Freunde
Ich glaube, ich habe jetzt so ziemlich alles durch, was es im Web 2.0 so gibt, um nicht mal alleine auf einer Parkbank zu vereinsamen. Wobei man da ja nicht verhehlen darf, eine Parkbank nicht teilen zu müssen, hat ja was für sich. Man kann sich auf die einzige trockene Stelle setzen, man muß nicht den Kavalier raus kehren, vielleicht noch die Parkbank sauber wischen, ein extra dafür mitgeschlepptes Papiertaschentuch zum Einsatz bringen und man kann sich auf dieser Parkbank rumlümmeln wie man will. Die Vorteile liegen da ja klar auf der Hand. Nachteil dieser Geschichte, eine weiche Kopfunterlage muß man irgendwie mit sich herumschleppen… falls… die läuft nicht neben einem her, vorweg oder gar wie ein Hund hinterher. Aber wann braucht man schon eine weiche Kopfunterlage? Statistisch betrachtet ganz, ganz selten. Rechnet sich also nicht, deswegen sich eine Blasenentzündung einzufangen, weil man immer auf der nassen Seite der Parkbank sitzen muß.
Dennoch bin ich überall hin, habe viele Formulare im Web 2.0 ausgefüllt, weil wer in Hamburg mir erzählt hat, man kann Leute von früher finden. Also aus der Schulzeit oder wie auch immer. Das Lockangebot “40 Jahre schulfrei” oder irgendwie so, schwebte somit über jedem Portal. Allerdings habe ich nicht mit einberechnet, daß der Tipgeber, mindestens wenn nicht noch mehr jünger an Jahren ist als wie ich (wir Frankfurter dürfen so schreiben), obwohl ja jüngsten mir aus einem Forum ein “Junge” von einem 40-jährigen Web 1.0-Faker als Schimpfkanonade hinterhergeworfen wurde. Der wollte Welt für dumm verkaufen, seinen stümperhaften Michael Jackson-Remix der Welt als phänomenalstes Ergebnis seit es die Sequenzersoftware gibt, als seine Feierorgie aufs Auge drücken. Respekt vor dem Alter gilt da nicht, der Mann hätte früher aufstehen sollen.
Und die Kunst ist im Jahre 2008 eh verhunzt.
Und Michel Jackson wird 75 Jahre Lebensjubileum feiern, alle Fanclubs der Welt wieder bei ihm Hebamme gewesen sein wollen - Stichwort: “Ich habe auch was dazu getan” - derweil ganz nebenbei im Kleingedruckten zu lesen sein wird: “50 Jahre Mumie”. Einzig in Foren des Web 1.0 und gewissen Webseiten Marke Altbau wird dies alles eine bedeutende Rolle spielen.
Und wenn das neue Album von Michael Jackson denn kommen sollte, was besser, erfolgreicher als “Thriller” sein muß, dann wird das die “Immer lustig“-Nummer der Popgeschichte, obwohl ja alle Songschreiber noch am grübeln sind, wie sie das bewerkstelligen sollen, der “immer lustig”-Faktor so gesehen noch nicht feststeht. So eine Mumie hat schon Ansprüche, die nicht einfach umzusetzen sind.
Aber…
warum sollte es Michael Jackson anders ergehen, als Jean Michel Jarre, Kraftwerk oder Klaus Schulze? Klaus hat wenigstens festgestellt, das wird so nix und dann Snap! machen lassen. Pete Townshend hat’s auch gemerkt… hinterher… Aber das sind Web 1.0-Geschichten, nicht Web 2.0.
Also, der Tipgeber ist ja nun viel jünger, was ich nicht bedachte, und die Seinen dann ja auch und deswegen findet er ja auch, ich nicht, weil mein Jahrgang so ziemlich verschnarcht ist. Doch, anders kann man das nicht bezeichnen. Man trifft ja Gleichaltrige hier und da, aber dann kann man sich gleich ins Grab legen, fällt somit auch auch die Parkbank im hohen Alter aus.
Allerdings muß ich ja auch dazu sagen, daß bei mir das Web 2.0 irgendwie hoffnungslos überfordert ist. Bei meinem Lebenswandel ist eine geordnete Suche, die einen anständigen Lebenslauf voraussetzt, nicht möglich. Ich weiß ja nicht, was Andreas Baader oder Ulrike Meinhof so eingeben würde, wenn es sie noch geben würde. Irgendwie wird das nix mit den vorgegebenen Parametern der Suche. Da müßte das Web 2.0 noch ein bißchen flexibler werden, auch die Alten hinter den Öfen vorlocken. Am besten mit den gefühlten Gefühlen von Gestern, so ‘ne richtige schöne hr1-Packung, daß sie vor Freude aufglucksen.
Aber anderseits… im Endeffekt rechnet sich der Aufwand, den ich da nun betreibe, so richtig nicht, denn so richtig interessieren mich ja nur eine Handvoll Leutchen - vier Mädels, ein Bub (sind ja heute schon alte Leute
). Die Örtlichkeiten habe ich schon mit dem Rad abgeklappert, Telefonbücher geblättert… aber Mädels heiraten, wechseln die Identität, und vielleicht ist der damalige Bub wieder heim in seine Heimat - zuviel „Ausländer raus“ zu hören bekommen. Jedenfalls habe ich im realen Leben niemanden von ganz früher bisher gefunden und im Web 2.0 gibt es nicht mal die Schule, die wir besuchten. Wie will man da jemanden finden? Und gebe ich diese Schule dann als erster ein, sitze ich 20 Jahre alleine da herum.
Statt dessen tauchen andere auf. Dann heißt es:
“Kennst du ihn/sie schon?” Nööö.
“Lade ihn doch ein?”. Nööö. Warum sollte ich? Kenn’ ich doch gar net.
Gestern kam aus der Ukraine eine Einladung Freund zu werden… Aber nicht ein geschriebenes Wort hat die Seite gewechselt. Button neben dem Bildchen drücken, schon ist man Freund oder sowas - oder auch nicht. Man muß ja nicht annehmen oder so. Und ich frage mich ja auch, ob die Leute kein Messenger haben? Also, von meinen Freunden habe ich mindestens die Mailadresse, so hier und da eine Telefonnummer… also, die Freunde muß man doch dann nicht im Web 2.0 suchen. Und selbst wenn nicht, dann gehe ich ins Web 1.0 und klopfe bei A.T. an eine Türe wo Amstidammi drauf steht und frage Amstidammi dann, was Frau Mitchell Baker da so erzählt, was das soll, ob man den Fx 2.0.0.1.7 oder so, zur Seite schieben muß, für den Fall.
Aber mal die Gedanken positiv zu Ende gesponnen, selbst der Fall das Web 2.0 würde mir auf einmal so aus dem Nichts meine Jugendliebe reichen, den Fundus mit “One Way Wind” als Soundtrack garnieren, ich glaube, ich würde vor Schreck den PC ausknipsen, mir eine Parkbank tief im Wald suchen, weil das wäre mir dann doch zu heavy. Ich bin nämlich ‘ne Schisser.
Die Nachtgedanken um die Liebe aus der Jugendzeit auf einer Parkbank zu einem Traumgebilde stricken, ist irgendwie vom Ergebnis immer bleibend und immer schön - mit Happy End. Die Zutaten zu diesen Geschichten sind aber immer andere, wie nun die bunten Blätter der Bäume.
Verfaßt unter…
Zeit: knapp 1 1/2 Std.
Getränke: Kaffee
Verzehr: noch nix, aber gleich Marmeladebrot (Aprikose)
Musik: Groove Garden 11 (Soundcheck-Modus): Kaflaboo - Unit (aka little j) - favourite | Heirophant - Need to Know (Bushmen Freefall Mix) | De-Phazz feat. Pat Appleton - The Mambo Craze (Radio Edit) | Nicola Conte - Bossa Per Due | Astor Piazzolla vs Koop - Vuelvo Al Sur | Arakatuba - Josimar (Fila Brazilia Mix) | Alton Miller - Progression | Ballistic Brothers - Streets are Real | Sine - What’s on your Mind | Event Horizon - Endless Ocean | Kuba - Let go | Future 3 - Look Ahead |Mohan - In the Field
Lust zu stöbern?







Dienstag, 30.September 2008 21:47Ach, was schert mich die rote Mitchell,

Mozilla hat im Augenblick schlechte Karten,
hier und hier .
Und was Cats betrifft und das schöne Lied:
Kannst ja in die TOP 100 von 50 Jahre Nederpop hieven:
klick
Dienstag, 30.September 2008 22:27Abgestimmt habe ich nun
* Cats - One Way Wind
* Focus - Hocus Pocus
* Golden Earring - Radar Love
das artet ja immer aus bei denen… hätte ich mir ja denken können, wollens wieder Gechichtn hören, kann aber kein holländisch, habens Glück gehabt
Naja, solange der PC net zerbröselt, wie bei den Virenupdates in letzter Zeit oder deiner Bojour-Geschichte… kann auch noch 3.0.5 kommen. 
Ich habe Freunde in NL
wg. Fx: Da zerreissens sich wieder das Maul bei golem und Co.
oh… sie haben post, radio2 hat geschrieben, erzählt Thunderbird…