Kosmetik
Auch ein schöner Rücken kann entzücken.
Die Neujahrsansprache von seiner Durchlaucht Fürst Roland fand meine Mutter staatstragend langweilig. “Nicht eine Mine hat der verzogen.” Die Rede von unserer Bundeskanzlerin fand sie auch nicht sonderlich weltbewegend. “Das übliche” so Mutter. Hinterhergeschoben hat sie noch, daß unsere Bundeskanzlerin gesagt hat, daß wir Deutschen es 2010 schaffen, es würde noch mal hart werden, aber wir Deutschen haben schon schlimmeres überstanden. “Die hat aber Deutschland nicht aufgebaut, die ist ja aus der DDR.” Gut, daß das Thema Rente und DDR-Bürger letztes Jahr keine Rolle spielte. Der Vorsatz für 2010, nämlich den Bau einer kleinen Mauer zu unterstützen, hätte dann bestimmt im Raum gestanden. So blieb es nur bei der Bemerkung zu unserer Bundeskanzlerin, denn ein Vorsatz für 2010 hatte sie sich nicht ausgeknobelt. Ich ja auch nicht, ganz vergessen.
Es gibt Tage, da wird man wach und ist irgendwie einem Jungbrunnen entsprungen. Mit Elan schwingt man sich aus dem Nest, begrüßt den Gegenüber im Spiegel und beginnt den Tag. Dann gibt es aber auch wieder Tage, so wie heute, wo man dem Gegenüber mitteilt: “So kannst aber net unter die Leut’ gehen.” In der Nacht ist man furchtbar gealtert und das sieht man dann an dem Gegenüber im Spiegel. Nun begibt man sich ins Bad und auch da will sich das dynamische Feeling nicht einstellen. Auch die zweite Fuhre Kaffee hilft so recht nicht. Man fängt an, die bisherigen Wundermittelchen aufzutragen und stellt entsetzt fest, da tut sich ja noch weniger, obwohl Werbung einem das Gegenteil stundenlang suggeriert.
[Update] Zum Abschluß des heutigen Bloggertages möchte ich Euch noch die Umwelt reichen, um die es in ein paar Tagen in Kopenhagen geht (07. bis 18. Dezember 2009).
In Sachen Klimaschutz tut sich Welt wirklich schwer. Man hat den Eindruck, als ob das eine Geschichte ist, die man aussitzen kann, da sich das sowieso(so) wieder einrenkt oder wer was tolles erfindet, kurz über die Wolken fliegt, was abläßt und dann ist alles wieder gut. Was die 29€-Fliegen (sind teurer geworden) hinterlassen, ist mehr als eine Schweigeminute wert, aber es gibt ja immer noch Leute die glauben, man legt ein paar Euro für ein Klimaschutzprojekt drauf und dann paßt das (Atmosfair). Für das eigene Gewissen mag dies eine reinigende Funktion haben, aber der Rest der Geschichte ist natürlich Blödsinn. Über das was nun halbe Welt zur Anreise nach Kopenhagen hinterläßt, wo man sich wegen dem Klima zu einem Gipfelgespräch zusammenfindet – man soll nicht glauben man lebt im Jahre 2009 -, braucht man sich nicht auszulassen, auch nicht über die Ankündigung von Obama, daß Amerka 17% seiner CO2-Emissionen senken will, die beim nachrechnen nur noch 4% ergeben. In Sachen Klimaschutz geht es zu wie auf einem Basar.
Als Verbraucher hat man es nicht leicht. Besonders dann nicht, wenn mit gezielten “Werbeplakaten” am Gewissen gerüttelt wird. Viele interessiert dies ja wenig oder nur kurz. Viele wissen auch gar nicht, was Industrie bewerkstelligt, damit der Verbraucher bedient werden kann. Geht man im Markt durch die Kosmetikabteilung, so reihen sich da z.B. zig Varianten an Body Lotions von einer Firma auf. Bei der Firma Dove kommt man ja mächtig als Verbraucher ins trudeln.
Ach ja, die Mädels. Da nebenan in Holland haben sie wieder genau geschaut, richtig hingeguckt, was das Verhalten Mann angeht, wenn ein Rockzipfel ihm über den Weg läuft. Sie kamen zu der Erkenntnis, daß der Verstand dann aussetzt – beim Mann. Naja liebe Wissenschaftler in Holland, das ist ja nix neues. Man muß sich ja nur ein wenig in der Fußgängerzone es bequem machen und den Verkehr beobachten. Nicht noch daß Mann sich wegen Frau noch einen Halswirbel bricht…




Anmerkungen