Meschugge
Der Herr Amsterdammer war auf’m Friedhof im Firefoxland, weil er die deutschen Wörter gesucht hat im neuen Firefox. Hat er ja hier schon angedeutet. Und da habe ich Post bekommen: “Schau mal hier”. Da gehe ich hin und schau. Und wie das so ist, wenn man schaut, fällt einem dann ein Teilchen auf - die sprichwörtliche Petersillie. Bindestrich, Trennstrich und Gedankenstrich. Und an diesen Dingen nagelt man sich dann fest. Der Bindestrich im Wörtchen Lesezeichen-Symbolleiste wurde kurzerhand als Trennungsstrich ausgelegt. Von der Länge des Zeichen paßt das ja alles.
Nun gibt es ja “weiche” Trennstiche. Wenn das Wörtchen hinten angekommen und länger ist als noch Platz vorhanden, wird es getrennt. Firefox kennt das soviel ich weiß nun nicht, ignoriert er einfach. Und deswegen hat Firefox kurzerhand ein Trennstrich bekommen. Nun wird ja der Bindestrich, optisch gleichwertig mit dem Trennstrich, schon mehrheitlich im Internet, auch von staatlicher Seite, als “Minuszeichen” betittelt, was völliger Unsinn ist. Das wäre dann hier wie folgt: www punkt vault minus 13 punkt com. Aber nach satanischer Formel wäre dann meine Adresse wie folgt: www punkt kajoh punkt com. Nun sind wir bei Mogami Yoshiaki. Aber mit dem habe ich nun absolut nichts zu tun, ehrlich *schwört*
Wie dem auch sei, jedenfalls ist der Trennstrich, der nun ein Minuszeichen ist, dafür verantwortlich, daß mindestens wenn nicht noch mehr User die Lesezeichen verloren gingen. Naja… Dann kam der Herr Amsterdammer wieder… und gestern das Resultat: Permanent Link.
Sitz ich davor - wie? Kein Bindestrich? Das wird doch zusammen-geschrieben. Also, alles im Code verbessert. Aber irgendwie sah das nicht so nach “aha, jo, so ist’s gut” aus. Dann fiel mir ein, das diese Links doch Permalinks heißen, normal. Zusammengesetzt aus Permanent und Links. Wieder alles ausgebessert. Aber wenn Mutter das liest, fragt sie sich, was sind “Permalinks”. Also doch… Permanent Links. Oder nicht doch lieber den Deutschersatz “Einbahnstraße” verwenden? Die Gefahr dürfte gering sein, daß ein Gast aus fernen Landen sein Auto dort abstellt, sich “Einbahnstraße” auf einem Zettel notiert, damit er es wieder findet.
Jedenfalls hat mich der Herr Amsterdammer gestern ganz klirre im Kopf gemacht. Und das macht durchaus Sinn. Das natürlich die restliche Welt solche und andere Ausführungen todernst nimmt, steht auf einem anderen Papier geschrieben. Aber wer ist schon die restliche Welt, ne? Gruß S.i.T.
Tags: Amsterdammer, Firefox, Petersilie







Mittwoch, 4.Oktober 2006 12:37hmmm…

klirre oder kirre (im Kopf)? Da lob ich mir doch eine =:-)saubere englische Übersetzung: confused ==>
Steht bei jedem smiley als bubble-help (pardon: BallonminusHilfe).
Jedenfalls hat’s dem Herrn T. gestern dem Server Kreislaufprobleme beschert (kirre in Festplatte?), und am Tag der Deutschen Einheit hat halt keiner mal eben ‘nen Schlüssel zum Serverzentrum einer bedeutenden Ruhrgebietsminusuni. Eine Tür als Trennungszeichen: links Herr T., rechts Herr Server (kollabiert), und Firefoxeiniginternetdeutschland hoppelte ohne Speakers Corner durchs Netz…
Mittwoch, 4.Oktober 2006 18:18Noch mal vorbeischau:
bei Herrn T. im Forum ham’s ein alternative Sprachpaket entwickelt:
Cookie ist jetzt “Plätzchen” und Host ist “Wirtsadresse” :-]
Zu meiner Zeit war Wirtsadresse was anderes…
Aber ich geh jetzt mal “netzlos” (Englisch:offline)
Hier vorsichtig gucken , trauen sich nicht, das bei Herrn T. zu posten…
Donnerstag, 5.Oktober 2006 00:16Also Herr Amsterdammer
klirre mit “l”
Was macht eine Glasscheibe wenn sie kaputt geht? Klirr. Steht jedenfalls so in jedem Comic; früher jedenfalls.
Wenn Kopf benebelt ist das was? Eine Mattscheibe. Wenn nun benebelter Kopf kaputt geht, machts klirr. Also: klirre im Kopf. Ist das verständlich rübergekommen?
Ich habe ja schon gedacht, wegen den getürkten Nazis hat er zugeschlossen - Schnauze voll. :-d
Dienstag, 31.Oktober 2006 19:58Darf ich den Satz mit den Cookies und der Wirtsadresse eigentlich zitieren? Der ist wirklich gut.
Es heisst übrigens “kirre”, kleines Bäumchen, denn es stammt aus dem sogenannten Jägerlatein von dem Wort “Kirrung”, was die Stelle bezeichnet, wo das Futter ausliegt, um das Wild anzulocken und zahm zu machen. “Kirre” bedeutete früher eher, jemanden gefügig zu machen, taucht aber nun mittlerweile in eher als “verrückt machen” in der Umgangssprache auf.
So in der Art steht es jedenfalls bei Wikipedia.
Mittwoch, 1.November 2006 13:53Es mag durchaus so sein, daß das Meinungswissenlexikon dieser Ansicht ist. Aber… irgendwo steht hier geschrieben, daß ich die Jakobschen Erungenschaften verteidige, seit “Welt” mit Gebrother Grimm auftauchte. So ließt man dort, in seinem Werke:
“Wenn fürchterlich das kerkerschlosz
klirrt in mein morgenlied.”
dazu…
klirre eigen gleich girren, kirren = ihr gluckte die nachtigall, ihr klirrte die taube.
Jaja :-] so ist das, Nachtigall ick höre dir rennen, ein trapsen ist das schon nicht mehr
Willkommen Frau von Wuschel