… Müllers Kuh, Müllers Esel der bist du.

Kindermund tut Wahrheit kund. Ich weiß nun nicht, ob Kinder heute noch solche Reime auf den Weg mitbekommen um die Hatz IV-Hürde erfolgreich zu nehmen – 27 Jahr Anlauf müßten eigentlich reichen, falls die soziale Hängematte Student nicht vorher pleite geht, was ja eine volkswirtschaftliche Bankrotterklärung der Kultusministerien wäre, wenn sie es nicht schon ist. Jedenfalls „Esel“ wollte bei uns niemand sein, von wenigen Ausnahmen abgesehen, die seinerzeit dem Ruf des großen Geldes gefolgt sind, statt: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.“ Jene findet man heute in der Statistik der Langzeitarbeitslosen, sind nur sauschwer wenn denn überhaupt vermittelbar, weil sie nichts gelernt haben, den Verlockungen des großen Geldes in jungen Jahren erlagen – Lehre „out“ – und man deswegen um so vieles schlauer war.

Es heißt aber auch: Man wird alt wie eine Kuh und lernt immer noch dazu.

Auch die Stadt Frankfurt lernt dazu – hin und wieder. Erfreulich und irgendwie beruhigend. Wegen dem Moscheebau in Hausen, hatte die NPD wieder eine Demonstration angemeldet: “Stoppt die Islamisierung Deutschlands – keine Großmoschee in Frankfurt-Hausen.” Vielleicht lag es an dem größeren Abstand Erde <-> Sonne, daß die Stadt sofort ein Verbot aussprach. Im Sommer, als die Erde noch nahe bei der Sonne war, sind sie ja noch herumgeeiert und Frankfurt erlebte die Frankfurter Farbenlehre: schwarz und grün = braune Soße. Diesmal nicht und nun entscheiden die Gerichte, ob Verbot rechtens ist oder nicht. Recht so. Wenn der Verteidigungsweg der Demokratie zuviel das Stadtsäckel belasten sollte, machen wir einen kleineren Opernball dieses Jahr oder so. Wird jeder Frankfurter verstehen und die, die wegen dem Ball aus dem Ausland kommen – Taunus, Wiesbaden, Deutschland -, müssen dann woanders eben ihr Spiel: Sehen und gesehen werden, aufziehen. Zumindest rechnet es sich so dann für die Stadt und vielleicht kann auch dann die gehobene Unterschicht zum Opernball aufbrechen. Alles hat nun mal seinen Preis.

Das freut natürlich die Muslime, aus deutschen Amtsstuben ein solches Verhalten erleben zu dürfen. Selten genug ist es ja, denn Fürst Roland hat ja schon genug gegen sie in unserem kleinen Hessen gedengelt – zum wohl des deutschen Volkes in Hessen natürlich. Ich würde mich auch freuen… falsch, ich freue mich, daß die Stadt da ohne wenn und aber gegen die NPD zu Felde zieht. Ich würde mich noch mehr freuen, wenn nicht, ja wenn es nicht diese komische Studie des Kieler Professors für Sozialpsychologie, Bernd Simon, geben würde.

Die besagt nämlich: Jugendliche mit türkischer Herkunft oder mit Eltern aus der früheren Sowjetunion sind eher schwulen- und lesbenfeindlich als Deutsche ohne Migrationhintergrund. Dieser hatte im Sommer 2006 im Auftrag des Lesben- und Schwulenverbands rund 1000 Berliner Gymnasiasten und Gesamtschüler verschiedener Herkunft zwischen 14 und 20 Jahren nach ihrer Einstellung zu Homosexualität befragen lassen. Herausgekommen ist dabei, daß nur 38 Prozent der befragten Jungen türkischer Herkunft angaben, “Schwule und Lesben sollten die gleichen Rechte haben wie Heterosexuelle haben“, während es 47 Prozent der Jungen, deren Eltern aus der früheren Sowjetunion stammen, dieser Auffassung sind. Im Vergleich dazu: Bei den deutschstämmigen Jugendlichen waren es 74 Prozent. Erwähnenswert ist auch, daß die Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Liebe bei den befragten weiblichen Jugendlichen viel größer ist, als bei den männlichen Jugendlichen. Die Studie zeigt zudem auch auf, daß die Homosexuellenfeindlichkeit mit zunehmender Religiosität und Akzeptanz traditioneller Männlichkeitsnormen steigt, mit zunehmender Integration sowie zunehmenden Kontakten zu Schwulen oder Lesben sinkt.

Aber da fehlen doch noch 70% einer Bevölkerungsschicht. :head:

Die Fußnote von Professor Simon richtet es: Hauptschüler wurden nicht befragt.

Und was wohl diese Randgruppe dazu sagt? Von wegen, das gibt es nicht im Islam.

Was bleibt dem Tor am selbigen?

Wie du mir, so ich dir (siehe auch: Der Tor und der Tod).

Aber dank einer anderen Studie, die besagt, daß die Lebenserwartung der „zivilisierten Gesellschaftsform“ – Afrika zählt nicht dazu – bald 100 Jahre betragen könnte, besteht auch die Hoffnung, daß das Zahlenspiel vom Professor sich zum positiven verändern kann – ohne Kondom natürlich. Denn Bürger/Innen türkischer/sowjetischer Abstammung bekommen nicht die Regeln in die Wiege gelegt, daß die Regeln und Gesetze der Türkei/Sowjetunion automatisch hierzulande greifen, weil Vater/Großvater jenseits der Grenzen geboren wurde. Gleiches gilt auch für Deutsche; besonders für Blonddeutsche. Kein Dunkeldeutscher hierzulande (Mädels eingeschlossen) kann für den Frevel und die Mißachtung der Menschenrechte in seines Urväter Land, verantwortlich gemacht werden, genau so wenig wie unsere Kinder für das Nazi-Regime Verantwortung tragen und deswegen Israel den Hof kehren sollen.

Zu sagen, in der Türkei werden Christen verfolgt, deswegen hier keine Moschee, ist wohl ein Argument aus der Dummenschulzeit. Ein/e deutsche/r Bürger muslimischen Glaubens, hat ein Recht seinen Glauben auszuleben. Punkt. Aus. Macht eure Väter und Mütter verantwortlich, denn die hatten damals die Wahl und sie alle willkommen geheißen – voran die CDU mit Adenauer als Leitfigur. Mülltonnen durften sie ausleeren, Jahrzehnte lang, und nun sitzen sie/wir alle beieinander auf einer Bank, der ungelernte Deutsche, dem die Lehre zuwider war, und der einfache TR/SU-Deutsche vom Land. Sie/Wir werden nacheinander aufgerufen, sind Nummern in einer Gesellschaft, wo nicht einmal das geteilte Leid ein Cent wert ist. Irgendwann verschwinden sie/wir aus der Statistik und alles wird gut.

Vielleicht sieht man sie, Menschen der Randgruppen, sich am Mainufer begegnen, sich sogar nach arabischem Brauch begrüßen, vielleicht sieht man sie auch gemeinsam gegen die Politik aus Berlin aufmarschieren, die sie an den Abgrund, den selbigen drängt und vielleicht wissen sie bis dahin, daß Ausgrenzung nach altertümlichen Regeln, niemanden in der Neuzeit einen Schritt voran bringt. Ausgenommen jene, die an der Macht, deren Erhaltung im eigenen Interesse interessiert sind, aber nicht das Volk im Sinn haben.

„Wir sind das Volk.“ Übermorgen ist „Tag der deutschen Einheit“ – ohne Schlesien und das Riesengebirge mit Rübezahl. Das war mal deutsches Land, deutscher Acker, deutsche Kultur, nun polnische Gebiete in Kartoffels Hand (polnischer Witz, Peter kann ihn euch erzählen). Das ist das Erbe der Nazis, der NPD, und alleine dafür gehört ihnen stundenlang als Dankeschön für ihre völkerbindenenden Maßnahmen, ihren undeutschen Vernichtungsfeldzug gegen Mitmenschen, die Fresse poliert (propagandstischer Irrglaube das Deutsche sei Deutsch… nicht einmal ihr Zeichen, das Hakenkreuz, ist deutschen Usrsprungs).

Was bleibt außer verbrannter Erde und der Kuh?

Schmeißen wir sie raus, das braune Gesocks (auch die, die in der CDU auf den Bänken sitzen) und bauen wir weiter gemeinsam eine neue Heimat auf, ohne Deutschtum, mit deutschen und weltlichen Bräuchen in den Jahreszeiten. Gemeinsam gehen wir unter, gemeinsam erreichen wir den Gipfel. Wir haben die Wahl. Fangen wir übermorgen an und feiern gemeinsam „Tag der Völker in Deutschland/Europe.“ :idea:

PS: … und der Esel in diesem Artikel nennt sich immer zuerst. ;)

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