Untertunnelt
Vom Stöckchen zum Hütchen und wieder zurück. Auf diese Art und Weise sind viele Geschichten gestrickt, so auch diese hier. Auslöser war der Waschsalon, wo ich 30°-Wäsche laufen hatte. Lese ich so meine Zeitung dabei - im übrigen ist es ein Irrglaube, der Waschsalon wäre DIE Begegnungsstätte von Zweisamkeitsuchende mit dem Hang zum Schleudertrauma, wie Coupe jüngst verkündete - und schaue so auf meine gemietete Maschine, dampfts da aus dieser aus allen Löchern. Bin ich zum “Wachhabenden” gegangen, der erklärte mir, er sei dafür nicht zuständig. “Ich nix Technik” so seine Worte. Habe ich ihn gefragt, wo er deutsch gelernt hat…
Bei einem Stundenlohn von 50 Cent kann man vom Personal nicht viel verlangen. Wahrscheinlich muß man blond und blauäugig durch Deutschland laufen, um die deutsche Sprache ohne Ausländerakzent serviert zu bekommen. Nun gut, also doch eine Waschmaschine kaufen. Es ist sowieso(so) nix los in den Waschsalons, außer wenn BigMama mit fünf blauen Säcken an Wäsche angewackelt kommt und das “Wachpersonal” mit den Ausführungen des Handbuches für Waschmaschinen leicht überfordert ist. Dann steigt gleich der Unterhaltungswert an jenem Ort.
Eine neue Waschmaschine wollte ich nicht kaufen. Das rechnet sich alles nicht. Also nach gebrauchten Maschinen Ausschau gehalten. Obwohl günstiger im Preis, sind sie oft überteuert in den offiziellen Gebraucht-Läden. Also mal im Bekanntenkreis rumgehört. Und siehe da, über einen “ganz günstigen Kanal” für’n Appel und ‘n Ei ‘ne Maschine bekommen, die woanders so ab 180€ aufwärts zu haben ist. Abends haben wir die dann geholt. Die stand im Keller in einem Haus, wo direkt daneben die muslimische Begegnungstätte ist, die das Ordnungsamt mal dicht gemacht hat, weil sie die Kinder (Mädchen) wochenlang eingesperrt hatten. Und der Keller ist dort eine einzige Baustelle. Habe ich den Bekannten gefragt, was hier los ist, ob sie rennovieren. Kein Kellerverschlag mehr zu sehen, alles weg und jede Menge Geröll. Da sagt er mir, die Allahs, die untertunneln das Haus zur Moschee neben an. Also, die haben das Haus gekauft und als erstes wird der Keller ausgebaut mit Durchgang zum Nachbarhaus, wo sie Gebetsräume und so etwas haben. Da haben mal welche denen alle Schuhe geklaut, die sie vor dem Gebetsraum ausgezogen hatten. Böse Geschichte war das… ich mußte ja lachen, aber sowas ist ja gemein. Jedenfalls sind sie nun da unterirdisch zugange. Vom Keller aus, kann man über den Hinterhof Ri Autohaus/Frankenallee über die Mauer klettern und abhauen, falls der normale Eingang auch blockiert ist, wenn Fürst Rolands Gehilfen zum Stelldichein einladen. Gewußt wie und falls das Ordnungsamt wieder mal da zugange ist, werden sie aber schön gucken, wenn sie nur Schuhe finden, aber keine dazugehörende Leute. Jetzt vermute ich mal, daß der türkische Markt, der sich hinter der Moschee anschließt, auch schon untertunnelt ist, weil vor Wochen haben die da auch jede Menge Bauschutt rausgeholt. Der wurde nicht im Container entsorgt, sondern einfach auf die Straße geschmissen. Das ist Allah im Frankfurter Gallusviertel - wo sie steh’n, lassen sie das Zeug fallen und sieht mer se net, so hört mer se doch. Man könnte sich ja vielleicht unter ihnen wohl fühlen oder die Deutschflucht durch gesellschaftliches Miteinander im Gallus aufhalten, quasi dem Ghettocharakter entgegenwirken. Aber das soll ja unterbunden werden, ist nicht erwünscht. Hier Türkenghetto - nix deutsch hier.
Vom Europaviertel mit Deutsche Bank-Engagement zum Türkenghetto. Das Gallus kann eine Geschichte erzählen; nun mit Tunnel. Unterwandern und untertunneln; das türkische Europa in Frankfurt. Schade, daß es den Rattenfänger nur in Hameln gibt.
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