Menschenrechte
Heute ist der letzte Tag der Olymischen Spiele in China. Wenn ich ja nicht so meine Tageszeitung hätte, hätte ich davon ja nix mitbekommen. Gemäß dem Motto: Lasse mer se laafe, habe ich sie laufen lassen, nicht einmal hingeguckt. Warum auch? Elke Heidenreich hat ja in der FR den Vorschlag vor den Olympischen Spielen gemacht, den Spielen am Fernseher und Radio fernzubleiben, wenn man mit dem Kram dort und der olympischen Politik nicht einverstanden ist. Habe ich gemacht, ist mir auch leicht gefallen, weil sauber ist da sowieso niemand. Sogar die Pferde sind gedopt.
17.05. (§175)
Heute ist International Day Against Homophobia – IDAHO. Ein Tag, der an die Menschenrechte für Lesben und Schwule erinnert. In der Bundesrepublik sind diese vom Gesetzgeber auch jenen zugesichert (noch nicht sehr lange) – in der Gesellschaft sind diese aber noch lange nicht angekommen. Auch die Politik versteht es immer wieder, obwohl es in ihren Reihen reichlich schwule und lesbische Politiker gibt, jene Gruppen in unserer Gesellschaft das Leben zu erschweren – und das nicht mal leise, gar wenig.
Unsere Bundeskanzlerin reist nun nach China. Und im Vorfeld hat sie erzählt, die Beziehungen sind so gut wie schon lange nicht mehr; also zw. der Bundesrepublik und China. Und deswegen kann sie unter Freunden auch das Thema Menschenrechte ansprechen, so am Rande, also nicht richtig, eben so, daß unsere neuen Freunde nicht brüskiert werden. Vielleicht in der Form: „Geht es deinen Untertanen gut?“ „Hai, sehl gut.“ „Hach, meine sind nur am jammern, wie machst du das?“
Nun feiert Europa 50jähriges Bestehen als Einheit – von den römischen Verträgen bis heute. Und von gewissen politischen Begebenheiten abgesehen, bin ich gerne Europäer. Ein Europäer aus Frankfurt. Darauf lege ich wert. Mit ‘nem Fulder Löffel (sind die Leute aus Fulda) will ich nicht in einem Atemzug genannt werden. Und wir Frankfurter sind wie Amsterdam immer vornweg…




Anmerkungen