Datenbank
Man muß immer erst knottern und schimpfen. Das Schild in der User-Bibliothek von last.fm , man möge doch den Namen richtig schreiben, haben sie bei Jean Michel Jarre entfernt. Nun ohne Bindestrich. Nicht daß nun hier vom Schreiberling ein falsches Bild entsteht. Es gibt aber Dinge die machen mich fibsch. Und dann gibt es aber auch wirklich Platten, wo man am schwimmen ist. Ich meine da nicht die nebulösen Weißmuster, wo gar nichts mehr drauf steht oder bestenfalls per Hand etwas notiert wurde, sondern offizielle Veröffentlichungen.
Nun muß ich doch erläutern, warum der Herr rü so tobt, wenn das Thema last.fm ansteht. Ich habe nichts persönliches gegen die Plattenfirma, nichts gegen last.fm, ich habe nur etwas gegen die Arbeitsweise, was den Motor angeht – die Datenbank. Und das ist nicht mehr schön. Ich habe an dieser Stelle schon erzählt, ich war dort, wollte mit Elan und Begeisterung meinen Teil beisteuern, weil die Idee ansich gut ist, aber nach drei Tagen bei den Datenbankbetreibern habe ich die Segel gestrichen. Fünf Platten in drei Tagen mit ach und Krach untergebracht, die dortigen Fehleinträge wurden trotz meines Hinweis NICHT ausgemerzt. Das bedeutet, last.fm hat einen Partner, der letztendlich den Motor stellt und der mehr stottert als denn rund läuft, alles ein konzeptionsloses Ansammeln von Daten darstellt, als eine Informationsplattform.
Es ist unglaublich, was sich last.fm für Bolzen leistet. Mit Scanner haben’s jetzt den Vogel abgeschossen, gibt es Mengenlehre nach hessischem Vorbild.
Das erzählt mir last.fm den ganzen Morgen schon. “Probleme beim Verbindungsaufbau” – wahrscheinlich der meistgelesene Titel auf last.fm, natürlich alleinstehend, ohne Bezug auf Ähnlichkeiten. Der Ärger fing schon mit Hardfloor an und bei Atom Heart, aka Uwe Schmdt, habe ich den Scheißdreck weggeschmissen. last.fm ist eine gut ausgebaute 16spurige Autobahn, wo die Masse sich austoben kann, aber sobald man links runterfährt, ist man verlassen, wenn man sich auf last.fm verläßt.
Auf last.fm hat sich wieder einiges getan. Sie gehören ja nun zu CBS (link), aber die Köpfe die bisher last.fm entwickelten, sollen es weiterhin tun. Sagt man dort bei CBS. Fast in Echtzeit kommen nun die musikalischen Daten, die vom PC rausgehen, zurück auf die eigene Webseite. Sogenannte Widgets richten es nun, in verschiedenen Ausführungen. Vorbei die Zeit der .gifs, der plugins, die sowieso(so) mehr schlecht als recht liefen. Ich habe da mal unten in der Sidebar ein Script eingebunden. Kleinigkeit, mal so eben zw. dem Stuttgarter Besuch und hessischen “Nationalgetränk” für Stuttgart besorgen, erledigt. Na gut, bißchen mehr ist es schon gewesen, weil ja hier wieder so gestrickt wird, daß morgen mit einem Klick alles wieder anders ist.
Also das kann ich euch sagen, früher war das alles viel besser, oder neulich mit Krishan. Platten aufgelegt, erzählt und da gab es kein Gemache und Getue, die Kiste war rund. Jetzt schlage ich mich mit diesen Datenbankfritzen herum. Und schon habe ich wieder meinen persönlichen Ansprechpartner ausgemacht. Das ist mir 100pro in die Wiege gelegt worden. Da haben sich wieder zwei gesucht und gefunden.




Anmerkungen