Waldläufer
Der Wetterbericht erzählte die Tage, es soll schön werden. Dem war auch so – diesmal. Nach dem gestrigen kleinen Einkauf am späten Nachmittag in Richtung Wald aufgebrochen. Immer der Nas’ lang und drei Faktoren vergessen mit einzubeziehen. Zum einen es wird Herbst, die Waldarbeiter sind hier und da nun fleißig zugange, es wird früher dunkel und den Rückweg.
Als es so langsam dunkel wurde, dann den Rückweg angetreten mit der Gewißheit, Glühwürmchen sehen zu können. Der Weg lang, die Stadt noch weit, das Sternenzelt schon über einem, als auf dem verschlungenen Weg etwas auszumachen war, was vor zwei Wochen noch nicht da war – gefällte Bäume mit reichlich Beiwerk, die den Weg versperrten. Bedeutet: kleiner Weg außen herum, durch das Unterholz. Aber das was da liegt im dunkeln sieht man nicht. Man ist ja nicht Elf oder hat von einem Wissenden des Waldes einen kleinen Trank mitbekommen, der einem das Unglück kommen sehen läßt. Und es kam dann so, wie es kommen mußte, wenn Mensch durch den dunklen Wald stolpert:
-
Es tat einen Rappel, einen Schlag,
Mensch liegt auf der Nase da.
Flucht nun laut und fürchterlich,
und weiß, ein Waldläufer ist er wirklich nicht.
Und so sehe ich nun auch aus. Irgendwann kurz vor Mitternacht heimgekommen, gar nicht mehr groß in den Spiegel geschaut, die ganzen Erfahrungspunkte aus aller Welt, die auf den Pfaden des Waldes errungen wurden, haben nicht verhindern können, nun des Waldes Spuren im Gesicht zu haben. Von einer flüchtigen Begegnung mit des Waldes Lust kann da nicht Rede sein.
Wenigsten haben die Kinder des Waldes nun wieder etwas zu lachen, erzählen noch in 100 Jahren von dem Mensch im Wald, der in der Nacht Waldläufer sein wollte. Was Muttern am Sonntag erzählt, will ich heute nicht wissen. Vielleicht habe ich ja noch eine gute fleißige Heilsarmee in mir, die, wie in Kindheitstagen, in zwei Tagen das Gröbste beseitigt. Vorsoglich werde ich aber noch Johanniskraut einsetzen, damit Muttern nicht ganz aus allen Wolken fällt.
Und Glühwürmchen habe ich auch gesehen, falls nun die Frage auftaucht.
Lust zu stöbern?







Freitag, 14.September 2007 17:58Tja, wenn Abenteurer auf die Reise gehen…
“Die einzige Methode, gesund zu bleiben, besteht darin, zu essen, was man nicht mag, zu trinken, was man verabscheut, und zu tun, was man lieber nicht täte.”
Samuel Langhorne Clemens (1835 - 1910)
Freitag, 14.September 2007 23:40Hmmm, Glühwürmchen… jaja, eher wohl Sternchen vor den Augen gehabt.

Und du möchtest im Wald Schätze suchen?
Samstag, 15.September 2007 07:19Danke Amstidammi
Und lieber Peter tu mal nicht so, als ob du im dunklen navigieren könntest.
Samstag, 15.September 2007 10:53Das letzte mal habe ich Glühwürmchen vor etwa 30 Jahren gesehen, das war bei einer Nachtwanderung im Ferienlager.
Na gut, heutzutage gehe ich auch nicht mehr nachts in den Wald, liegt wohl daran
Samstag, 15.September 2007 15:41Dann wird es aber Zeit, gesehenes wieder aufzufrischen. Die glühen heute nämlich ganz anders, Herr Putzlowitsch. Ich glaube die Naturwissenschaft nennt das : tschernobylisches Nachglühen oder so.
Mußt mal nachts gehen und schauen 
Samstag, 15.September 2007 21:00Glühwürmchen sind beeindruckend, aber noch deutlicher in Erinnerung ist mir das erste Meeresleuchten, als 13-jähriger Strandläufer auf nächtlicher Exkursion auf Wangerooge erlebt, da liegt auch nix im Weg, am Strand, gelle …

Sonntag, 16.September 2007 09:02Naja, Seemannsgarn und Flaschenpost sind auch nicht ohne
Gestern Eulen gesehen, also ihre Shiluetten in den Bäumen und sie gehört - zw. paar vereinzelnten, waren nur wenige, 29€-Fliegen.