon länger machen wollte, aber irgendwie nie dazu kam. Wenn ich ja so einen Radiostream aufziehen würde, könnten zumindest drei Leutchen dann lauschen, was dem Bandsalat bisher entgangen ist.
Aber sooo aufregend ist das nun alles nicht, aber da ist z.B. eine Aufnahme von Klaus Schulze dabei, die hat keiner. Mit Didgeridoo und so. Absolute Rarität. Bootlegs tummeln sich da auch noch irgendwie herum und alte Mixe. Auch skurrile Dinge haben sich da versteckt, wie „Smash-Hits 84“. Keine Ahnung was da drauf ist. Und Muter fragte mich letztens, ob ich noch einen Plattenspieler habe.

So sind Mütter, als ob ich mein Vinyl hergeben würde. Und da erzählte sie, daß die Schallplatten wieder hoffähig werden, die Leute oft danach fragen. Und Mutter hat ja auch einiges, wie seltene Orchesteraufnahmen, Chöre, eben solche Dinge, die sie und Vater gerne gehört haben. Manche Platten, haben ja einiges mitgemacht und durchlebt, wie Nebelbänke im Club, ein 10-Pfennigstück auf dem Tonabnehmer mit der Nadel, weil es gehüpft ist. Ein 1-Pfennigstück hat es da nicht getan ;) Bei solchen Platten ist ja meistens Hopfen und Malz verloren, an einer Digitalisierung nicht zu denken. Bei den anderen kann eine Spezialbehandlung einiges rausholen. Wenn Wasser nicht mehr hilft, gibt es so spezielle Reinigungsgeräte für das gute Vinyl. Ist allerdings nicht ganz billig.
Nahe dem Goethehaus in Frankfurt ist so ein Laden, der hat so etwas. Da kostet auch ein Plattenspieler mal so locker ab 500 Euro aufwärts. Wo DJs mit Technics aufhören, fangen die Jungs dort an. Lautsprecherkabel, der Meter teurer wie ein Verteilerkasten im Keller. Edle Sachen stehen da… für’s nächste Leben. In diesem Leben mag es das andere Zeugs tun, dafür habe ich olle Tapes mit Klaus Schulze. Alles kann man nun nicht haben. Mit Klaus’ Moogs fahre ich aber in diesem Leben eindeutig besser. Im nächsten Leben gibt’s nur so komisches Zeug, wie Natascha und Bohlens „Super Greatest Hits“, weil der gibt ja nie Ruh’. Nee nee, pfui pfui… dann braucht’s auch keinen 1000 € Plattenspieler. Den können sie dann behalten.

Tags: Club, Klaus Schulze, Plattenspieler, Radio, Sound, Stream, Vinyl

Verwandte Artikel

Die Kommentarfunktion ist hier ausgeschaltet.