Die Energiewende im Alltag

Energiewende
Mit einer Akkuladung kommt man u.U. nicht sehr weit

Der EU-Kommissar für Energie, Günther Öttinger, hat heute über die Medien der Bundesregierung ein schweinsgaloppiges Zeugnis ausgestellt. Als Nachsatz und netten Hinweis gab es noch vom ehemaligen Ministerpräsident aus Baden-Württemberg folgende Begründung:

„Das Hauptproblem der alternativen Energien besteht darin, daß Strom in großen Mengen und verlustarm in der Umwandlung nicht speicherbar ist. Daran wird sich in den nächsten zehn Jahren nichts ändern.“

Schön. Wir kleine Leut‘ wissen das ja, das ist ja für uns nichts neues, obwohl… Es gab mal eine Zeit wo man eifrig plakatierte, Atomkraft – nein danke und Welt wissen ließ, daß der Strom aus der Steckdose kommt. Heute ist das ja nicht anders, Energiewende ja, aber ohne neue Strommasten, denn die modifizierte Steckdose mit dem neuen LED-Funktionssignal vom Baumarkt tut es ja, nicht nur für Bayern. Am besten wäre ja, wir würden die Energiewende Bayerns Vorzeigepolitiker Peter Ramsauer managen lassen, denn der kann gut mit der Industrie. Über ein Dutzend Autobahnprojekte hat er an die Wirtschaft verscheuert. Dank der Weitsichtigkeit des damaligen Verkehrsminister Peter Ramsauer können noch unsere Urenkel bezahlen. Ähnlich ist es mit den Schulen in Offenbach. Stadt Offenbach läßt bauen, ohne die Folgekosten im Auge zu haben und mietet nun die Schulen. Braucht es nun bestimmte Stühle (sinngemäß), weil im Vertrag, der streng geheim ist, wie Ramsauers Autobahnprojekte auch, diese nicht aufgelistet sind, wird der Stuhlgang für die Kommune nun richtig teuer. Und so ist das mit der Energiewende auch.

Die Energiewende im Alltag

Daß Günther Öttinger vom Schweinsgalopp redet, kommt nicht von ungefähr. Alleine die Ausnahmeregelungen für Betriebe ist dicker als die Hessische Verfassung für Schüler. Statt daß Frau Merkel mit Ministerien den Bittstellern ins Stammbuch schreibt: „Heult doch“, werden’s von der Mutter der Nation gedrückt und mit den Worten von allem befreit: „Es wird alles wieder gut.“ Und so kommt es auch, daß am Nordseestrand das Offshore-Kabel mit Stecker lose herumliegt, weil das Kabel mit der Kupplung noch nicht fertig bzw. die Netzanbindung zum Festland noch nicht betriebsbereit ist. Aber bezahlt wird schon dafür. Das weiß man spätestens dann, wenn der Energieversorger seine zu versorgende Haushalte wissen läßt, es wird wieder teurer, obwohl es die Kilowattstunde an der Strombörse für ’n Apfel und ’n Ei gibt. Und wie im Großen ist es auch im Kleinen.

Unser allerliebstes Smartphone ist der Energiefresser schlechthin. Im Alltag hangelt man sich von Energiequelle zu Energiequelle, damit das gute Stück nicht seinen letzten Atemzug für facebook verschwendet, man sich noch zeigen lassen kann, wann der letzte Bus fährt. Nun werden auch die Apps immer hungriger. Sie brauchen nicht nur viel mehr Platz im Smartphone als noch vor zwei Jahren, energiehungriger sind sie ebenso geworden. Die Handyhersteller wissen das zwar, aber das macht doch nix, das merkt doch keiner (nach Scheibner). Wichtig hingegen ist aber der innovative Wimpernschlag, mit dem man die Kamera steuern und auslösen kann. „Cheese“ rufen war vorgestern. Hier und da versuchen die Smartphone-Hersteller, wie z.B. Sony, durch eine Art Energieschalter den Verlust des Spaßfaktors entgegenzusteuern. Man kann aber auch einiges selbst bewerkstelligen, in dem man mit sich ins Gebet geht und analysiert, was man auf dem Smartphone hat, was auch ständig am rödeln ist. Braucht es drei Messenger, gar das ständige pulsieren der Kontaktbörse/Auto-Syncronisation? Man muß da rechnen können… was bringt mich voran, der Rest ist dann eben:

„Und tschüß.“

Effizienz ist das Zauberwort ;-) Dann bleibt zwar einiges an soziales Engagement in den Sozialstationen auf der Strecke, aber mit einer Akkuladung tingelt man noch die Nacht hindurch.

Das funktioniert natürlich nicht mehr, wenn man alles am Start haben und noch den letzten Pups aus dem Showgeschäft mitbekommen will. Wie orakelte es doch jüngst:

Die nächsten 10 Windräder sind für BubbleGum 3.

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