Der beste Appetitzügler: Liebeskummer

Liebeskummer
Life is bitter

Liebeskummer

Wäre es doch so einfach wie es 1964 Siw Malmkvist besang.

Ich gehöre nun nicht zu den Menschen, die erst gestern geboren wurden, denn es sind schon ganz viele Monde an mir vorbeigezogen. Ich habe Höhen und Tiefen erlebt, auch seelischer Art. Und wo ich bisher dachte, das war Liebe, so kann ich heute nur feststellen, es muß etwas anderes gewesen sein, denn eine Liebe hat meine 30 Jahre alte Mauer in kürzester Zeit eingerissen, die Seele blank gelegt. Nun ist kein Schutz ist mehr da, der Gefühle blockiert, sie nicht zulassen wird.

Rückblick:
Es war im Waldschlößchen, beim geselligen Miteinander am Abend bei einem Gläschen Wein, wo sich Geschichten an Geschichten reihten. Meine Geschichte war ein Teil von meinem Leben aus einer anderen Zeit, wo es gang und gäbe war, Kinder wegzusperren um sie zu kontrollieren – auch mit Gitter an den Fenstern. Und es war nur eine kleine Bewegung, eine kurze Berührung die Trost versprach und ihn in diesem Moment gab.

Trost, viele Jahrzehnte später, und in dieser Form noch nie erfahren.

Das sind Momente wo Mauern einstürzen, die mühsam aufgebaut wurden, damit niemand die sensible Seele verletzen kann. Mauern die gehalten haben, aber sich nun in Bruchteile auflösten. Nun liegt die Seele blank und die Gefühle können sich frei entfalten. Gefühle die Jahrzehnte eingesperrt waren.

Aber was sind das für Gefühle?

Es sind echte Gefühle, eine tiefe und ehrliche Zuneigung, die aber von vielen Jahren Mißtrauen und Argwohn begleitet werden. Sie können nicht in reiner Vollkommenheit auf die Reise gehen. Irgendwann kommen die dunklen Gedanken, holen sie ein und übernehmen die Kontrolle. Es kommt Sehnsucht auf. Und diese Sehnsucht hat eine dunkle Seite. Sie arbeitet sich unaufhörlich an der Seele ab und verursacht den Seelenschmerz, den Liebeskummer. Die Seele leidet, der Magen fängt an sich zu verschließen. Nun braucht es nur noch einen Querschläger aus dem Leben und es geht abwärts. Und das alles, weil die dunklen Gedanken nicht locker lassen.

Appetitzügler, ganz ohne Chemie – Life is bitter

Liebeskummer
Ganz ohne Chemie
Das sanfte Abnehmen mit der Natur

Hat man ein wenig Übergewicht, kann das durchaus ein netter Nebeneffekt sein. Aber in meinem Fall hat das Abnehmen gar nicht mehr aufgehört. Der Magen war zu, hat maximum 30% des Tagesbedarfs aufgenommen. Und damit kann man nicht groß auf Reisen gehen, schon gar keine geschlechtsangleichende Operation (GaOP) im Sinn haben. Von Vorteil ist, wenn man wen zum reden hat. Noch besser ist, wenn man sich dort ausheulen kann, wo die Ursache des Seelenleid namens Liebeskummer anzutreffen ist, man dort offene Ohren und Verständnis vorfindet. Das Glück ist leider nicht jedem beschieden.

Mein Glück hat sogar einen Namen: Susanne.

Es ist nicht einfach für sie, dieses Mißtrauen was in mir am gären ist, wegzuwischen, mir aufzuzeigen, daß zumindest ihre Welt ein reiner Ort ist, wo Worte Geltung haben, eine Berührung mehr ist, als Worte ausdrücken können. Aber es dauert auch seine Zeit, bis in mir ihre Saat aufgeht. Aber die Grundlage ist gelegt, die Aussprache erfolgt. Jetzt liegt es an mir, ihren Worten Glauben zu schenken, nicht mit Geschichten aus einer anderen Zeit in Frage zu stellen. Das Seelenwasser schwemmt alles was an Ungemach sich aufbauen will, weg, die Gedanken an sie lassen mich hoffnungsvoll durch den Tag gehen, auch wenn das eine oder andere Naß dabei auf Reisen geht. Es schmerzt aber nicht mehr.

Und seitdem geht es langsam wieder bergauf. Die Wage erzählt, daß sie von 61,1 kg nun bei 62,6 kg angekommen ist. Geht nicht so schnell wie erhofft und gedacht. Vielleicht ganz gut so.

Ich hätte nicht gedacht, daß es mich auf den letzten Metern noch so heftig erwischt. Es ist eine Art Dammbruch. Mein Sein ist in den Fluten der Sehnsucht nach ihr fast ertrunken. Was all die Jahre zurückgehalten wurde, bricht bei mir los und über sie herein. Ich muß das stoppen, sonst ertrinkt sie und ist weg (sinngemäß). Vielleicht schaffe ich es, das alles in ein kleines Bachbett zu lenken, so daß meine Zuneigung als kleiner Bach sie dann stetig mit meiner Liebe versorgt. Der Gedanke daran macht mich glücklich, daß ich das, was ich für sie empfinde, ihr auf diese Art geben darf und kann.

Ich würde noch gerne lange an ihrer Seite verweilen.


16.12.2017: Liebe Alle,
ich habe den letzten Absatz ein wenig umgestrickt.
Danke für’s Vorbeischauen.
:bye:

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