Gegen den Trend
Es gibt ja hier und da die monatlichen Trendempfehlungen für alle Bereiche des Alltages. Diese kann man sich zu Herzen nehmen, muß man aber nicht. Für manche sind diese Empfehlungen das Gebot der Stunde, für andere Schnee von Gestern, deswegen schon gar kein Grund alles Besteck fallen zu lassen um das Gebot sofort in die Tat umzusetzen. Die neusten Trends in Sachen Haarschnitt wird aber einige alt aussehen lassen, so und so.
Der eine oder die andere ahnt es bestimmt, ich war wieder beim Friseur, wie jeden Monat. Nicht nur Augenbrauen zupfen, auch des anner Gestrüpp auf der Kopfhaut zurecht schneiden lassen. Und weil es ja Winter wird, als Designvorgabe “recht kurz” ausgegeben, eben den Sommer bis zum Sommer rumtragen. Und heute war unser Thema beim Haare schnippeln: Frisuren, der kommende Trend. Und ich muß gestehen, ich habe nachgefragt, noch mal mich vergewissert ob ich richtig gehört habe, denn meine Friseuse - junges Mädel, also keine alte Frau - hat erzählt: Der kommende Trend ist so wie die Beatles, nur nicht so volumenös, bißchen dezenter und es wird wieder länger, in der Art wie James Dean. Also, so kurz wie ich sie habe ist out, für den kommenden Sommer schon mal megaout. Da habe ich zu ihr gemeint: “Da werden aber einige Leutchen ein Problem haben, vor allem jene, die dem Jugendtrend nachrennen und schon mit 30 die Haarpracht eines 70jährigen haben.” Hat sie gemeint, daß dies bei jungen Männern häufig zu beobachten ist. Die Geheimratsecken, vorne *Platte”, hinten “Platte”… sind schon früh auszumachen.
Die Leute können ja nichts dafür, aber bei den Mädels ist dieses Phänomen nicht auszumachen. Die verplämpern ja auch nicht ihre Jugend vor dem PC. Vielleicht trifft es die Mädels erst in der kommenden Generation, denn StudiVZ und flickr interessiert sie ja auch. Und wenn Mecki-Köpfe über’s Jahr angesagt sind, weiß man endgültig, daß Monitorstrahlungen haarwuchshemmend sind, gar sensible Bereiche auf der Kopfhaut dem Erdboden gleich machen. Die hintere “Platte” - zu dtsch.: Hinterkopfglatze - sind aber die Nebenwirkungen der LAN-Partys. Ein Zeichen dafür, daß man recht häufig unfähig im Muliplayer-Modus agierte, der Nachbar dann immer wieder mit den Worten “Du Depp” nachgeholfen hat. Man könnte auch den frühzeitigen Verlust der vorderen Haarpartie dem übermäßigen Konsum von Jump & Run-Games zusprechen, also, Möchte-gern-Super-Mario-sein bis zum abwinken.
Ich könnte ja noch locker einen auf Beatles kommendes Jahr machen oder James Dean im Sommerloch spielen. Könnte… Könnte sagt, Haare wachsen noch reichlich, wäre somit kein Problem, aber ich werde gewiß nicht diesem Trend nachkommen. Das überlasse ich den jungen “Wilden”. Das ist auch der Tip an die älteren Besucher meines Blogs: Haare kurz lassen, sonst wird’s oberpeinlich. Das kauft Euch dann nicht mal Olli Dittrich vom Media Markt ab.
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