Das Stöckchen „Musik bitte“

Musik liegt in der Luft
Ohne Musik läuft in Frankfurt gar nix

Mit Musik geht bekanntlich alles leichter. Zwar nicht immer, aber immer öfter, sofern eine akustische Umweltverschmutzung den ahnungslosen Besucher einer Örtlichkeit nicht außer Gefecht setzt. Das kann manchmal schneller gehen als man glaubt. Die Fußgängerzonen sind da ganz vorne dabei, wo sich die Einarmigen und Einbeinigen aus dem Osten Europas regelmäßig treffen und die Klinke in die Hand drücken. Und sieht man das musizierende Volk nicht, so hört man es doch. Recht laut und teilweise unerhört schräg. Selten, daß ein gepflegtes Auftreten der Musikanten dem willigen Zuhörer Freude bereit. Hin und wieder passiert es doch, und so wandert dann auch klimperndes, klingendes Kleingeld in den Gitarren- oder Geigenkoffer.

Musik bitte

Musik auf der Zeil
Zwar nicht die Neue Philharmonie Frankfurt, dennoch ein Ohrenschmaus

Dieser Artikel kommt nicht von ungefähr. Der Chefredakteur der Putzlowitscher Zeitung hat so ganz nebenbei ein Stöckchen fallengelassen. Er hat zwar diesen Artikel nicht mit Stöckchen getagt (verschlagwortet), aber das sieht man ja auch so. Das Stöckchen „Musik bitte“ schreit auch förmlich danach mitgenommen zu werden. In einer anderen WordPress/Blog-Zeit wäre es schon zig mal herumgereicht worden. Ich habe es nun mitgenommen und nun liegt es hier. Es ist mit den „Hits“ aber nicht so einfach.

Heute läuft z.B. den ganzen WordPress-Tag schon Musik. Kein Jazz, der die Arbeit mit WordPress 4.0 den würdigen Rahmen gegeben hätte, dafür Dub. Mal schwer und behäbig duster, mal leicht und flockig mit jazzigen Anleihen. Das bewerkstelligt immer noch foobar2000. Dieses Genre findet man aber nicht auf meinem Xperia mit Walkman als Player. Der läuft immer unterwegs und auch zur guten Nacht. Deswegen gibt es nun getrennte Listen, was den rü so am Leben hält… :-D

Sony Walkman:

  • Beatsystem – no more (edit)
  • The Art of Noise – Memento
  • Edgar Froese – Specific Gravity of Smile
  • Gong – Psychological Overture
  • Biosphere – Too Fragile to Walk On
  • In The Nursery – Sobriety I
  • Sylvian & Fripp – The first Day
  • Manuel Göttsching – E2-E4 (komplett, liegt in einem Stück vor)
  • The Alan Parsons Project – The Voice
  • Porcupine Tree – Bornlivedie

Bei den Tracks ist SenseMe fleißig am Werk. Als echtes Album mit dem Klick „will ich hören“ ist E2-E4 von Manu ganz vorne anzutreffen, gefolgt von Klaus Schulze, Tangerine Dream und Bisosphere. Auf dem XP-Rechner sieht es anders aus:

foobar2000

  • Klaus Schulze – [Another Green Mile CD3 #03] Follow Me Down, Follow Me Down
  • Computer Jockeys – [DJ Morpheus: …in my bag #04] Ping Pong (Original)
  • Mindtrap – [Groove Garden 01: Undress me now #01] Before Dawn
  • Jorge Reyes & Antonio Zepeda – [A La Izquierda del Colibrí #02] A La Izquierda del Colibrí
  • Blu Mar Ten – [Producer CD #01] Adrift on Deep Water
  • Blu Mar Ten – [Producer CD #09] Special Thermometer
  • Kid Loco – [A Grand Love Story CD2/2 #04] The Wrong Number
  • Peace Orchestra – [Peace Orchestra #05] Marakesh
  • Alex Cortiz – [Magnifico! #01] Magic Touch
  • Manuel Göttsching – [E2-E4 #01] E2-E4

Resümierend kann ich für mich feststellen: Ich bin nun auch irgendwie stehengeblieben. Was mir heute aus dem Radio so entgegenkommt, ist größtenteils nicht meins, und nach dem 8ten „Du bist mein Sommer“ im Song hintereinander, bin ich reif für die Klapse, sollte sich Welt vor mir in acht nehmen. Es lebe die elektronische Musik ohne Texte (ich weiß…). Diese Art des Absturzes gibt es überall und in jedem Genre. Weit vor mir sind sie bei „Yeah Yeah Yeah“ bald aus dem Fenster gesprungen. Es wiederholt sich hier und da ja doch so einiges. ;-)

Wenn ich dann irgendwann mal einen dieser Titel später wieder höre, kann ich mich fast körperlich in genau die Zeit z.B. eines bestimmten Projektes zurückversetzen. (Putzlowitscher Zeitung)

Dieses Phänomen betrifft besonders einige Alben von Klaus Schulze. Ganz krass ist es mit dem Album EN=TRANCE“ von ihm. Obwohl ich bei Klaus schon im Studio saß, Are You Sequenced? miterlebt habe, ist EN=TRANCE das Album von ihm, das alle Mauern die ich mühsam aufgebaut habe, in Nullkommanichts zerschmettert. Sitz‘ ich da wie ein Häufchen Elend, weswegen EN=TRANCE so gut wie nicht mehr läuft. Angst essen Seele auf. Musik kann grausam, aber auch wunderschön sein.

Wer es genauer wissen will, was musikalisch den Herrn rü aufrecht gehen läßt (hat auch mal wer gesungen), den lade ich zu mir nach last.fm ein. Und wie ihr seht: Es läuft wieder Klaus Schulze. Er ist und bleibt meine große musikalische Liebe.

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