Datenschrott


Also das kann ich euch sagen, früher war das alles viel besser, oder neulich mit Krishan. Platten aufgelegt, erzählt und da gab es kein Gemache und Getue, die Kiste war rund. Jetzt schlage ich mich mit diesen Datenbankfritzen herum. Und schon habe ich wieder meinen persönlichen Ansprechpartner gefunden. Das ist mir 100pro in die Wiege gelegt worden. Ich finde immer mein Engelchen/Teufelchen.

Zwei Jahre älter als wie ich (wir Frankfurter dürfen das so schreiben). Da denkt man, gut, der wird’s ja wissen - Piffedeckel. Hat nix vorzuweisen, aber alles in Frage stellen. Das ist genau das lieber Herr Amsterdammer, was Wikipedia den Ruf kostet und weswegen ich da schon dankend abgelehnt habe. Gut, irgendwer muß das ja kontollieren. Aber, wenn ich Einwände habe, dann muß ich sie auch begründen.

Erst ist die Sprachwahl nicht recht, weil sie englische Cover haben, meine Platte ein deutsches Cover vorzuweisen hat, dann stellen sie Veröffentlichungen in Frage. Kommen mit irgend so einem Googlefernwehbild an… haue ich denen die Nummern um die Ohren, die gibts, ich gebe sogar die Nummern auf dem Vinyl durch, sind andere als auf dem Cover… och, alles uninteressant. Dann war er irgendwo, der Datenbankaufseher, und dann hat er ein “yes” gegeben. Dann war das Veröffentlichungsdatum nicht ok. Da stand 1975, ich schreibe hin 1974, so wie es auf dem Vinyl steht. Sagt er nein. Schreib ich hin: Cover 1973, Vinyl 1974 und jetzt kommt’s… die einzige Stelle die 1975 verbreitet, ist kdm, der Manager von Klaus Schulze. Habe ich ihm geschrieben, er soll sich die LP anschauen und wenn er sie nicht hat, soll er jemanden suchen, der sie hat (habe sogar die erste Auflage von Brain, überall 73/74). Jetzt ist das “nein” in ein “ja” umgewandelt worden. Der nächste Fall ist “Alias”… habe ich Richard Wahnfried hingeschrieben. Drei “No” dafür bekommen. Dabei steht es auf der Platte “Tonwelle” - DIE Wahnfried Platte mit der Klaus in die renomierten Discos kam: Richard Wahnfried is a brain-wave of Klaus Schulze. Aber nein… Jetzt diskutiere ich mit denen da in England herum, weil ich der Meinung bin, wenn jemand Schulze gerne hört, neu entdeckt, kann Wahnfried auch was sein… und Klaus Schulze kann auch alleine Wahnfried machen, aber ein Gastmusiker in diesem Projekt wie z.B. Jörg Schaaf nicht.. nein, dafür kriegt man Links ins Nirgendwo… nur troubleshooting, alles wegen diesen blöden Fehleinträgen auf last.fm. Die von last.fm wissen auch gar nicht, wo sie den Stecker hinstecken sollen. “Friendship” von Ash Ra Tempel gibt es in drei Schreibversionen bei Artist. Dann sind wir bald wieder bei Ash-Ra-Temple. Und bei “X” von Klaus Schulze sind auf einmal auf der CD Bonus Tracks, obwohl es nur “sechs musikalische Biographien” sind. Wenn es eine siebte gibt, dann ist das aber nicht 1978. Und meine CD-Box und DLP sind identisch - sechs musikalische Biographien mit gleichen Zeitangaben. Bin ich böse geworden. Was ein Stümperhaufen.

Ich habe nur zwei Einträge ausgessert, zwei dazu und zwei Einträge gelöscht, die waren doppelt und ohne ” ” außen am X vom Klaus. Seit zwei Tagen mache ich da rum, an so einem Dreck. Ich habe noch ganz andere Dinger… die kriegen’s net. Wenigstens ist die Tangerine Dream-Platte aus der DDR ohne “no” durchgegangen. Aber ein “yes” war es auch nicht… erst das Pausenzeichen. Und dann ist er irgendwohin gerannt und hat geguckt. Das sind Vögel dort… Internetstecker ziehen, sehen’s alt aus. Da läuft nix mehr. Hier auch net, außer mein Plattenspieler ;)

Nenee, sollen’s dumm sterben, ich habe auf so einen Meinungswissenskram keinen Bock. Was noch offen ist mache ich fertig und das war’s. Da war unsere kleine Datenbank mit Filemaker aber 100x besser und vor allem hat sie gestimmt incl. zig Verknüpfungen. Da hat der Chef geguckt, VÖ steht an, “Gitarrenkram”, und da gingen die Promos gezielt an die richtigen Leute raus. Alles mit der Datenbank. Nicht jeder mag Gitarren, also kriegen nur die die Promos, die Gitarren mögen. Schlechte Rezensionen wg. Gitarrenhaßanfälle brauchen die Acts/Leser nicht. Und wenn man einen Track eingab, kamen alle Platten wo der Track zu finden ist. Bei Artist dann was noch so an Projekten zu finden ist. Und wenn man auf die Platte klickte, kamen dann auch so Geschichten, wo Reviews erschienen sind, welche DJs die gespielt haben, die Playlists von denen. Das war ‘ne Datenbank. Aber ohne Stöpsel nach draußen.

Naja, zwei verlorene Tage und viele graue Haare. Als Trostpflaster habe ich mir den roten “American Spirit”-Tabak für 6,30€ gegönnt. Irgendwie muß man sich ja wieder aus dem Tief rausziehen. Da gönnt man sich eben was gutes. Ich werde mich einfach mal freuen, wenn Krishan mich einlädt und wir Musike hören - alles ohne Streß und Meinugswissen.

/me ziemlich frustriert ist.

Guckt, Kid Loco lief, was steht da - Kate Mosh. Ich mosch die gleich, die englischen Datenbankbetreiber…. :mad:

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