Das neue Google+

Bei Google ist momentan einiges im Umbruch. Mit Alphabet, der neuen universellen Ordnungsmacht – so die Süddeutsche -, soll die Zukunft der Menschheit neu gestaltet werden. Problem wird allerdings für Google die Zuckerburg sein, aber das soll uns heute nicht interessieren.

Google+: Einfacher, schneller, besser?

Google+
Google lädt ein sein soziales Netzwerk neu zu entdecken (Bild Larry Page/Klick -> zum Regenbogen)

Positiv ist zu vermerken, daß bei Google auch Wort gehalten wird. So stellte sich Larry Page immer schützend vor g+, obwohl das soziale Netzwerk nicht die Rolle in der Welt spielt, die man gerne in Mountain View damit einnehmen würde. Auch wollten nicht die Stimmen verstummen, die verkündeten, daß g+ den Weg von Buzz geht. Mit der Vorstellung von „Alphabet“ wurde auch bekannt, daß g+ „entwirrt“ wird, Komponenten rausfliegen und ein neues Konzept die User überzeugen soll. Problem dabei ist: Die User wollen es ganz, ganz, ganz, einfach haben. Die sind schon überfordert den Benachrichtigungston in WhatsApp zu ändern, weswegen ein neues Handy gekauft wird, aber nicht von Samsung, wo dieses Allerweltsgepfeife untergebracht ist. Und sich mit den Kreisen von Google auseinandersetzen ist schon nicht einfach. Zugegeben, ich habe mich damit auch nicht auseinandergesetzt, denn wenn ich was veröffentliche, dann für Welt und nicht gesondert für Freunde, Familie, Bekannte, den Rest der Welt. Bis gestern war es so, daß in meinen Kreisen nur noch zwei User waren, die aber nichts erzählen. In anderen Kreisen bin ich auch irgendwo, aber wie das so ist… Es sind eben g+-Accounts von ganz vielen, die sanft in Frieden ruhen.

Die Kreise sind zwar immer noch da, nur ganz tief im Google+-Gestrüpp versteckt. Das neue Konzept sieht vor, daß der Nutzer von g+ sich die Themen aussuchen und diesen dann folgen kann.
Beispiel Anika F. – „Unterm Regenbogen“
Google schlägt für jeden Nutzer einige Themengebiete, genannt Sammlungen, vor, die er dann abonnieren kann. Ich habe aber nicht auf „Los geht’s“ gedrückt, weil ich komme ja gar nicht mehr hinterher.

Vom Jäger zum Sammler

RSS-Reader
Feed-Sammlungen noch und nöcher… ohne Google+
In der Medienlandschaft wird das PLUS hinter Google als … verkauft. Im Wettbewerb der Superlativen ist man wieder sehr ideenreich, dabei ist das was da gefeiert wird – nüchtern betrachtet – ein alter Hut. Es ist nichts anderes als ein hübsch anzuschauender Feedreder Marke Flipboard/Feedly oder ähnliches. In unserem Beispiel sammelt Anika Meldungen, kommentiert sie hier und da, übergibt das Ganze an Google+ und fertig. Wer sich thematisch mit dem Regenbogen beschäftigt, der hat gleiches vielleicht anderswo, nur in verschiedenen Räumen untergebracht. Das + gegenüber einem Feedreader ist die soziale Komponente, denn man kann sich nun mit Anika vernetzen, ihr folgen oder so… :whistle:

Und kaum der Welt gereicht, erzählt man nun von einem interessenbasierten Zulauf von täglich 1,2 Millionen neuen Mitgliedern. Die Communitys wachsen rekordverdächtig. Aber was zählt ist das, was am Ende dabei rumkommt. Bei Facebook macht sich langsam der Gähnfaktor breit. Die einen servieren täglich ihr Essen, die anderen nölen/prollen herum, wiederum andere servieren drei Mal in der Stunde ihren Standort und ganz andere murmeln noch im Schlaf ihren Kommentar „nice“. Das aber auch erst seit die Meute von „wer kennt wen“ in Facebook eingefallen ist… und WKW war gestern, red7 vorgestern und AppleVillage ganz ganz lange her. Der Einwahlknotenpunkt für AppleVillage lag in Frankfurt Sachsenhausen. Es waren gute Zeiten… B-)

Nachtrag 27.11.2015: G+ Update bringt 3-Spalten-Layout zurück

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