Viren auf dem Smartphone (II)

Viren im Smartphone
Viren per Handykauf

So kann es gehen: Da bestellt sich wer beim Händler des Vertrauens ein Smartphone und bekommt gleich ein fetten Virus gratis dazu. Dieser übernimmt dann nicht nur das Handy, wenn es in Betrieb genommen wird, auch die Freunde geraten ins Visier. So geschehen bei E-Plus. (heise)


„Was du mir wollen da verkaufen? Geb isch korreckte hundertfuffzisch.“

Das sind natürlich Dinge, da kann man nichts machen. Noch nicht. Vielleicht kommt bald die Zeit, wo X-Ray vom Frauenhofer AISEC mit ausgeliefert wird. Noch besser wäre X-Ray als App – mit Verbindung nach außen. Beim Handykauf Kumpels Handy anstöpseln, von seinem Handy X-Ray losschicken…

Es gibt ja so einige Händler des Vertrauens, in Offenbach sind es drei – ohne die Hinterhöfe einberechnet -, da kann man nur so vorgehen. Es sind die größten Geschichtenerzähler mit den längsten Nasen. Jetzt war das bei E-Plus Neuware, verschweißt mit Siegel… Die Düsterbildermaler vermuten ja auch, das dies alles zur Vorbereitung einer weltweiten Attacke gehört. Der Countdown läuft, die Netze sind ausgeworfen. Android-Systeme sind da besonders betroffen. Stichwort: Malware/Werbung. Tür und Tor steht offen. Die Android-Malware nahm im Vergleich zum Vorjahr um ca. 600 Prozent zu. Man kommt so auf 276.000 Schädlinge unterschiedlichster Couleur. Und laut Trend Micro soll die Anzahl bösartiger Apps für mobile Android-Geräte aktuell schon bei über einer Million liegen.

Unterstützt wird die dunkle Seite der Smartphonewelt von den Nutzern selbst. Dies habe ich schon im ersten Teil des Berichtes aufgeführt. Hinzu kommt, daß das Interesse an Sicherheit und Privatsphäre sich auf das allgemeine Wissensgut beschränkt, bis man selbst nachdenklich wird, weil Hinweise sich häufen, daß man selbst betroffen ist. Nun überlegt man doch vielleicht, ob man u.a. gegen die NSA zu Felde zieht, Amerika rauschmeißt. Die Bündnistreue und Freundschaft zu Amerika gehört auf den Müllhaufen der Geschichte, ebenso das Swift-Abkommen. Die mahnenden Worte der Kritiker zu jener Zeit, haben sich nun bewahrheitet. Der Dank gebührt jenen, die sich von den Telefonunternehmen in den Fußgängerzonen haben einfangen lassen. Die haben sich nie einen Kopf um das Internet und die daraus zu erarbeitenden Regeln gemacht. Erst waren sie gegen das Internet, wir die Idioten, dann war alles cool und nun haben wir den Salat. Und das Ganze wiederholt sich auf dem Smartphone.

Auch die Firmen bekleckern sich nicht gerade mit Ruhm. Ob sie sich zu den Löchern in ihren Anwendungen äußern oder nicht, ist auch so eine Geschichte. Es gibt ja Firmen wie z.B. WhatsApp, da erlebt man eher eine Plauderstunde mit einem Stein, bevor WhatsApp zu einem Problem Stellung nimmt. Auf dem Rechner kann man die Tips der Sicherheitsleute beherzigen, wie Flash ausschalten oder bei fatal-error einen anderen Browser nehmen, auf dem Smartphone ist das alles nur bedingt umsetzbar.

Löschen, löschen und nochmals löschen, wenn alles sehr seltsam ist.
Voraussetzung ist aber: Immer Augen und Ohren offen halten.

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