Apfel
Frostig da draußen. Da hat man sich so schön an die warmen Tage gewöhnt, sind sie auch schon wieder vorbei. Nun kramt man wieder die dickeren Sachen hervor, was schon demotivierend genug ist, um so ein Tag anzugehen. Ist nix mehr mit leichten Outfit um die Bäume herumschleichen, mit dem Hintern wackeln des Weges ziehend. Wenn ich schon die dicken Pullover sehe… *abwinkt* Die muß ich alle durchwaschen, obwohl sie gut eingelagert waren. Sogar eine kleine Duftseife lag dabei, aber die Pullover duften alle ein bißchen nach Gestern. So kann man natürlich sich nicht unter die Menschheit begeben. Eine Maschine ist schon durch, jetzt hängen die Überzieher für kältere Tage auf der Leine zum trocknen. Vielleicht kriegen wir ja einen schönen Herbst mit anschließenden knackigen Winter. Wie es auch kommt, eine kleine Heizung habe ich für unterwegs immer dabei.
Deckelparade = no Blogparade
Für die gefiederten Freunde hat nun hiesige “Pension Amsel” die Tafel eröffnet. Gestern hat schon eine kleine Blaumeise vorwitzig geschaut, ob schon der Tisch gedeckt ist. Sie ist dann weitergeflogen als für sie feststand, da ist nix…
Um es gleich zu schreiben; nein, ich habe keinen Weltrekord zustande gebracht. Vielleicht irgendwo doch, unwissentlich oder im geheimen für mich behaltend: 3600 Minuten ohne Apfelwein im Kopp.
Und da müßte ich normalerweise nun auf dem Balkon vom Römer stehen, den Massen huldigen die unten mir zujubeln und mit viel Ehr in den Beinen mich ins goldene Buch der Stadt einschreiben. Aber wie das so ist, Frankfurter Welt interessiert so etwas herzlich wenig obwohl die Leistung schon ein aufschauen wert wäre. Keine jubelnden Massen und einen Balkon muß ich mir beim nächsten Ortswechsel dazumieten oder zu Muttern gehen. Aber das ist nun mal nicht der Römer.
“Je stärker ein Jugendlicher zur Kriminalität neige, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, daß er einen Migrationshintergrund hat” so der Fürst aus Hessen in Schauenburg.
So gesehen hat er ja recht. Das Deutsche gibt es nämlich so gesehen auch nicht. Selbst wenn man “fünfe grade” sein läßt, Breslau ist Ausland und laut Google-Map liegt sogar das Sudetenland ganz weit weg im Ausland – in Amerika.
Ich wollte ja erst nicht darüber schreiben, tue es aber nun doch, weil sonst die Leute denken, allen voran unser Fürst: Der merkt nix, mir habbe gewonne. Ein Schreihals weniger.
Von wegen.
„Der Sieg ist unser“ so hat der Fürst laut verkündet, was die Geschichte mit dem Wein im Apfel angeht (Fortsetzung von hier). Er hat seine Parteifreunde, die in Berlin beim großen Rat sitzen, eingespannt, und die haben ihm versichert: „Roland, der Sieg ist dir. Du hast unser Wort.“




Anmerkungen