Samsung YP-S3

Samsung YP-S3

Darf ich vorstellen, mein neuer Begleiter, eine Musicbox aus dem Hause Samsung. Ist ein Geschenk zum Erdenjubileum gewesen und den Player durfte ich mir aussuchen. Und das war der einzige Player der das ogg-Format abspielen kann, deswegen habe ich ihn genommen, weil das ogg-Format keine Zwangspause zwischen zwei Tracks einlegt. Aber wie das so ist, der Firmensitz von Samsung liegt weit weg im fernen Osten, einen Mix aufgespielt – Track 1 – Pause – Track 2. Gut, keine Partyzone. Aber dafür ist er im Klang ganz vorne dabei. Gegen den S3 macht der Philips keinen Stich. Reign Dub von Dual Tone mit fetten Bass – it’s groovy. :music:




Dann hat er nur einen Knopf, einen ganz kleinen zum einschalten an der Seite. Mit dem kleinen Knopf sperrt man auch die “virtuellen” Tasten. Der S3 hat nämlich ein Touchpad. Und bis man das so mit der Sensibilität der Streicheleinheiten raus hat, dauert es ein Weilchen, wird so manches Menü verfehlt. Mittlerweile klappt es ganz gut, allerdings sind Taschenspiele damit nur schlecht möglich (leiser/lauter, vor/zurück und Pause/Play). Die Menübedienung selbst ist das was man vom PC her gewohnt ist. Samsung geht da keinen Sonderweg, erfindet das Rad gar neu, weswegen man weltweit keinen Blumentopf gewinnt, genervt dann lieber zur Maultrommel greift.

Aufgeladen wird der S3, der dann laut Handbuch 24 Stunden ununterbrochen im Einsatz betrieben werden kann, mit einem speziellen USB-Kabel über den PC. Warum hier kein Standard-USB-Kabel zum Einsatz kommt, ist ein Geheimnis von Samsung. Optional soll es auch ein Netzteil geben. Wird die Verbindung vom PC zum S3 hergestellt, erkennt Windows XP (ab SP2) den S3 als “Portable Devices”. Nun kann man über den Explorer den S3 mit Musik, Videos, Bilder, Texten bestücken. Mit dem S3 gibt es auch ein Media Center auf CD als Beigabe, was aber veraltet ist. Auf der Hauptseite von Samsung gibt es die neuere Ausgabe, im Handbuch selbst wird auf EmoDio verwiesen. Das Media-Center ist dann wichtig, wenn man mit Videos hantiert. Da der S3 da nicht alle Formate abspielt, konvertiert man dann über das Media-Center diese in das svi-Format (Samsung). Das Media-Center ist noch für andere Dinge, wie zum erstellen von Wiedergabelisten zuständig.

Das erste was ich gemacht habe, ich habe den S3 entrümpelt. Die Videos habe ich dezent entsorgt, stattdessen ganz viele mp3-Ordner in den S3 verpflanzt. Im S3 kann ich diese entweder über den Musikbrowser ansteuern oder über verschiedene ID3-Tags wie: Artist, Album, Titel, Genre. Grundvoraussetzung ist allerdings, daß die mp3-Dateien getaggt worden sind. Die ganz große Stärke des S3 ist seine Vielseitigkeit in der Klangeinstellung. Voreingestellte Presets sind reichlich dabei, aber es ist auch eine manuelle Einstellung des Equalizers möglich, dazu 3D-Sound und Bassverstärkung, im Streetmodus oder “kristallklar”. Fahre ich alles auf, verklumpen die Dubs von Dual Tone. Das sagt schon einiges aus, was der S3 so anwirft, damit der Sound auch satt in die Gehörgänge eindringt. Zum guten Klang tragen auch die mitgelieferten Ohrenstöpsel bei. Da kann man nun nicht meckern. Der S3 ist ebenso ein Bildbetrachter mit einer ganz einfachen Diashow wie ein Radio, wie auch ein RSS-Feedleser. Das mit den Feeds ist, denke ich mal, während dem Laternenfest bei Samsung entstanden. Dazu braucht man das Media-Center, mit dem man die RSS-Feeds synchronisieren kann. Es wird der Text geladen, den man nun lesen kann. Hat man heise mit seinen 1-Zeilen-Meldungen im Abo, macht das aber keinen Spaß, denn ins Internet geht der S3 nicht, um Texte nachzuladen. Um Spaß zu haben muß man schon die PZ im Abo haben, wo früher der komplette Artikel auch im Feed zu lesen war (heute auch nicht mehr). Vielleicht ist das was um bei Steve zu punkten – ein iFeed von Samsung oder so. Ein Bild von Frankfurt habe ich mir als Hintergrund eingerichtet – Groove Garden like -, zu mehr brauche ich die Bilderfunktion nicht. Das Radio vielleicht schon eher, samstags im Grünen, wenn die Eintracht kickt.

Der S3 soll mir unterwegs einen schönen Sound liefern, mehr braucht er nicht zu tun und das macht er wirklich prima. Mit seinen 4 GByte (gibt auch 8 GByte) reicht der Platz auch dicke für mich aus, die 24 Stunden Spielzeit will aber erst noch ausgetestet werden. Wo laafe mer hin?

(Das Video ist Reign Dub im Remix von Thievery Corporation, das Original findet man u.a. auf Hi-Fidelity Dub Sessions (Chapter One)) :music:


Nachtrag 10.09.2009:
Die Geschichte mit dem aufladen und der darauffolgenden Betriebsdauer, ist ein wenig seltsam. Ich hänge den 10 Stunden an einen PC, damit der Akku aufgeladen wird. Dann laufe ich drei Mal zu meiner Mutter (ein Weg a 20 Minuten, meißtens drei bis vier Tracks), verabschiedet sich schon die Musikuntermalung. Von einer 24-25 Stunden Betriebsdauer kann da nicht die Rede sein, wie im techn. Datenblatt angegeben. Entweder ist der Akku ein faules Ei oder mein PC-USB-Port mehr ein Trockendock – regnet’s net, so tröpfelt’s halt doch.
Um der Sache auf den Grund zu gehen, habe ich mir gestern ein USB-Ladegerät besorgt. Kostenpunkt: 12 €uro. An dieses Netzteil habe ich dann den Samsung S3 angeschlossen, das Batteriesymbol war am Ende eine schickes Kästchen – bedeutet Ladevorgang abgeschlossen. Mal schauen, ob sich nun die angegebene Betriebsdauer den 24 Stunden nähert.

weiterlesesen…

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