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Ich habe sie rausgeschmissen, ich bin ihnen entfolgt, wie es so schön auf Twitter heißt.
Jene, die noch DIE Klobürste auf der Hauptwache mit dem Hashtag meinfrankfurt und KulturFFM versehen haben, sind nicht mehr.

#meinfrankfurt / #KulturFFM

Da läßt man Twitter laufen und was ist? Die wichtigen News der VGF gehen unter, weil die Museen in Frankfurt mit den beiden Hashtags alles zuschwemmen. Inventarlisten werden als kulturelles Gezwitscher unters Volk gebracht. Goethe mit de scheppe Füß zum 100sten Mal. Schuld an dieser unsäglichen, nichtssagenden Flut von Tweets ist Twitter selbst. Irgendwem dort ist eingefallen, man könnte eine Art Landkarte mit Tweets zu einem Thema machen. #MeinFrankfurt
Im Endeffekt ist dies genauso aufregend wie die Blog-Landkarte von Frankfurt, die mal erstellt wurde. Mancher erinnert sich so duster an diese Geschichte, mit der sogar die PZ aus Schwerin konfrontiert wurde. Parallel zu dem hashtag #MeinFrankfurt lief zwei Tage #KulturFFM. Jetzt gib Gas und alles – 20 Tweets zum Feierabend am Stück aus dem Museum.

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Ein jeder will, daß man ihm folgt. Ich freue mich ja auch, wenn jemand ein Stück des Weges mit mir geht. Nur landen sie nicht am Ende eines jeden Tweets mit einem Kurzlink nach hier. Nun kann man sich sagen: Twitter und Facebook sind meine Promotionplattform. Man kann sich dann anhand von speziellen Tools mitteilen lassen, wie hoch der eigene Stellenwert in der Social Media-World ist. Man sollte sich aber im klaren darüber sein, daß die Welt groß und bunt ist. Und man sollte auch wissen, daß da draußen Menschen sind, keine Maschinen die alles begeistert abgrasen, was man ihnen vorsetzt. Es mag für die Museen toll sein, alles niederzuzwitschern, aber sie haben bei mir damit das Gegenteil erreicht. Ich habe sie rausgeschmissen, bin ihnen, wie schon geschrieben, entfolgt. Um mich zu erreichen, müssen sie nun nach alter Väter Sitte Brauch, eben nach herkömmlicher Art Vorgehen: Schaukasten füllen und Kulturmedien füttern.

Es kommt natürlich auch auf das eigene Handling eines jeden an. Schau ich einmal am Tag bei Twitter vorbei, so sind genannte Begebenheiten eher uninteressant.

Da aber auf meinem Smartphone die Twitter-Timeline auf dem Bildschirm eingebunden ist, sind 20 Tweets am Stück für den Absender tödlich. Das war’s dann. Das gilt für eigene Tweets, wie auch für Retweets, die ja gerne herbeigeflennt werden, und Tweetups.

Bei einem Tweetup treffen sich Twitterer bei einer (Kultur-)Veranstaltung und tauschen sich unmittelbar bei Twitter über das Erlebte aus.

:wacko:

Nutzt man aber die Möglichkeiten der modernen Kommunikation aus, kann man sich seine Kommunikationsplattformen so einrichten, daß die News als News auch ankommen und nicht ungelesen weggewischt werden.

Es gibt ja Leute, die schreiben einen Text, der erscheint dann an fünf Orten gleichzeitig, sogar mit englischen Hinweisen, obwohl der Absender keinen Brocken Englisch von sich gibt. Da schlägt dann die Software, die benutzt wird, zu, die wiederum ein paar Eigenarten aufweist. So z.B. gibt es ein Hinweis oder Dankeschön wenn man #Name oder @Name verwendet hat.

@SiT_Vault13 You’ve been quoted in my #Storify story #Tweetup #BadenFFM am 6.5.2014 http:…

Manche Leute wissen gar nicht, was sie da anwerfen, was da alles mit einher geht. Und ich muß ehrlich zugeben, ich habe keinen Bock auf diese ganz große Twitter-Kunst, weswegen die Lust an der Lust zwitschernd am Boden liegt. Da muß ich eben drei Mal gucken oder sein lassen, wobei vieles sowieso schon gegessen ist, für mich einen alten Kaugummi unter der Schulbank darstellt, wie #BadenFFM. Das war schon vor ein paar Jahren, 2007, Thema: Biobad statt Badeboot.

Und dann ist es gut, wenn man sich zu helfen weiß und trotzdem das Wichtige mitbekommt, wie eine neue Ausstellung. Dazu braucht es nicht Twitter und facebook. Ein RSS-Reader reicht schon. Bestückt mit AdBlock und Scriptcontrolling macht sogar dann das Lesen Spaß. Und weil das Leben so schön vielseitig bunt ist, hat man sogar zwei RSS-Reader am Start. Der eine Reader (Feedly) gleicht sich mit dem Smartphone/PC ab, so daß man nicht alles doppelt serviert bekommt, der andere Reader (RSSOwl) ist für die Wochenendausgaben zuständig ;-) Hinzu kommen dann noch die normalen Bookmarks und die Printlektüren. Und wenn unser Außenminister gut brüllt, bekommt man das schon mit. Auch ohne Daumen und Vogelflöte.

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